{"id":1124,"date":"2023-11-02T21:17:12","date_gmt":"2023-11-02T21:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2023\/11\/02\/iu-aeussert-bedenken-zur-forderung-nach-freien-bildungsinhalten-von-ard-und-zdf\/"},"modified":"2023-11-02T21:17:12","modified_gmt":"2023-11-02T21:17:12","slug":"iu-aeussert-bedenken-zur-forderung-nach-freien-bildungsinhalten-von-ard-und-zdf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=1124","title":{"rendered":"IU \u00e4u\u00dfert Bedenken zur Forderung nach freien Bildungsinhalten von ARD und ZDF"},"content":{"rendered":"<p>Die Initiative Urheberrecht (IU) hat auf die Kampagne reagiert, die fordert, \u00f6ffentlich-rechtliche Bildungsinhalte frei verf\u00fcgbar zu machen. Die IU vertritt rund 140.000 Kreative und hat nun in einer ausf\u00fchrlichen Stellungnahme ihre Bedenken ge\u00e4u\u00dfert. <\/p>\n<p>Die Kampagne, die im Jahr 2020 gestartet wurde, fordert ARD und ZDF auf, Inhalte mit Bildungsbezug unter einer freien Creative-Commons-Lizenz (CC) online zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die IU hingegen argumentiert, dass diese &#8222;freien Lizenzen&#8220; nicht wirklich frei sind. Urspr\u00fcnglich f\u00fcr private Urheber ohne kommerzielle Absichten entwickelt, k\u00f6nnten CC-Lizenzen im \u00f6ffentlich-rechtlichen System dazu f\u00fchren, dass die angemessene Verg\u00fctung f\u00fcr Kreative gef\u00e4hrdet wird.<\/p>\n<p>Die IU weist darauf hin, dass die CC-Lizenzierung zu einer Abschw\u00e4chung und Missachtung der im Urheberrecht vorgesehenen Anspr\u00fcche auf angemessene Verg\u00fctung f\u00fchren k\u00f6nnte. Die CC-BY-SA Lizenz, die von Wikimedia f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichungen verwendet wird, erlaubt die Nutzung, \u00c4nderung und Neubearbeitung eines Werks unwiderruflich. Dies k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass Inhalte aus dem Zusammenhang gerissen werden und Pers\u00f6nlichkeitsrechte verletzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Ein weiterer Kritikpunkt der IU betrifft die j\u00e4hrliche Spendenkampagne von Wikimedia. Die IU bem\u00e4ngelt, dass diese Spenden nicht zur Entlohnung der Wikipedia-Autoren verwendet werden, sondern auch f\u00fcr Lobbyarbeit gegen die Rechte von Kulturschaffenden eingesetzt werden. Dies wird als Missachtung der tats\u00e4chlichen Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden angesehen.<\/p>\n<p>Die IU fordert daher alle Verantwortlichen bei den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern auf, den Verkauf der Rechte der Kulturschaffenden durch CC-Lizenzierungen oder andere Buy-Out Regelungen zu beenden. Die IU weist darauf hin, dass alternative klassische Lizenzmodelle vorhanden sind und dass die einheitliche Verwendung von CC-Lizenzen den aktuellen Tarifvertr\u00e4gen der \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten widersprechen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die IU kritisiert zudem, dass die Idee von Creative Commons praktisch umgekehrt wird, wenn nicht die Kreativen selbst \u00fcber die Freigabe entscheiden, sondern dies von Verwertern und Streaming-Plattformen durch ihre Gesch\u00e4ftsbedingungen vorgeschrieben wird.<\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, wie die \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender auf die Stellungnahme der IU reagieren werden. Die Diskussion um die Freigabe von Bildungsinhalten und die Verg\u00fctung von Kreativen wird sicherlich weiterhin kontrovers gef\u00fchrt werden. Es wird interessant sein zu beobachten, ob alternative Lizenzmodelle oder ein Kompromiss gefunden werden k\u00f6nnen, der sowohl den Interessen der Kreativen als auch dem Bed\u00fcrfnis nach frei verf\u00fcgbaren Bildungsinhalten gerecht wird.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Initiative Urheberrecht IU + CreativeCommonsLizenzen + Rechte der Kulturschaffenden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Initiative Urheberrecht (IU) hat auf die Kampagne reagiert, die fordert, \u00f6ffentlich-rechtliche Bildungsinhalte frei verf\u00fcgbar zu machen. Die IU vertritt rund 140.000 Kreative und hat nun in einer ausf\u00fchrlichen Stellungnahme ihre Bedenken ge\u00e4u\u00dfert. Die Kampagne, die im Jahr 2020 gestartet wurde, fordert ARD und ZDF auf, Inhalte mit Bildungsbezug unter&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":1123,"comment_status":"","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1124","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1124"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1124\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}