{"id":14696,"date":"2025-10-15T18:15:42","date_gmt":"2025-10-15T18:15:42","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2025\/10\/15\/spyware-angriff-auf-europaabgeordneten-daniel-freund-sieht-orban-am-druecker\/"},"modified":"2025-10-15T18:15:42","modified_gmt":"2025-10-15T18:15:42","slug":"spyware-angriff-auf-europaabgeordneten-daniel-freund-sieht-orban-am-druecker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=14696","title":{"rendered":"Spyware-Angriff auf Europaabgeordneten: Daniel Freund sieht Orb\u00e1n am Dr\u00fccker!"},"content":{"rendered":"<p>Daniel Freund, ein gr\u00fcner Europaabgeordneter, und die Gesellschaft f\u00fcr Freiheitsrechte (GFF) haben nach einem mutma\u00dflichen Spyware-Angriff im vergangenen Jahr Anzeige erstattet. Im Zentrum steht ein versuchter Angriff mit Spyware des israelischen Unternehmens Candiru, dem Freund im Mai zum Opfer gefallen sein soll. Die Anschuldigung richtet sich gegen Ungarn sowie Viktor Orb\u00e1n, den ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten. Freund sieht in Orb\u00e1ns Ungarn den m\u00f6glichen Hintergrund des Angriffs und wirft ihm vor, hinter dem Vorfall zu stecken. Diese Annahme gr\u00fcndet auf mehreren Faktoren: Freund ist bekannt f\u00fcr seine scharfe Kritik an Orb\u00e1n und dessen Politik, insbesondere bez\u00fcglich Korruption. Zudem gilt Ungarn als Kunde von Candiru, was die Verbindung plausibler erscheinen l\u00e4sst. Sollte sich diese Theorie bewahrheiten, w\u00e4re es ein schwerwiegendes Eingreifen in die Unabh\u00e4ngigkeit des Europ\u00e4ischen Parlaments, betont Freund vehement. Die Anzeigen landeten bei verschiedenen Stellen: der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime der Justiz NRW, dem Bundeskriminalamt sowie Interpol. <\/p>\n<p>Der Verdacht auf ungarische Beteiligung basiert zwar nicht auf konkreten Beweisen, aber Freunds Sprecher argumentiert mit Ungarns Vergangenheit: Die \u00dcberwachung von Oppositionellen und Aktivisten durch Spyware in Ungarn ist dokumentiert. Freund selbst hatte Orb\u00e1n wiederholt als die korrupteste Person bezeichnet \u2013 ein Statement, das wohl zu Spannungen f\u00fchrte. In diesem Kontext erscheint Ungarn als der einzige plausible Akteur in dieser Angelegenheit. Die Hoffnung liegt auf einer Schuldzuweisung durch die Beh\u00f6rden. <\/p>\n<p>Im Fokus steht dabei Candiru, ein israelisches Unternehmen, das im Schattenmarkt f\u00fcr Spionagesoftware agiert, \u00e4hnlich wie die NSO Group (f\u00fcr Pegasus). Kunden sind Regierungen und Geheimdienste, darunter m\u00f6glicherweise auch deutsche Institutionen wie die Bundesregierung und das Bundeskriminalamt. Die US-Regierung unter Biden hatte beide Firmen 2021 auf eine schwarze Liste gesetzt, die Handelsbeschr\u00e4nkungen beinhaltet \u2013 diese Eintr\u00e4ge sind bis heute g\u00fcltig. Candiru war in der Vergangenheit bereits mit der Ausbeutung von Zero-Day-Sicherheitsl\u00fccken in g\u00e4ngigen Browsern sowie mit Spyware-Tools f\u00fcr diverse Plattformen (iOS, Android, Windows, MacOS) in Verbindung gebracht worden, darunter das Tool &#8222;DevilsTongue&#8220;. Die Aufkl\u00e4rung dieses Falles k\u00f6nnte somit weitreichende Folgen f\u00fcr den Umgang mit Spionagesoftware und deren Kontrolle haben.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Candiru + Orb\u00e1ns Ungarn + Viktor Orb\u00e1n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daniel Freund, ein gr\u00fcner Europaabgeordneter, und die Gesellschaft f\u00fcr Freiheitsrechte (GFF) haben nach einem mutma\u00dflichen Spyware-Angriff im vergangenen Jahr Anzeige erstattet. Im Zentrum steht ein versuchter Angriff mit Spyware des israelischen Unternehmens Candiru, dem Freund im Mai zum Opfer gefallen sein soll. 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