{"id":2281,"date":"2023-11-29T15:31:50","date_gmt":"2023-11-29T15:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2023\/11\/29\/glasfaserausbau-in-deutschland-nimmt-zu-deutsche-telekom-aktiviert-jedoch-nur-wenige-anschluesse\/"},"modified":"2023-11-29T15:31:50","modified_gmt":"2023-11-29T15:31:50","slug":"glasfaserausbau-in-deutschland-nimmt-zu-deutsche-telekom-aktiviert-jedoch-nur-wenige-anschluesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=2281","title":{"rendered":"&#8222;Glasfaserausbau in Deutschland nimmt zu, Deutsche Telekom aktiviert jedoch nur wenige Anschl\u00fcsse&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Der Glasfaserausbau in Deutschland nimmt laut einer aktuellen Marktstudie des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) stark zu. Allerdings werden bei der Deutschen Telekom nur wenige Anschl\u00fcsse aktiviert, was eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die restlichen Marktteilnehmer im Breitbandausbau darstellt. Der Umsatz mit Festnetzprodukten betr\u00e4gt derzeit 32,6 Milliarden Euro, wobei 5,7 Milliarden Euro im Breitbandkabelbereich erzielt werden. Wettbewerber generieren einen Umsatz von 10,4 Milliarden Euro, w\u00e4hrend die Deutsche Telekom einen Umsatz von 16,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Bereich des Mobilfunks bel\u00e4uft sich der Gesamtumsatz auf 27,6 Milliarden Euro, wobei Wettbewerber einen Anteil von 19 Milliarden Euro ausmachen und die Telekom 8,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Laut Andreas Walter, dem Studienleiter der Marktstudie, entfallen 50,6 Prozent der Ums\u00e4tze im Festnetzmarkt auf die Telekom. Trotzdem gibt es Berichte \u00fcber den R\u00fcckzug von Investoren aus Glasfaserprojekten. David Zimmer, Pr\u00e4sident des VATM, betont jedoch, dass es angesichts der vorliegenden Zahlen keinen Kollaps gibt. Langfristig k\u00f6nnte sich die Anzahl der Marktteilnehmer jedoch etwas verringern. Das Datenvolumen nimmt erneut signifikant zu. Im Durchschnitt werden pro Monat 320 Gigabyte \u00fcber Festnetzanschl\u00fcsse \u00fcbertragen, was eine Steigerung um 44,4 Gigabyte im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. \u00dcber die Mobilfunknetze erfolgt monatlich eine \u00dcbertragung von knapp 6,6 Gigabyte pro Nutzer. Die Deutsche Telekom dominiert den Markt der Festnetz-Breitbandanschl\u00fcsse. \u00dcber zwei Drittel (68,4 Prozent) der Leitungen geh\u00f6ren der Telekom. Dies liegt haupts\u00e4chlich an der Vectoring-Technologie, bei der Drittanbieter auf die Vorleistungen der Telekom angewiesen sind. Auch im Jahr 2023 setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Die Telekom erh\u00f6ht ihren Marktanteil bei den direkten DSL-Kunden auf 14 Millionen Endnutzer. Die Anzahl der Kabelnetz-Nutzer und DSL-Anschl\u00fcsse ist leicht zur\u00fcckgegangen, w\u00e4hrend der Glasfasermarkt einen Zuwachs von 0,8 Millionen Anschl\u00fcssen auf 4,2 Millionen verzeichnet. Es gibt eine zunehmende Anzahl von Menschen, die sich f\u00fcr h\u00f6here Downstreamraten entscheiden. Insgesamt nutzen 7,6 Prozent der Anschl\u00fcsse Gigabit-Geschwindigkeit, w\u00e4hrend 15,4 Prozent eine Geschwindigkeit von 250 Mbit\/s oder h\u00f6her haben. Die Anzahl der Zug\u00e4nge mit einer Geschwindigkeit von weniger als 16 Mbit\/s ist gesunken. Die Anschl\u00fcsse mit der h\u00f6chsten Geschwindigkeit werden \u00fcber die Kabelinfrastruktur genutzt. Von den insgesamt 26,5 Millionen Hybrid-Glasfaser-Koaxial-Anschl\u00fcssen stehen derzeit 16,2 Millionen Angebote f\u00fcr Glasfaser bis zum Geb\u00e4ude (FFTB\/FTTH) gegen\u00fcber. Bei 23,5 Prozent der beiden Anschlussm\u00f6glichkeiten gibt es eine \u00dcberlappung, was bedeutet, dass Nutzer sowohl \u00fcber Glasfaser als auch \u00fcber DOCSIS 3.1 Zugang zu Gigabit- oder noch schnelleren Downstream-Anschl\u00fcssen haben k\u00f6nnten. Bis Ende 2023 sollen \u00fcber 35 Prozent aller Haushalte und KMUs grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit haben, eine Glasfaseranbindung zu erhalten. Allerdings liegt das Kabel oft nur bis zur Haust\u00fcr und erreicht die Endkunden derzeit noch nicht. Die tats\u00e4chliche Nutzung von Glasfaser ist daher deutlich niedriger als das Potenzial. Der VATM-Pr\u00e4sident David Zimmer macht die hinderliche F\u00f6rderpolitik in Verbindung mit dem strategischen \u00dcberbau der Deutschen Telekom f\u00fcr den langsamen Fortschritt des Ausbaus verantwortlich. Es gibt mehr als 1000 Antr\u00e4ge auf F\u00f6rderung, was alle Beteiligten \u00fcberlastet. Zimmer appelliert an die Bundesregierung, verst\u00e4rkt auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu setzen. Die Telekom betreibt laut dem VATM einen Infrastrukturscheinwettbewerb und verdr\u00e4ngt damit andere Anbieter. Das Bundesdigitalministerium betont jedoch, dass ein mehrfacher Ausbau gesetzlich erlaubt ist. Eine Monitoringstelle soll im kommenden Jahr genauere Daten zum tats\u00e4chlichen und angek\u00fcndigten \u00dcberbau liefern.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Glasfaserausbau + Telekom + Marktverdr\u00e4ngung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Glasfaserausbau in Deutschland nimmt laut einer aktuellen Marktstudie des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) stark zu. Allerdings werden bei der Deutschen Telekom nur wenige Anschl\u00fcsse aktiviert, was eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die restlichen Marktteilnehmer im Breitbandausbau darstellt. 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