{"id":13916,"date":"2025-08-05T08:56:04","date_gmt":"2025-08-05T08:56:04","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2025\/08\/05\/lfn-und-ai-ran-alliance-gemeinsam-die-telekommunikation-mit-ki-und-open-source-revolutionieren\/"},"modified":"2025-08-05T15:32:55","modified_gmt":"2025-08-05T15:32:55","slug":"lfn-und-ai-ran-alliance-gemeinsam-die-telekommunikation-mit-ki-und-open-source-revolutionieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=13916","title":{"rendered":"LFN und AI-RAN Alliance f\u00fcr offene Standards in der Telekommunikation revolutionieren"},"content":{"rendered":"<p>Die Linux Foundation Networking und die AI-RAN Alliance haben sich zu einer Kooperation entschlossen, die Open-Source-Entwicklung und KI-gest\u00fctzte Funkzugangsnetze miteinander verkn\u00fcpft. Das am 4. August 2025 verk\u00fcndete Memorandum of Understanding zielt darauf ab, offene Entwicklungsmodelle in die Telekommunikationsinfrastruktur zu integrieren und dabei die Evolution zu 6G-Netzen voranzutreiben. Die Zusammenarbeit betrifft drei zentrale Bereiche: KI f\u00fcr RAN zur Verbesserung der Spektrumeffizienz, KI und RAN f\u00fcr die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen sowie KI auf RAN f\u00fcr neue Dienste am Netzwerkrand.<\/p>\n<p>Die AI-RAN Alliance wurde im Februar 2024 w\u00e4hrend des Mobile World Congress gegr\u00fcndet und umfasst mittlerweile \u00fcber 100 Mitglieder aus 17 L\u00e4ndern. Zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern z\u00e4hlen NVIDIA, Samsung, T-Mobile USA und SoftBank, erg\u00e4nzt durch Unternehmen wie Ericsson, Nokia und Microsoft. Die Allianz konzentriert sich auf die Entwicklung von Testmethoden und Benchmarks f\u00fcr KI-native Netzwerke und unterscheidet sich damit von traditionellen Standardisierungsorganisationen. <\/p>\n<p>Gleichzeitig arbeitet die Linux Foundation Networking als zentraler Knotenpunkt f\u00fcr Open-Source-Netzwerkprojekte unter dem Dach der Linux Foundation mit \u00fcber 30 Projekten wie ONAP, OpenDaylight und FD.io. Die Kooperation soll bestehende Fragmentierung zwischen verschiedenen Projekten reduzieren und einheitliche Entwicklungsstandards schaffen.<\/p>\n<p>Die Open-RAN-Architektur, die als Grundlage der Zusammenarbeit dient, erm\u00f6glicht die Verwendung von Komponenten verschiedener Hersteller in einem Netzwerk. Diese Architektur trennt traditionelle Funksysteme in Open Radio Units, Open Distributed Units und Open Centralized Units auf, die \u00fcber standardisierte Schnittstellen miteinander kommunizieren. Die offenen Schnittstellen schaffen Interoperabilit\u00e4t zwischen verschiedenen Anbietern und erm\u00f6glichen es Netzbetreibern, sich von der Abh\u00e4ngigkeit einzelner Ausr\u00fcster zu l\u00f6sen. Netzbetreiber k\u00f6nnen dabei die jeweils optimalen Komponenten verschiedener Hersteller kombinieren und erhalten dadurch mehr Flexibilit\u00e4t bei der Netzgestaltung. Die Technologie verspricht Kosteneinsparungen durch gesteigerte Verhandlungsmacht und den Verzicht auf propriet\u00e4re Gesamtl\u00f6sungen und durch die Nutzung standardisierter Hardware-Komponenten.<\/p>\n<p>Der \u00dcbergang zu softwaredefinierten Netzwerken erm\u00f6glicht zudem eine schnellere Einf\u00fchrung neuer Dienste, da \u00c4nderungen prim\u00e4r \u00fcber Software-Updates erfolgen k\u00f6nnen. Die Virtualisierung von Netzfunktionen reduziert die Abh\u00e4ngigkeit von spezifischer Hardware und erm\u00f6glicht eine effizientere Ressourcennutzung. Diese Ans\u00e4tze entsprechen den Zielen der Linux Foundation, offene Standards und herstellerunabh\u00e4ngige L\u00f6sungen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die Linux Foundation Europe wurde 2022 gegr\u00fcndet, um speziell europ\u00e4ische Open-Source-Projekte zu unterst\u00fctzen und die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t in Europa zu st\u00e4rken. Das Projekt Sylva entwickelt bereits seit 2022 eine Open-Source-Telco-Cloud-Software-Framework als Erg\u00e4nzung zu Open-Networking-Initiativen. Die Deutsche Telekom ist seit 2018 Platin-Mitglied des Linux Foundation Networking und unterst\u00fctzt damit die Entwicklung offener Netzwerkstandards. Weitere europ\u00e4ische Telekommunikationsunternehmen wie Orange und Vodafone sind ebenfalls Mitglieder verschiedener Linux Foundation-Projekte.<\/p>\n<p>Das ONAP-Projekt der Linux Foundation hat bereits mehrere Versionen einer Plattform f\u00fcr Netzwerkautomatisierung ver\u00f6ffentlicht und arbeitet eng mit 5G- und Edge-Computing-Initiativen zusammen. Die Komplexit\u00e4t dieser Projekte erfordert jedoch erhebliche technische Expertise und Ressourcen von den beteiligten Unternehmen. Die meisten Beitr\u00e4ge zu Linux Foundation-Projekten stammen daher von bezahlten Entwicklern gro\u00dfer Technologieunternehmen. Kleinere Unternehmen und Start-ups haben oft nicht die Ressourcen, um gleichberechtigt an der Entwicklung teilzunehmen.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit zwischen LFN und der AI-RAN Alliance wird voraussichtlich die Entwicklung von Standards f\u00fcr KI-gest\u00fctzte Netzwerke beschleunigen. Die praktische Umsetzung h\u00e4ngt jedoch davon ab, ob die beteiligten Unternehmen ihre propriet\u00e4ren Technologien tats\u00e4chlich \u00f6ffnen und in gemeinsame Standards einbringen. Die Erfahrungen mit anderen Standardisierungsinitiativen zeigen, dass Unternehmen oft versuchen, ihre eigenen Technologien als Basis f\u00fcr gemeinsame Standards zu etablieren. <\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: LFN + KI + Linux<br \/>(pz)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Linux Foundation Networking und die AI-RAN Alliance haben sich zu einer Kooperation entschlossen, die Open-Source-Entwicklung und KI-gest\u00fctzte Funkzugangsnetze miteinander verkn\u00fcpft. Das am 4. August 2025 verk\u00fcndete Memorandum of Understanding zielt darauf ab, offene Entwicklungsmodelle in die Telekommunikationsinfrastruktur zu integrieren und dabei die Evolution zu 6G-Netzen voranzutreiben. 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