{"id":3480,"date":"2024-01-24T12:43:15","date_gmt":"2024-01-24T12:43:15","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/01\/24\/russischer-staatsbuerger-mit-sanktionen-belegt-wegen-cyberangriff-auf-medibank\/"},"modified":"2024-01-24T12:43:15","modified_gmt":"2024-01-24T12:43:15","slug":"russischer-staatsbuerger-mit-sanktionen-belegt-wegen-cyberangriff-auf-medibank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=3480","title":{"rendered":"Russischer Staatsb\u00fcrger mit Sanktionen belegt wegen Cyberangriff auf Medibank"},"content":{"rendered":"<p>Ein 33-j\u00e4hriger russischer Staatsb\u00fcrger hat sich offensichtlich nicht ganz an die Spielregeln gehalten und wurde von Australien, den USA und Gro\u00dfbritannien mit Sanktionen belegt. Der Grund: Ihm wird vorgeworfen, eine ma\u00dfgebliche Rolle bei einem Cyberangriff auf den australischen Krankenversicherer Medibank gespielt zu haben. Da hat wohl jemand gedacht, er k\u00f6nne sich mal eben in die Datenbank eines der gr\u00f6\u00dften Krankenversicherer in Australien hacken und sich mit sensiblen Informationen von zehn Millionen Personen davonschleichen. Aber Pustekuchen!<\/p>\n<p>Das australische Au\u00dfenministerium hat hartn\u00e4ckig nachgeforscht und dabei die Verbindung des russischen Staatsb\u00fcrgers zu der Ransomware-Gruppe REvil aufgedeckt. Die haben es wohl auf Medibank abgesehen gehabt. Als Reaktion auf den Angriff haben die drei L\u00e4nder ein Verbot f\u00fcr jegliche Gesch\u00e4fte mit dem verd\u00e4chtigen Russen erlassen. Aber das ist noch nicht alles: Sie drohen ihm auch noch mit langj\u00e4hrigen Gef\u00e4ngnisstrafen, sollte er versuchen, Ransomware-Zahlungen mit Kryptow\u00e4hrungen zu t\u00e4tigen. Da hat wohl jemand m\u00e4chtig \u00c4rger am Hals.<\/p>\n<p>Aber wie ist es \u00fcberhaupt zu dem Angriff auf Medibank gekommen? Der Krankenversicherer wurde im Herbst 2022 Opfer eines Cyberangriffs. Anfangs war nicht klar, ob und wie viele Daten gestohlen wurden, aber sp\u00e4ter kam heraus, dass mehrere hundert Gigabyte an sensiblen Informationen entwendet wurden. Und was f\u00fcr Informationen das waren! Diagnosen, Behandlungen, Geburtsdaten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen \u2013 alles, was man f\u00fcr ein ausgiebiges Identit\u00e4tschaos braucht, war dabei.<\/p>\n<p>Medibank hatte sich allerdings geweigert, ein L\u00f6segeld zu zahlen. Und das hat die Angreifer wohl ziemlich sauer gemacht. Als Reaktion darauf haben sie die gestohlenen Daten kurzerhand im Darknet ver\u00f6ffentlicht. Das ist ja mal eine echt fiese Masche, aber offensichtlich hat Medibank sich nicht einsch\u00fcchtern lassen.<\/p>\n<p>Die Australische Bundespolizei hat dann sp\u00e4ter herausgefunden, dass die russische Cybercrime-Gruppe REvil hinter dem Angriff steckt. Und um zu zeigen, dass Australien es mit der Cyberkriminalit\u00e4t ernst meint, haben sie nun Sanktionen gegen einen der mutma\u00dflichen Drahtzieher verh\u00e4ngt. Die australische Au\u00dfenministerin Penny Wong betonte, dass diese Ma\u00dfnahme eine deutliche Botschaft sendet: Wer Australien und seine Bewohner angreift, wird zur Rechenschaft gezogen und muss die Konsequenzen tragen. Da k\u00f6nnen sich andere Cyberkriminelle ruhig mal eine Scheibe von abschneiden.<\/p>\n<p>Es ist schon beeindruckend, wie die Geheimdienste zusammengearbeitet und diese Sanktionen erm\u00f6glicht haben. Da hat jemand wohl gedacht, er k\u00f6nne sich in aller Ruhe im Cyberspace austoben, aber die Realit\u00e4t hat ihn eingeholt. Keine Sorge, der Spa\u00df h\u00f6rt hier nicht auf \u2013 die Jagd nach Cyberkriminellen geht weiter.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Australien + Australiens + REvil<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein 33-j\u00e4hriger russischer Staatsb\u00fcrger hat sich offensichtlich nicht ganz an die Spielregeln gehalten und wurde von Australien, den USA und Gro\u00dfbritannien mit Sanktionen belegt. Der Grund: Ihm wird vorgeworfen, eine ma\u00dfgebliche Rolle bei einem Cyberangriff auf den australischen Krankenversicherer Medibank gespielt zu haben. 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