{"id":13954,"date":"2025-08-06T13:33:47","date_gmt":"2025-08-06T13:33:47","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2025\/08\/06\/skandal-um-datendiebstahl-bei-tsmc-neun-verdaechtige-im-fokus-und-weitreichende-konsequenzen-fuer-die-halbleiterindustrie\/"},"modified":"2025-08-06T13:33:47","modified_gmt":"2025-08-06T13:33:47","slug":"skandal-um-datendiebstahl-bei-tsmc-neun-verdaechtige-im-fokus-und-weitreichende-konsequenzen-fuer-die-halbleiterindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=13954","title":{"rendered":"Skandal um Datendiebstahl bei TSMC: Neun Verd\u00e4chtige im Fokus und weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Halbleiterindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Der Skandal um Datendiebstahl beim taiwanesischen Chipauftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) sorgt f\u00fcr breite Schlagzeilen in den lokalen Medien und dehnt sich zunehmend aus, wobei neun Verd\u00e4chtige im Fokus stehen. Es wird vermutet, dass sie an der Weitergabe sensibler interner Informationen beteiligt waren; mehrere von ihnen arbeiteten sowohl im zentralen 2-Nanometer-Werk (Fab 20) als auch im angrenzenden Forschungszentrum von TSMC. Ihnen wird vorgeworfen, im Homeoffice interne Dateien \u00fcber TSMCs fortschrittliche 2-Nanometer-Prozesstechnik ge\u00f6ffnet und abfotografiert zu haben. \u00dcber 400 Bilder sollen laut Berichten des United Daily News (UDN) entstanden und an Dritte weitergeleitet worden sein. Die Ermittlungen f\u00fchrten die taiwanesischen Beh\u00f6rden bereits zu Durchsuchungen bei B\u00fcros des Zulieferers Tokyo Electron (TEL) in Taiwan, einem wichtigen Partner von TSMC im Bereich der Halbleiterfertigung. Tokyo Electron liefert unter anderem \u00c4tz- und Beschichtungsanlagen f\u00fcr die Produktion von Chips, die auch von TSMC eingesetzt werden. Ein Zusammenhang zeichnet sich ab: Medienberichte deuten auf einen Transfer der gestohlenen Bilder an Mitarbeiter von Tokyo Electron hin, die zuvor selbst bei TSMC t\u00e4tig waren. Diese sollen die Gesch\u00e4ftsgeheimnisse anschlie\u00dfend an den jungen japanischen Chipauftragsfertiger Rapidus weitergegeben haben. Dieser baut aktuell sein erstes Halbleiterwerk mit staatlicher F\u00f6rderung und in Kooperation mit IBM, Fraunhofer sowie japanischen Universit\u00e4ten auf, um Chips mit 2-Nanometer-Technologie herzustellen. Experten wie Lu Xingzhi sehen ein hohes Risiko f\u00fcr Tokyo Electron und Rapidus, im Falle einer rechtskr\u00e4ftigen Verurteilung hohe Strafzahlungen leisten zu m\u00fcssen, m\u00f6glicherweise sogar in Millionenh\u00f6he. Die Frage wird jedoch auch aufgeworfen, ob es tats\u00e4chlich eine Rechtsverletzung darstellt, wenn die illegal erhaltenen Informationen von Rapidus nicht direkt f\u00fcr Produktion oder Entwicklung genutzt werden. Ein Pr\u00e4zedenzfall aus den fr\u00fchen 2000er Jahren zeigt, dass ehemalige TSMC-Ingenieure zu SMIC in China gewechselt und Gesch\u00e4ftsgeheimnisse mitgenommen hatten. Neben einer Strafzahlung erhielt TSMC damals zehn Prozent der Anteile an SMIC, die \u00fcber Jahre hinweg verkauft wurden, zuletzt im Jahr 2019. Lu Xingzhi argumentiert deshalb auch, dass TSMC potenziell Anteile an Rapidus erhalten k\u00f6nnte, sollte es zu einer \u00e4hnlichen gerichtlichen Entscheidung kommen. Der Skandal wirft somit komplexe Fragen rund um den Schutz von Gesch\u00e4ftsgeheimnissen in der globalisierten Chipherstellung auf und zeigt die empfindliche Balance zwischen Wettbewerb, Innovation und legalem Verhalten im hart umk\u00e4mpften Markt f\u00fcr Halbleitertechnologie auf.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: TSMC + Tokyo Electron + Taiwan Semiconductor Manufacturing Company<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Skandal um Datendiebstahl beim taiwanesischen Chipauftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) sorgt f\u00fcr breite Schlagzeilen in den lokalen Medien und dehnt sich zunehmend aus, wobei neun Verd\u00e4chtige im Fokus stehen. 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