{"id":3486,"date":"2024-01-24T14:09:02","date_gmt":"2024-01-24T14:09:02","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/01\/24\/cyber-attacken-und-it-stoerungen-bafin-warnt-vor-gefahren-fuer-den-finanzsektor\/"},"modified":"2024-01-24T14:09:02","modified_gmt":"2024-01-24T14:09:02","slug":"cyber-attacken-und-it-stoerungen-bafin-warnt-vor-gefahren-fuer-den-finanzsektor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=3486","title":{"rendered":"Cyber-Attacken und IT-St\u00f6rungen: BaFin warnt vor Gefahren f\u00fcr den Finanzsektor"},"content":{"rendered":"<p>Cyber-Attacken und technische St\u00f6rungen im IT-Bereich stellen laut der Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine der gr\u00f6\u00dften Gefahren f\u00fcr den Finanzsektor dar. BaFin-Pr\u00e4sident Mark Branson betonte, dass die Finanzbranche derzeit gute bis sehr gute finanzielle Ergebnisse vorweist. Allerdings sollten nicht nur die Aktion\u00e4re von den Gewinnen profitieren, sondern auch andere Beteiligte. Es ist von gro\u00dfer Bedeutung, dass die Risikovorsorge angemessen ber\u00fccksichtigt und nicht vernachl\u00e4ssigt wird. Branson ist der Ansicht, dass Unternehmen verst\u00e4rkt in ihre operationelle Sicherheit und Stabilit\u00e4t investieren sollten.<\/p>\n<p>Laut einem Bericht der BaFin \u00fcber Risiken in der Finanzwirtschaft k\u00f6nnen solche St\u00f6rungen nicht nur bei Banken oder Versicherungen auftreten, sondern auch bei ihren Dienstleistern. Dies k\u00f6nnte das gesamte System negativ beeinflussen. In einigen Branchen sind nur wenige spezialisierte IT-Dienstleister in Deutschland f\u00fcr eine Vielzahl von Kreditinstituten und Versicherern t\u00e4tig. Aus diesem Grund hat die BaFin besondere Ma\u00dfnahmen ergriffen, um Risiken durch solche Konzentrationen zu adressieren.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df dem Bericht besteht die M\u00f6glichkeit, dass bei IT-Dienstleistern mit mehreren Mandanten pl\u00f6tzliche St\u00f6rungen auftreten, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnten, dass mehrere \u00fcberwachte Unternehmen gleichzeitig nicht mehr auf ihre Dienstleistungen zugreifen k\u00f6nnen. Dies stellt eine besondere Herausforderung dar, da kritische Prozesse, von denen die Unternehmen im Finanzsektor abh\u00e4ngig sind, davon betroffen sein k\u00f6nnen. Die Auslagerung von IT-Dienstleistungen an Subdienstleister k\u00f6nnte zus\u00e4tzliche Risiken mit sich bringen. Selbst Probleme bei einem Unterauftragnehmer k\u00f6nnten Auswirkungen auf die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette haben. Unternehmen, die ihre IT-Aufgaben auslagern, haben Schwierigkeiten, solche Abh\u00e4ngigkeiten und Risiken angemessen einzusch\u00e4tzen und zu kontrollieren. Im Falle von St\u00f6rungen w\u00e4re es f\u00fcr viele Finanzunternehmen eine Herausforderung, die ausgelagerten IT-Dienstleistungen an wenige andere Anbieter zu \u00fcbertragen, sofern sie nicht in der Lage sind, diese wieder selbst zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Die BaFin hat diese Erkenntnisse aus der Analyse des Marktes gewonnen. Besonders bei der Nutzung von Cloud-Computing und der Auslagerung von Teilprozessen im Zahlungsverkehr treten solche Probleme auf. In der Regel verf\u00fcgen Wettbewerber nicht \u00fcber ausreichende Ressourcen, um Kunden anderer Cloud-Anbieter kurzfristig zu \u00fcbernehmen. Seit Ende November 2022 erh\u00e4lt die BaFin Meldungen \u00fcber IT-Auslagerungen, die ihr dabei helfen, einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber den Markt zu gewinnen. Da sich diese Auslagerungen jedoch nur auf einen bestimmten Zeitpunkt beziehen, f\u00fchrt die BaFin Stichproben von den unter ihrer Aufsicht stehenden F\u00e4llen durch. Unternehmen im Finanzsektor, die einen bestimmten Dienstleister nutzen, werden von der BaFin \u00fcber potenziell schwerwiegende Vorf\u00e4lle bei diesem Dienstleister informiert.<\/p>\n<p>Die BaFin \u00fcberwacht bereits seit einigen Jahren gro\u00dfe IT-Dienstleister, die f\u00fcr Kreditinstitute arbeiten und mehrere Mandanten haben. Diese Dienstleister werden auch von der Deutschen Bundesbank \u00fcberpr\u00fcft. Der Bericht der BaFin verdeutlicht, dass K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) bereits in vielen Bereichen der Finanzwirtschaft Anwendung findet, wie beispielsweise bei der Kreditvergabe oder der Erstellung von Angeboten zur Schadensregulierung. Die BaFin vertritt die Ansicht, dass KI-Modelle nur dann verwendet werden sollten, wenn die daraus resultierenden Entscheidungen transparent sind. Zudem geht die BaFin davon aus, dass Quantencomputing in einigen Jahren im gesamten Finanzsektor eingesetzt werden k\u00f6nnte. Es besteht die M\u00f6glichkeit, dass Quantencomputer Sicherheitsl\u00fccken ausnutzen k\u00f6nnten, indem sie auch Verschl\u00fcsselungsmethoden \u00fcberwinden, die derzeit als sicher gelten.<\/p>\n<p>Laut der BaFin gibt es neben Cyber-Attacken und der zunehmenden Konzentration bei der Auslagerung von IT-Dienstleistungen weitere Hauptgefahren, darunter deutliche Zinssteigerungen, Korrekturen auf dem Immobilienmarkt, erhebliche Korrekturen auf den internationalen Finanzm\u00e4rkten, Ausf\u00e4lle von Krediten an deutsche Unternehmen sowie unzureichende Ma\u00dfnahmen zur Geldw\u00e4schebek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Mark Branson + Deutschland + KI<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cyber-Attacken und technische St\u00f6rungen im IT-Bereich stellen laut der Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine der gr\u00f6\u00dften Gefahren f\u00fcr den Finanzsektor dar. 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