{"id":12116,"date":"2025-04-18T13:22:14","date_gmt":"2025-04-18T13:22:14","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2025\/04\/18\/it-panne-bremst-sicherheitsueberpruefungen-rueckbau-von-atomkraftwerken-in-schleswig-holstein-vor-herausforderungen\/"},"modified":"2025-04-18T13:22:14","modified_gmt":"2025-04-18T13:22:14","slug":"it-panne-bremst-sicherheitsueberpruefungen-rueckbau-von-atomkraftwerken-in-schleswig-holstein-vor-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=12116","title":{"rendered":"IT-Panne bremst Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen: R\u00fcckbau von Atomkraftwerken in Schleswig-Holstein vor Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p>Die Abschaltung und der anschlie\u00dfende R\u00fcckbau mehrerer Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein (SH) sind derzeit von einem komplexen Problem gepr\u00e4gt: Durch eine schwere IT-Panne werden wichtige Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen f\u00fcr Mitarbeiter und Dienstleister, die f\u00fcr den sicheren Umgang mit Kernbrennstoffen unerl\u00e4sslich sind, verz\u00f6gert. Das Land Schleswig-Holstein berichtet, dass Hunderte solcher \u00dcberpr\u00fcfungen seit Monaten nicht oder nur unzureichend bearbeitet werden konnten. Die Ursache hierf\u00fcr ist ein Ausfall des zentralen IT-Systems, das Daten verschiedener Sicherheitsbeh\u00f6rden wie Polizei und Verfassungsschutz abgleicht, um die Zuverl\u00e4ssigkeit der beteiligten Personen zu gew\u00e4hrleisten. Gem\u00e4\u00df dem Atomgesetz ist eine solche \u00dcberpr\u00fcfung zwingend erforderlich, bevor jemand an der Errichtung oder dem Betrieb von Anlagen mit Kernbrennstoffen arbeiten darf. Innerhalb eines Jahres wurden 824 Antr\u00e4ge f\u00fcr diese Pr\u00fcfungen beim Ministerium f\u00fcr Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) eingereicht; jedoch konnten lediglich 17 bearbeitet werden, da das zuvor zuverl\u00e4ssige IT-Verfahren zusammenbrach. Das Ministerium gibt an, dass der Ausfall des Servers und des dazugeh\u00f6rigen Systems im Fr\u00fchjahr 2023 erfolgte und seitdem nicht vollst\u00e4ndig wiederhergestellt werden konnte. Der Mangel an einer funktionierenden digitalen Plattform erschwert die Kommunikation mit den beteiligten Beh\u00f6rden und verhindert eine effiziente Bearbeitung der Antr\u00e4ge. Alternative Wege wie E-Mails reichen laut Ministerium nicht aus, da sie Komplexit\u00e4t und Sicherheit nicht gleicherma\u00dfen gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen. Trotz dieser IT-Probleme betont die Landesregierung, dass es keine Gef\u00e4hrdung der Sicherheit durch den fehlenden Zugang f\u00fcr alle Personen gibt, da kein vollst\u00e4ndiger Sperrvermerk existiert. Mitarbeiter, deren Zuverl\u00e4ssigkeit bereits in der Vergangenheit \u00fcberpr\u00fcft wurde und routinem\u00e4\u00dfig erneut gepr\u00fcft werden musste, behalten weiterhin Zutritt zu den Anlagen. Die Regierung argumentiert, dass alle verf\u00fcgbaren Ma\u00dfnahmen zur Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit getroffen wurden. Konkrete Auswirkungen auf den Fortschritt des R\u00fcckbaus der Kernkraftwerke sind dem Ministerium bisher nicht gemeldet worden. Die Betreiber k\u00f6nnen demnach ihrer atomrechtlichen Verpflichtung nachgehen und den Abbau fortsetzen. Parallel laufen die Bem\u00fchungen zur Wiederherstellung der IT-Systeme und zur effizienten Bearbeitung des aufgelaufenen Antragsstaus. Dieses Ereignis soll gleichzeitig als Anlass f\u00fcr eine Optimierung der gesamten IT-Infrastruktur genutzt werden.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Schleswig-Holstein + SH + MEKUN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abschaltung und der anschlie\u00dfende R\u00fcckbau mehrerer Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein (SH) sind derzeit von einem komplexen Problem gepr\u00e4gt: Durch eine schwere IT-Panne werden wichtige Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen f\u00fcr Mitarbeiter und Dienstleister, die f\u00fcr den sicheren Umgang mit Kernbrennstoffen unerl\u00e4sslich sind, verz\u00f6gert. 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