{"id":3629,"date":"2024-01-29T17:27:08","date_gmt":"2024-01-29T17:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/01\/29\/nachhaltige-kuenstliche-intelligenz-wie-umweltfreundlich-sind-ki-systeme-wirklich\/"},"modified":"2024-01-29T17:27:08","modified_gmt":"2024-01-29T17:27:08","slug":"nachhaltige-kuenstliche-intelligenz-wie-umweltfreundlich-sind-ki-systeme-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=3629","title":{"rendered":"Nachhaltige K\u00fcnstliche Intelligenz: Wie umweltfreundlich sind KI-Systeme wirklich?"},"content":{"rendered":"<p>Die rasante Entwicklung von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) bietet gro\u00dfe M\u00f6glichkeiten, den Klimawandel zu bek\u00e4mpfen und eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Doch wie umweltfreundlich sind diese Technologien wirklich? Diese Frage besch\u00e4ftigt nicht nur Verbraucher, sondern auch politische Entscheidungstr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Christian K\u00fchn, parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Umwelt und Verbraucherschutz (BMUV), ist der Ansicht, dass es f\u00fcr Verbraucher unverzichtbar ist, zu wissen, ob eine KI umweltfreundlich ist oder nicht. Aus diesem Grund bef\u00fcrwortet K\u00fchn die Implementierung einer obligatorischen Bewertung der Technologiefolgen f\u00fcr individuelle KI-Systeme und -Modelle. Dies w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass die Betreiber den Energieverbrauch \u00fcber den gesamten Lebenszyklus offenlegen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>K\u00fchn erkennt das enorme Potenzial der K\u00fcnstlichen Intelligenz, den Klimawandel zu bek\u00e4mpfen. Beispielsweise k\u00f6nnte die Steuerung von Kl\u00e4ranlagen angepasst werden, um den Aussto\u00df von Klimagasen zu reduzieren. Auch in der Landwirtschaft besteht die M\u00f6glichkeit, die Biodiversit\u00e4t effektiver zu sch\u00fctzen, indem man sich von gro\u00dfen Maschinen distanziert. Allerdings gibt es auch Herausforderungen, wie den hohen Ressourcenverbrauch und andere Zielkonflikte wie Rebound-Effekte.<\/p>\n<p>F\u00fcr K\u00fchn umfasst nachhaltige K\u00fcnstliche Intelligenz nicht nur Effizienz. Auf einer Konferenz der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung in Berlin betonte er, dass es wichtig ist, auch die Anwendungen im Auge zu behalten. In diesem Kontext spielt die Standardisierung eine bedeutende Rolle bei der Umstellung der Wirtschaft. KI sollte nicht wie eine Gl\u00fchlampe sein, sondern eher wie energieeffizientes LED-Licht, das weniger Strom verbraucht.<\/p>\n<p>Der parlamentarische Staatssekret\u00e4r betont auch die Notwendigkeit von Regulierung. Mit der KI-Verordnung wird ein bedeutender Schritt nach vorne gemacht, um den Schutz der Demokratie unter den neuen technischen Voraussetzungen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Das Europ\u00e4ische Parlament betonte in seiner Stellungnahme zum AI Act die Notwendigkeit f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen, alle verf\u00fcgbaren technologischen Fortschritte, einschlie\u00dflich KI, zu nutzen, um das Ziel der Klimaneutralit\u00e4t zu unterst\u00fctzen. Allerdings wurde dieser Abschnitt in den Verhandlungen mit dem Rat der Europ\u00e4ischen Union nicht beibehalten.<\/p>\n<p>Laut Natali Helberger, einer Informationsrechtlerin aus Amsterdam, m\u00fcssen Basismodelle wie GPT, Gemini, LaMDA oder LLaMA eine technische Dokumentation vorlegen und Transparenz in Bezug auf urheberrechtlich gesch\u00fctzte Inhalte und den Energieverbrauch gew\u00e4hrleisten. Allerdings ist eine umfassende Bewertung und Minimierung von Risiken nur bei einer erheblichen Rechenleistung und einer gro\u00dfen Anzahl von Nutzern notwendig. Es gibt kein europ\u00e4isches Modell, das in diese Kategorie passt.<\/p>\n<p>Dies hat zur paradoxen Situation gef\u00fchrt, dass vor allem gro\u00dfe internationale Unternehmen sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen m\u00fcssen, um den EU-Richtlinien zu entsprechen. Die komplexe Wertsch\u00f6pfungskette hinter generativer KI muss genauer untersucht werden, forderte K\u00fchn. Dies erfordert eine kollaborative Anstrengung zahlreicher Beteiligter und Wissensnetzwerke, die von der Infrastruktur \u00fcber die Datenerfassung und -bereinigung bis hin zur Anwendung in der Industrie und bei Endverbrauchern reicht.<\/p>\n<p>Friederike Rohde, Expertin am Institut f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W), \u00e4u\u00dferte Bedenken hinsichtlich der Konsistenz dieser Aussage. Die alleinige Schulung von GPT-3 durch OpenAI hat zu einem Aussto\u00df von 500 Tonnen CO2 gef\u00fchrt. Bei Anwendungen wie dem autonomen Fahren werden zus\u00e4tzlich bis zu 30 Hardwarekomponenten wie Sensoren, Lidar und GPS verwendet, die ebenfalls Energie und Ressourcen verbrauchen. Der Einsatz von KI nimmt exponentiell zu, insbesondere in Bereichen wie Bildung und Gesundheitswesen. Daher ist ungewiss, wie die Technologie die Umstellung auf nachhaltige Mobilit\u00e4t oder den gr\u00fcnen Wandel vorantreiben wird.<\/p>\n<p>David Koch vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) wies darauf hin, dass die Emission von 500 Tonnen CO2 dem Bau von 15 Einfamilienh\u00e4usern entspricht. Dennoch betonte er, dass die Vorteile der KI \u00fcberwiegen, insbesondere in der Kunststoffindustrie, wo eine verbesserte Prozessf\u00fchrung den Einsatz von leicht recycelbaren Materialien erm\u00f6glicht. Es ist jedoch von grundlegender Bedeutung, dass die \u00f6kologischen Auswirkungen des Trainings ber\u00fccksichtigt werden und Unternehmen in den CO2-Handel einbezogen werden.<\/p>\n<p>Es ist klar, dass die Umweltfreundlichkeit von KI-Systemen und -Modellen ein wichtiger Faktor ist, den es zu ber\u00fccksichtigen gilt. Politische Entscheidungstr\u00e4ger, Experten und Unternehmen m\u00fcssen gemeinsam daran arbeiten, nachhaltige K\u00fcnstliche Intelligenz zu f\u00f6rdern und die \u00f6kologischen Auswirkungen zu minimieren. Nur so kann KI ihr volles Potenzial entfalten und einen positiven Beitrag zur Bew\u00e4ltigung der globalen Herausforderungen leisten.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: KI + Christian K\u00fchn + BMUV<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die rasante Entwicklung von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) bietet gro\u00dfe M\u00f6glichkeiten, den Klimawandel zu bek\u00e4mpfen und eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Doch wie umweltfreundlich sind diese Technologien wirklich? Diese Frage besch\u00e4ftigt nicht nur Verbraucher, sondern auch politische Entscheidungstr\u00e4ger. Christian K\u00fchn, parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Umwelt und Verbraucherschutz (BMUV), ist der&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":3628,"comment_status":"","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3629","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3629\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3628"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}