{"id":2615,"date":"2023-12-07T23:41:19","date_gmt":"2023-12-07T23:41:19","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2023\/12\/07\/internetgiganten-kaempfen-mit-dem-dsa-studie-enthuellt-verstoesse\/"},"modified":"2023-12-07T23:41:19","modified_gmt":"2023-12-07T23:41:19","slug":"internetgiganten-kaempfen-mit-dem-dsa-studie-enthuellt-verstoesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=2615","title":{"rendered":"Internetgiganten k\u00e4mpfen mit dem DSA &#8211; Studie enth\u00fcllt Verst\u00f6\u00dfe!"},"content":{"rendered":"<p>Trotz des seit 100 Tagen geltenden Digital Services Act (DSA) in der EU haben gro\u00dfe Internetkonzerne aus den USA und China immer noch Schwierigkeiten, die neuen rechtlichen Verpflichtungen zu erf\u00fcllen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), die am Montag in Berlin ver\u00f6ffentlicht wurde. Anscheinend setzen Unternehmen wie Amazon, Booking.com, Google Shopping und YouTube immer noch unzul\u00e4ssige Design-Strategien ein, um Verbraucher gezielt zu beeinflussen. <\/p>\n<p>Diese Design-Strategien, auch bekannt als &#8222;Dark Patterns&#8220;, sind Tricks, mit denen Unternehmen das menschliche Verhalten und die Wahrnehmungsmuster der Verbraucher ausnutzen k\u00f6nnen. Ab August 2023 d\u00fcrfen Anbieter von gro\u00dfen Online-Plattformen keine solchen Designtricks mehr verwenden. Aber offensichtlich scheinen einige Unternehmen die bestehenden Gesetze zu missachten oder nur unzureichend umzusetzen.<\/p>\n<p>Ramona Pop, Vorst\u00e4ndin des vzbv, betonte, dass diese Designtricks die Verbraucher manipulieren, verwirren oder t\u00e4uschen k\u00f6nnen. Das ist nat\u00fcrlich besorgniserregend. Es ist wichtig, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher auf Online-Plattformen nicht in die Irre gef\u00fchrt werden. Die Studie des vzbv zeigt auch erhebliche M\u00e4ngel bei der Offenlegung von Werbekriterien auf. Gro\u00dfe Online-Plattformen m\u00fcssen transparent und leicht verst\u00e4ndlich dar\u00fcber informieren, nach welchen Kriterien Werbeanzeigen geschaltet werden. Bisher hat keiner der \u00fcberpr\u00fcften Anbieter dieser Verpflichtung entsprochen.<\/p>\n<p>Der vzbv hat sich insbesondere die Werbeeinblendungen auf Instagram (Meta-Konzern), Snapchat, TikTok und Twitter genauer angesehen. Immerhin haben alle Plattformen au\u00dfer Snapchat die Anzeigeninhalte als Werbung gekennzeichnet und den jeweiligen Werbetreibenden namentlich genannt. Das ist immerhin ein kleiner Fortschritt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Darstellung des Kleingedruckten. Laut DSA m\u00fcssen die Anbieter ihre Kontaktinformationen deutlich sichtbar darstellen und ihre Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen (AGB) transparent gestalten. Leider ist der Zugang zu diesen Informationen f\u00fcr Verbraucher oft erschwert. Die AGB sind oft schwer zu finden und enthalten nicht immer alle erforderlichen Angaben. Der vzbv hat die AGB von Booking.com, der Google-Suche sowie den Apps von TikTok und Twitter untersucht. Einige AGB umfassten sogar \u00fcber 50 DIN-A4-Seiten. Das ist mehr Text als in einer durchschnittlichen Harry-Potter-Folge!<\/p>\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass die gro\u00dfen Internetkonzerne in Zukunft besser mit dem DSA umgehen und die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher respektieren. Der vzbv wird weiterhin darauf achten, dass die neuen Vorschriften eingehalten werden und Verst\u00f6\u00dfe konsequent geahndet werden. Denn am Ende des Tages ist es wichtig, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in der digitalen Welt fair behandelt werden. Also liebe Internetkonzerne, legt euch ins Zeug und lasst uns die dunklen Tricks hinter uns lassen!<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Digital Services Act DSA + Versto\u00df gegen rechtliche Verpflichtungen + Manipulation von Verbrauchern<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz des seit 100 Tagen geltenden Digital Services Act (DSA) in der EU haben gro\u00dfe Internetkonzerne aus den USA und China immer noch Schwierigkeiten, die neuen rechtlichen Verpflichtungen zu erf\u00fcllen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), die am Montag in Berlin ver\u00f6ffentlicht wurde. 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