{"id":1156,"date":"2023-11-03T16:05:03","date_gmt":"2023-11-03T16:05:03","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2023\/11\/03\/bye-bye-dunkelflauten-wasserstoff-kraftwerke-sollens-richten\/"},"modified":"2023-11-03T16:05:03","modified_gmt":"2023-11-03T16:05:03","slug":"bye-bye-dunkelflauten-wasserstoff-kraftwerke-sollens-richten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=1156","title":{"rendered":"Bye-bye Dunkelflauten: Wasserstoff-Kraftwerke sollen&#8217;s richten!"},"content":{"rendered":"<p>Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz plant Wasserstoff-Kraftwerke als Reserve f\u00fcr Dunkelflauten<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat einen Plan entwickelt, um Stroml\u00fccken w\u00e4hrend sogenannter Dunkelflauten zu \u00fcberbr\u00fccken. In solchen Zeiten, in denen Wind- und Solarkraftwerke aufgrund von Windstille, Wolken und Dunkelheit nicht gen\u00fcgend Strom liefern k\u00f6nnen und das Netz instabil werden kann, sollen Wasserstoff-Kraftwerke als Reserve dienen. Diese Kraftwerke k\u00f6nnen schnell aktiviert werden und werden mit Wasserstoff betrieben.<\/p>\n<p>Der Plan des BMWK ist Teil der Kraftwerksstrategie und sieht vor, dass in k\u00fcrzester Zeit sogenannte Sprinter-Kraftwerke errichtet werden. Diese sollen bis zum Jahr 2028 eine Leistung von zun\u00e4chst 4,4 Gigawatt erzeugen k\u00f6nnen. Die Kraftwerke werden dabei in der N\u00e4he von Wasserstoffproduktionsanlagen oder an den bestehenden Fl\u00fcssigerdgas-Terminals an der K\u00fcste platziert, die bereits f\u00fcr den \u00dcbergang zu Wasserstoff vorbereitet sind. <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich sind auch Wasserstoff-Hybrid-Kraftwerke geplant, die eine Kapazit\u00e4t von weiteren 4,4 Gigawatt haben sollen. Diese integrierten Anlagen k\u00f6nnen mit Wind oder Sonne Wasserstoff produzieren und lokal speichern. Die letzte Komponente besteht aus sogenannten H2-Ready-Kraftwerken, die zun\u00e4chst mit Gas betrieben werden, jedoch bis 2035 auf Wasserstoff umger\u00fcstet werden m\u00fcssen. Die geplanten Anlagen sollen eine Leistungskapazit\u00e4t von bis zu 15 Gigawatt haben und insgesamt eine Kapazit\u00e4t von etwa 24 Gigawatt aufweisen, um Dunkelflauten auszugleichen.<\/p>\n<p>Experten hegen jedoch Zweifel an der Wirksamkeit dieses Ansatzes. Sie sehen fortschrittlichere M\u00f6glichkeiten, um mit Dunkelflauten umzugehen. Um dies zu erreichen, m\u00fcsse der Strommarkt flexibler, automatisierter und vernetzter gestaltet werden. Dazu k\u00f6nnten unterschiedliche Strompreise zu verschiedenen Zeiten eingef\u00fchrt werden. Durch diese Ma\u00dfnahme k\u00f6nne ein betr\u00e4chtlicher Teil des oft nur kurzzeitigen Strommangels ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>Andreas L\u00f6schel, Professor am Lehrstuhl f\u00fcr Umwelt-, Ressourcen\u00f6konomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, betont, dass es notwendig sei, dass die Preise die Situation im Netz genauer widerspiegeln. Derzeit existiere diese M\u00f6glichkeit noch nicht oder gelte nur f\u00fcr gro\u00dfe Verbraucher, nicht jedoch f\u00fcr kleinere Verbraucher mit festen Tarifen. Zudem m\u00fcssten die anderen Komponenten des Stromnetzes angepasst werden, die den Strompreis beeinflussen, wie flexible Gro\u00dfhandelspreise und Netzentgelte.<\/p>\n<p>Patrick Jochem, Abteilungsleiter f\u00fcr Energiesystemanalyse am Institut f\u00fcr Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, geht sogar noch weiter. Er ist der Meinung, dass Smart Meter unverzichtbar sind, um die Variabilit\u00e4t optimal nutzen zu k\u00f6nnen. Zudem seien Home-Energy-Management-Systeme erforderlich, die das gesamte Controlling \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, einschlie\u00dflich der Lastverteilung bei der Elektrofahrzeugladung und der Steuerung von W\u00e4rmepumpen. Allerdings mangelt es noch an Erfahrung, um diese Flexibilit\u00e4t angemessen einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr private Verbraucher ohne kostspielige Smart-Home-Ausstattungen w\u00e4re es zudem m\u00fchsam, sich zeitlich nach den aktuellen Strompreisen zu orientieren.<\/p>\n<p>Das BMWK hat sich nun mit der EU-Kommission \u00fcber die Grundlagen einer F\u00f6rderung dieser Strategie geeinigt. In einer Phase der Konsultation haben betroffene Verb\u00e4nde, Hersteller und Betreiber von Kraftwerken, Infrastrukturen und Elektrolyseuren die M\u00f6glichkeit, sich zu den Auswirkungen auf den Wettbewerb und geeignete F\u00f6rderma\u00dfnahmen zu \u00e4u\u00dfern. Es bleibt abzuwarten, wie die Diskussion um die \u00dcberbr\u00fcckung von Dunkelflauten weitergeht und ob sich alternative Ans\u00e4tze durchsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Also, liebe Leute, das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz hat einen neuen Plan ausget\u00fcftelt, um die Stromversorgung auch in Zeiten von Dunkelflauten sicherzustellen. Was genau ist eine Dunkelflaute, fragt ihr euch? Nun, das ist der charmante Name f\u00fcr eine Zeit, in der weder Wind noch Sonne genug Energie liefern k\u00f6nnen, weil es entweder windstill oder dunkel ist. Und das kann ja bekanntlich zu einem ziemlichen Dilemma f\u00fchren, wenn der Strom pl\u00f6tzlich knapp wird.<\/p>\n<p>Aber keine Sorge, das BMWK hat die L\u00f6sung: Wasserstoff-Kraftwerke! Diese sollen als Reserve dienen und k\u00f6nnen schnell aktiviert werden. So wird der gute alte Wasserstoff, den wir ja alle noch aus dem Chemieunterricht kennen, zum Helden der Dunkelflauten. Die Kraftwerke werden entweder in der N\u00e4he von Wasserstoffproduktionsanlagen oder an den bestehenden Fl\u00fcssigerdgas-Terminals an der K\u00fcste platziert. Da werden dann flei\u00dfig Wasserstoff und Fl\u00fcssigerdgas produziert und in den Kraftwerken verheizt. Voil\u00e0, der Strom ist gerettet!<\/p>\n<p>Aber Moment mal, es gibt da ein paar Experten, die da Zweifel anmelden. Die behaupten doch tats\u00e4chlich, es g\u00e4be bessere M\u00f6glichkeiten, um mit Dunkelflauten umzugehen. Die wollen den Strommarkt flexibler machen und unterschiedliche Strompreise zu verschiedenen Zeiten einf\u00fchren. Das klingt ja fast so, als m\u00fcssten wir zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich viel zahlen. Aber wer will schon nach Mitternacht aufstehen, um die Waschmaschine anzuschalten? Das ist doch viel zu fr\u00fch!<\/p>\n<p>Naja, und dann gibt es da noch diese Smart Meter und Home-Energy-Management-Systeme, von denen Patrick Jochem vom DLR schw\u00e4rmt. Das klingt ja alles ganz toll, aber wer hat schon das Geld f\u00fcr so eine High-Tech-Ausstattung? Da bleibe ich doch lieber bei meinem guten alten Stromtarif und hoffe, dass die Dunkelflauten nicht allzu oft zuschlagen.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, das BMWK hat sich jetzt mit der EU-Kommission abgestimmt und bereitet die F\u00f6rderung dieser Wasserstoff-Kraftwerke vor. Verb\u00e4nde, Hersteller und Betreiber d\u00fcrfen auch noch ihre Meinung dazu abgeben. Mal sehen, wie das Ganze ausgeht. Vielleicht gibt es ja doch noch andere Ans\u00e4tze, um die Dunkelflauten zu \u00fcberstehen. Wir bleiben gespannt!<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Dunkelflauten + WasserstoffHybridKraftwerke + Smart Meter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz plant Wasserstoff-Kraftwerke als Reserve f\u00fcr Dunkelflauten Das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat einen Plan entwickelt, um Stroml\u00fccken w\u00e4hrend sogenannter Dunkelflauten zu \u00fcberbr\u00fccken. 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