{"id":2779,"date":"2023-12-19T14:37:10","date_gmt":"2023-12-19T14:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2023\/12\/19\/software-ag-verkauft-ihr-super-ipaas-geschaeft-an-ibm-fuer-213-milliarden-euro\/"},"modified":"2023-12-19T14:37:10","modified_gmt":"2023-12-19T14:37:10","slug":"software-ag-verkauft-ihr-super-ipaas-geschaeft-an-ibm-fuer-213-milliarden-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=2779","title":{"rendered":"Software AG verkauft ihr Super-iPaaS-Gesch\u00e4ft an IBM f\u00fcr 2,13 Milliarden Euro"},"content":{"rendered":"<p>Die Software AG hat \u00fcberraschenderweise beschlossen, ihr Super-iPaaS-Gesch\u00e4ft, bestehend aus webMethods und StreamSets, an IBM zu verkaufen. Der Kaufpreis betr\u00e4gt satte 2,13 Milliarden Euro. Das ist eine Menge Kleingeld, w\u00fcrde ich sagen. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen noch einige b\u00fcrokratische H\u00fcrden genommen werden, bevor der Deal abgeschlossen ist, aber das wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2024 passieren.<\/p>\n<p>Der Verkauf kam f\u00fcr viele \u00fcberraschend, denn erst im Herbst f\u00fchrte die Software AG stolz die Super iPaaS ein, eine Art Superheld unter den Integrationsplattformen. Diese sollte helfen, das Chaos der diversen Applikationen, Daten, APIs, B2B und Ereignisstr\u00f6me in den Griff zu bekommen und eine einheitliche Oberfl\u00e4che zu schaffen. Leider blieben die erhofften Wachstumsm\u00f6glichkeiten bisher aus.<\/p>\n<p>Im vergangenen Quartal konnte die Software AG nur einen mickrigen Wachstum von einem Prozent auf 134,9 Millionen Euro im Produktumsatz verzeichnen. Im Gegensatz dazu konnte das traditionelle Stammgesch\u00e4ft mit den Datenbankprodukten Adabas und Natural einen Anstieg um satte 18 Prozent auf 54,9 Millionen Euro verbuchen. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied.<\/p>\n<p>Auch der Umbau des Unternehmens unter der F\u00fchrung von CEO Sanjay Brahmawar verlief nicht gerade reibungslos. Vor zwei Jahren stieg der Investor Silver Lake als strategischer Partner ein, um den Umbau zu unterst\u00fctzen. Inzwischen h\u00e4lt Silver Lake \u00fcber 93 Prozent der Aktien und hat vor, die Software AG von der B\u00f6rse zu nehmen. Das nennt man wohl &#8222;Mission erf\u00fcllt&#8220;.<\/p>\n<p>Jetzt nutzt Silver Lake die Gelegenheit, Gewinne zu erzielen, indem sie webMethods und StreamSets an IBM verkaufen. Die Ank\u00fcndigungen seitens IBM, dass vorerst keine gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen geplant sind, haben sich jedoch als kurzlebig erwiesen. Die Software AG muss nun ihr verbleibendes Produktportfolio \u00fcberdenken und neu positionieren. Da w\u00e4ren zum Beispiel Datenbanken (Adabas &#038; Natural), Prozessmanagement (Aris), IT-Architektur-Management (Alfabet) und eine schicke IoT-Plattform namens Cumulocity.<\/p>\n<p>Sanjay Brahmawar hat sich zu den aktuellen Ereignissen ge\u00e4u\u00dfert und meinte, dass diese Transaktion ihre Strategie best\u00e4tigt und zeigt, wie wertvoll die Produkte sind, die das Herzst\u00fcck ihrer Super-iPaaS-Vision darstellen. Jetzt liegt es in den H\u00e4nden des IBM-Vertriebsteams, diese Vision zusammen mit ihren eigenen Produkten wie Watson, Red Hat und IT-Automatisierungstools umzusetzen und wirtschaftlich zu verwerten.<\/p>\n<p>Mal schauen, wie sich die Software AG nach diesem Verkauf neu erfindet. Vielleicht bringen sie ja als n\u00e4chstes einen Superhelden namens &#8222;Database-Man&#8220; auf den Markt? Wir werden es sehen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: IBMs Sanjay Brahmawar + Cumulocity + Adabas + Natural + Silver Lake<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Software AG hat \u00fcberraschenderweise beschlossen, ihr Super-iPaaS-Gesch\u00e4ft, bestehend aus webMethods und StreamSets, an IBM zu verkaufen. Der Kaufpreis betr\u00e4gt satte 2,13 Milliarden Euro. Das ist eine Menge Kleingeld, w\u00fcrde ich sagen. 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