{"id":14171,"date":"2025-09-02T16:01:15","date_gmt":"2025-09-02T16:01:15","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2025\/09\/02\/kuenstliche-intelligenz-deckt-ueber-1000-mangelhafte-wissenschaftliche-zeitschriften-auf\/"},"modified":"2025-09-03T11:18:45","modified_gmt":"2025-09-03T11:18:45","slug":"kuenstliche-intelligenz-deckt-ueber-1000-mangelhafte-wissenschaftliche-zeitschriften-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=14171","title":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz deckt \u00fcber 1000 mangelhafte wissenschaftliche Zeitschriften auf"},"content":{"rendered":"<p>Eine Gruppe von Informatikern an der University of Colorado Boulder hat mittels K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) ein erschreckendes Ph\u00e4nomen aufgedeckt: \u00dcber 1000 vermeintliche wissenschaftliche Fachzeitschriften weisen erhebliche Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel auf, was bei einer Pr\u00fcfung von mehr als 15.000 Titeln einen bedeutsamen Befund darstellt. Die Entdeckung wurde k\u00fcrzlich publik gemacht und verdeutlicht die wachsende Bedrohung durch fragw\u00fcrdige Publikationskan\u00e4le in der Wissenschaft. <\/p>\n<p>Das KI-Tool, das urspr\u00fcnglich mit der Identifizierung von \u00fcber 1400 potenziell problematischen Zeitschriften gestartet ist, reduzierte seine Trefferzahl nach einer manuellen \u00dcberpr\u00fcfung durch Experten auf \u00fcber 1000 zweifelhafte F\u00e4lle. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, das Auftauchen solcher Publikationen einzud\u00e4mmen, angesichts zunehmender Angriffe auf die wissenschaftliche Integrit\u00e4t. <\/p>\n<p>Im Rahmen der herk\u00f6mmlichen Praxis ist die Peer-Review, bei der Forschungsbeitr\u00e4ge von unabh\u00e4ngigen Fachleuten gepr\u00fcft werden, um ihre Qualit\u00e4t und ihren wissenschaftlichen Wert zu gew\u00e4hrleisten, in Wissenschaftsmagazinen \u00fcblich. In j\u00fcngster Zeit erscheinen jedoch zunehmend Magazine, oft mit Fokus au\u00dferhalb der USA und Europas, die Forschende direkt ansprechen und ihnen gegen Bezahlung eine schnelle Ver\u00f6ffentlichung versprechen. Unter dem Druck, Publikationen m\u00f6glichst schnell vorzulegen, k\u00f6nnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Angebote annehmen, ohne dass eine wirkliche Peer-Review stattfindet. Anstatt einer fachlichen Pr\u00fcfung wird lediglich eine Online-Bereitstellung der PDF-Dateien angeboten. <\/p>\n<p>Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das Team unter der Leitung von Daniel Acua eine KI entwickelt und mit gepr\u00fcften Fachzeitschriften trainiert. Diese analysierte insgesamt fast 15.200 Titel und suchte nach Indikatoren f\u00fcr fragw\u00fcrdige Praktiken wie fehlende Redaktion, Rechtschreibfehler auf den Webseiten, ungew\u00f6hnlich hohe Publikations- oder Autorenzahlen sowie \u00fcberm\u00e4\u00dfige Selbstzitierungen. Die identifizierten Verdachtsf\u00e4lle wurden anschlie\u00dfend manuell durch Experten \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Obwohl das Werkzeug f\u00fcr Forschungszwecke vorgesehen ist, steht es aktuell noch nicht \u00f6ffentlich zur Verf\u00fcgung. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin Science Advances ver\u00f6ffentlicht und unterstreichen die Bedeutung des Kampfes gegen fragw\u00fcrdige Publikationsmodelle in der Wissenschaft.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Daniel Acua + Colorado + KI<br \/>(pz)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Gruppe von Informatikern an der University of Colorado Boulder hat mittels K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) ein erschreckendes Ph\u00e4nomen aufgedeckt: \u00dcber 1000 vermeintliche wissenschaftliche Fachzeitschriften weisen erhebliche Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel auf, was bei einer Pr\u00fcfung von mehr als 15.000 Titeln einen bedeutsamen Befund darstellt. 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