{"id":15125,"date":"2025-11-26T17:16:26","date_gmt":"2025-11-26T17:16:26","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2025\/11\/26\/schweizer-datenschutzbeauftragte-schraenken-nutzung-internationaler-cloud-dienste-ein\/"},"modified":"2025-11-26T17:16:26","modified_gmt":"2025-11-26T17:16:26","slug":"schweizer-datenschutzbeauftragte-schraenken-nutzung-internationaler-cloud-dienste-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=15125","title":{"rendered":"Schweizer Datenschutzbeauftragte schr\u00e4nken Nutzung internationaler Cloud-Dienste ein"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweizer Datenschutzbeauftragten haben mit einer neuen Resolution die Nutzung von internationalen Cloud-Diensten, insbesondere von Hyperscalern wie AWS, Google oder Microsoft, f\u00fcr eidgen\u00f6ssische Beh\u00f6rden deutlich eingeschr\u00e4nkt. Die Entscheidung reiht sich in die wachsende Diskussion \u00fcber den Umgang mit sensiblen Daten in der Cloud ein und hebt besonders die Verantwortung \u00f6ffentlicher Stellen hervor, wenn es um den Schutz der B\u00fcrgerdaten geht. <\/p>\n<p>Obwohl Cloud-Dienste durch ihre Skaleneffekte und dynamische Ressourcenallokation \u00e4u\u00dferst attraktiv f\u00fcr Beh\u00f6rden erscheinen, sehen die Datenschutzexperten bei der Auslagerung besonders sch\u00fctzenswerter oder geheimhaltungspflichtiger Daten in internationale Public Clouds erhebliche Risiken. <\/p>\n<p>Die Resolution f\u00fchrt faktisch zu einem Verbot der Nutzung dieser Dienste als umfassende Software-as-a-Service (SaaS)-L\u00f6sungen, sobald besonders sensible Daten im Spiel sind. \u00c4mter d\u00fcrfen Anwendungen wie Microsoft 365 somit haupts\u00e4chlich noch als Online-Speicher nutzen. <\/p>\n<p>Im Kern geht es um den Schutz vor unzureichender Verschl\u00fcsselung und dem damit verbundenen Kontrollverlust. Die meisten SaaS-L\u00f6sungen bieten keine echte Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung, die Daten auch vor Zugriff durch den Anbieter selbst sch\u00fctzt. Privat fordert daher strengere Sicherheitsgarantien und klare Regelungen f\u00fcr den Zugriff auf Daten, insbesondere wenn Geheimhaltungspflichten greifen. <\/p>\n<p>Ein weiterer Problempunkt ist die mangelnde Transparenz in der Datenverarbeitungskette. Die komplexen Strukturen mit externen Leistungserbringern und Subunternehmern erschweren die Kontrolle und Aufsicht. Zudem k\u00f6nnen Softwareanbieter Vertragsbedingungen einseitig anpassen, was zus\u00e4tzliche Unsicherheiten schafft. Besondere Sorgen bereitet den Datenschutzbeauftragten der US-Cloud-Act, der US-amerikanische Anbieter zur Herausgabe von Kundendaten an nationale Beh\u00f6rden verpflichten kann, selbst wenn diese in Schweizer Rechenzentren gespeichert sind. Dieser Act untergr\u00e4bt die Regeln der internationalen Rechtshilfe und schafft erhebliche Rechtsunsicherheiten, besonders f\u00fcr Daten mit Geheimhaltungspflicht. <\/p>\n<p>Die Resolution stellt die Beh\u00f6rden vor eine Herausforderung: Wie k\u00f6nnen sie ihre IT-Strategie anpassen und gleichzeitig von den Vorteilen von Cloud-Diensten profitieren, ohne die Schutzanforderungen zu vernachl\u00e4ssigen? Die Umsetzung der neuen Vorgaben wird entscheidend sein, um das Vertrauen in den Schutz sensibler Daten im digitalen Zeitalter zu wahren.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Microsoft + AWS + Google<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer Datenschutzbeauftragten haben mit einer neuen Resolution die Nutzung von internationalen Cloud-Diensten, insbesondere von Hyperscalern wie AWS, Google oder Microsoft, f\u00fcr eidgen\u00f6ssische Beh\u00f6rden deutlich eingeschr\u00e4nkt. 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