{"id":3595,"date":"2024-01-27T17:24:12","date_gmt":"2024-01-27T17:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/01\/27\/elon-musk-alarmiert-demokratische-partei-und-wahlleiter-mit-trump-aehnlichen-aussagen-auf-x\/"},"modified":"2024-01-27T17:24:12","modified_gmt":"2024-01-27T17:24:12","slug":"elon-musk-alarmiert-demokratische-partei-und-wahlleiter-mit-trump-aehnlichen-aussagen-auf-x","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=3595","title":{"rendered":"Elon Musk alarmiert Demokratische Partei und Wahlleiter mit Trump-\u00e4hnlichen Aussagen auf X"},"content":{"rendered":"<p>Elon Musk wird immer mehr mit dem ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump verglichen, sowohl als Eigent\u00fcmer als auch als aktiver Benutzer der Plattform X. Diese Entwicklung hat die Demokratische Partei, B\u00fcrgerrechtler und Wahlleiter in den Vereinigten Staaten alarmiert.<\/p>\n<p>Als Trump im Fr\u00fchjahr 2020 noch Pr\u00e4sident war, warnte er auf Twitter vor m\u00f6glicher Wahlmanipulation durch vermehrten Einsatz der Briefwahl. Diese Behauptung wurde schnell vom damaligen Plattformbetreiber widerlegt und es wurde darauf hingewiesen, dass man sich \u00fcber die Fakten zur Briefwahl informieren solle. Experten sahen keinen Zusammenhang mit Wahlbetrug.<\/p>\n<p>Nachdem Musk Twitter gekauft und in X umbenannt hatte, verbreitete er \u00e4hnliche Aussagen im Stil von Trump. Diese wurden jedoch nicht faktisch \u00fcberpr\u00fcft. Dies \u00fcberrascht nicht, da Musk nach der \u00dcbernahme von Twitter tausende Mitarbeiter entlie\u00df. Der Milliard\u00e4r verl\u00e4sst sich bei der \u00dcberpr\u00fcfung von Beitr\u00e4gen nicht auf eigene Moderatoren, sondern auf Community-Notizen. Diese sollen idealerweise zur Richtigstellung von Fehlinformationen beitragen. Offensichtlich gilt dies jedoch nicht f\u00fcr Beitr\u00e4ge, die von Musk selbst ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Laut der New York Times konnte Musk am 10. Januar f\u00e4lschlicherweise und ohne Widerspruch behaupten, dass illegale Einwanderer nicht daran gehindert werden, an Bundeswahlen teilzunehmen. Bereits einige Tage zuvor hatte er angedeutet, dass Biden und die Demokraten eine lockere Haltung bei Einwanderungsfragen einnehmen w\u00fcrden, da sie W\u00e4hler importieren w\u00fcrden. Diese Behauptung basiert auf einer Verschw\u00f6rungstheorie \u00fcber einen angeblichen Bev\u00f6lkerungsaustausch, die auch von Trump verbreitet wurde. Die New York Times stellt klar, dass es Ausl\u00e4ndern in den USA verboten ist, an Bundeswahlen teilzunehmen. Bei Versto\u00df drohen Gef\u00e4ngnisstrafen und Abschiebung.<\/p>\n<p>Musk \u00e4u\u00dferte auch allgemeinere Bedenken bez\u00fcglich des US-Wahlsystems. Am 8. Januar behauptete er, dass W\u00e4hler in den Vereinigten Staaten keinen offiziellen Ausweis der Regierung ben\u00f6tigen, um ihre Stimme abzugeben, und dass sie ihren Stimmzettel per Post versenden k\u00f6nnen. Diese Aussage ist absolut falsch. Der Beitrag wurde mehr als 59 Millionen Mal angesehen. Laut der New York Times gibt es in mehr als der H\u00e4lfte der Bundesstaaten die Anforderung, dass W\u00e4hler beim Urnengang einen Ausweis vorzeigen m\u00fcssen. In den meisten anderen F\u00e4llen werden zumindest Unterschriften, eidesstattliche Erkl\u00e4rungen oder Angaben von Geburtsdaten ben\u00f6tigt. Gem\u00e4\u00df Bundesrecht m\u00fcssen W\u00e4hler bei der Registrierung ihre Identit\u00e4t nachweisen.<\/p>\n<p>Julie Chvez Rodrguez, Wahlkampfmanagerin von Biden, kritisiert die Aussagen von Musk als \u00e4u\u00dferst unverantwortlich, da sie falsche Informationen verbreiten und Misstrauen gegen\u00fcber dem Wahlprozess sch\u00fcren. Es ist besonders bedenklich, wenn solche Aussagen vom Eigent\u00fcmer einer Social-Media-Plattform kommen. Maya Wiley, die Leiterin der Leadership Conference on Civil and Human Rights, \u00e4u\u00dfert die Besorgnis, dass das Verhalten von Musk einen Pr\u00e4zedenzfall schaffen k\u00f6nnte, der auch Desinformation auf Plattformen wie Facebook und YouTube erm\u00f6glicht. Stephen Richer, Wahlprotokollant im Kreis Maricopa in Arizona, bem\u00e4ngelt, dass solche irref\u00fchrenden Angaben eine potenzielle Belastung darstellen.<\/p>\n<p>Nachdem das Ausw\u00e4rtige Amt k\u00fcrzlich eine Desinformationskampagne mit pro-russischer Ausrichtung auf der Plattform X identifiziert hat, fordert auch die Vorsitzende der SPD, Saskia Esken, eine verst\u00e4rkte politische Druckaus\u00fcbung auf Musk. Es ist nun notwendig, die beh\u00f6rdlichen Strukturen f\u00fcr die Umsetzung des Digital Services Act (DSA) schnell aufzubauen und mit kompetenten Personen zu besetzen. Esken betonte gegen\u00fcber dem Tagesspiegel die Notwendigkeit, unsere Demokratie und offene Gesellschaft vor feindlichen Cyberangriffen autorit\u00e4rer Staaten wie Russland zu sch\u00fctzen. Es ist notwendig, dass die Europ\u00e4ische Union gest\u00fctzt auf das DSA effektivere Ma\u00dfnahmen gegen Desinformation im Internet ergreift. Die EU-Kommission hat bereits Mitte Dezember ein Verletzungsverfahren gegen X eingeleitet.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Elon Musk + X + Musks<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elon Musk wird immer mehr mit dem ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump verglichen, sowohl als Eigent\u00fcmer als auch als aktiver Benutzer der Plattform X. Diese Entwicklung hat die Demokratische Partei, B\u00fcrgerrechtler und Wahlleiter in den Vereinigten Staaten alarmiert. 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