{"id":3699,"date":"2024-01-31T12:34:45","date_gmt":"2024-01-31T12:34:45","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/01\/31\/deepfakes-wenn-ki-und-menschliche-boshaftigkeit-sich-zusammentun-das-internet-als-spielplatz-fuer-virtuelle-schurken\/"},"modified":"2024-01-31T12:34:45","modified_gmt":"2024-01-31T12:34:45","slug":"deepfakes-wenn-ki-und-menschliche-boshaftigkeit-sich-zusammentun-das-internet-als-spielplatz-fuer-virtuelle-schurken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=3699","title":{"rendered":"Deepfakes: Wenn KI und menschliche Boshaftigkeit sich zusammentun \u2013 das Internet als Spielplatz f\u00fcr virtuelle Schurken!"},"content":{"rendered":"<p>Deepfakes \u2013 die unausweichliche Konsequenz, wenn KI und menschliche Boshaftigkeit aufeinandertreffen. Da denkt man, man hat schon alles gesehen, und dann tauchen pl\u00f6tzlich t\u00e4uschend echte F\u00e4lschungen von Personen im Internet auf. Gesichter werden ausgetauscht, Videos manipuliert, Bilder verf\u00e4lscht \u2013 und schon hat man eine neue Form der sexuellen Bel\u00e4stigung. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch, Technologie!<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche traf es Taylor Swift, den Popstar mit unersch\u00fctterlicher Bad-Laune-Vermeidungsf\u00e4higkeit. Pl\u00f6tzlich verbreiteten sich sexuell explizite Aufnahmen von ihr wie ein Lauffeuer im Internet. Millionen von Menschen wurden auf Social-Media-Plattformen mit gef\u00e4lschten Pornos konfrontiert, die von ein paar Unbekannten erstellt wurden. Das ist ja gerade das, was wir im Internet so lieben \u2013 anonyme Widerlinge, die sich einen Spa\u00df daraus machen, das Leben anderer Menschen zu ruinieren.<\/p>\n<p>Um die Verbreitung dieser Deepfakes einzud\u00e4mmen, griff der Kurznachrichtendienst X zu drastischen Ma\u00dfnahmen und blockierte einfach alle Suchanfragen nach der S\u00e4ngerin. Hey, wenn man schon nicht die Deepfakes stoppen kann, kann man zumindest die Leute daran hindern, danach zu suchen. Eine Strategie, die wahrscheinlich genauso gut funktioniert wie ein Regenschirm aus Papier gegen einen Orkan.<\/p>\n<p>Deepfakes sind keine neue Erscheinung, aber die rasante Entwicklung der KI in den letzten Jahren hat es deutlich einfacher gemacht, solche Inhalte zu erstellen. Und das f\u00fchrt nat\u00fcrlich zu einer schwerwiegenden Verletzung der Pers\u00f6nlichkeitsrechte. Frauen sind laut dem KI-Experten Henry Ajder, der den Bereich synthetische Medien erforscht, besonders stark davon betroffen. Na toll, als ob Frauen nicht schon genug mit Bel\u00e4stigung und Diskriminierung zu k\u00e4mpfen h\u00e4tten \u2013 jetzt bekommen sie auch noch KI-generierte Pornos hinterhergeschmissen. Tolle Entwicklung, Menschheit.<\/p>\n<p>Aber es gibt Hoffnung. Neue Instrumente und rechtliche Vorschriften sollen es schwieriger machen, Deepfakes als Waffe einzusetzen und die T\u00e4ter zur Rechenschaft zu ziehen. Zum Beispiel \u00fcberpr\u00fcfen soziale Plattformen bereits automatisch hochgeladene Beitr\u00e4ge und entfernen problematische Inhalte. Das ist zwar ein guter Anfang, aber wie die gef\u00e4lschten Swift-Pornos auf X verdeutlichen, ist dieser Prozess noch unvollst\u00e4ndig und erlaubt immer noch problematische Inhalte durchzuschl\u00fcpfen. <\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche technische L\u00f6sung zur Bew\u00e4ltigung dieses Problems ist das sogenannte Watermarking. Das ist so \u00e4hnlich wie das digitale \u00c4quivalent von einem Stempel mit &#8222;F\u00e4lschung&#8220; drauf. Durch die Verwendung unsichtbarer digitaler Wasserzeichen k\u00f6nnen Computer feststellen, ob eine Aufnahme mit Hilfe von KI generiert wurde oder nicht. Das klingt doch nach einer guten Idee \u2013 die KI \u00e4rgern, indem man ihr einen Stempel aufdr\u00fcckt. Vielleicht sollten wir das mit allen KI-Anwendungen machen, nur um sicherzugehen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist Watermarking noch in der experimentellen Phase und wird nicht weit verbreitet eingesetzt. Aber es gibt auch andere Abwehrwerkzeuge, die den Nutzern helfen k\u00f6nnen, sich gegen Deepfakes zu sch\u00fctzen. Tools wie PhotoGuard und Fawkes ver\u00e4ndern die Pixel in Fotos auf eine Weise, die f\u00fcr das menschliche Auge unsichtbar ist. Das ist wie eine geheime Tarnkappe f\u00fcr Bilder \u2013 die perfekte Verteidigung gegen die b\u00f6sen KI-Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Die Bek\u00e4mpfung von Deepfakes ist eine Herausforderung, aber es gibt Fortschritte bei der Entwicklung von Instrumenten und rechtlichen Vorschriften, um diese Bedrohung einzud\u00e4mmen. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis diese L\u00f6sungen weit verbreitet und effektiv sind. In der Zwischenzeit sollten Nutzer vorsichtig sein, welche Inhalte sie teilen und welche Informationen sie im Internet preisgeben. Denn wie wir alle wissen, ist das Internet ein Ort voller Wunder \u2013 und leider auch voller Idioten, die uns das Leben schwer machen wollen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Google + PhotoGuard + Chicago<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deepfakes \u2013 die unausweichliche Konsequenz, wenn KI und menschliche Boshaftigkeit aufeinandertreffen. Da denkt man, man hat schon alles gesehen, und dann tauchen pl\u00f6tzlich t\u00e4uschend echte F\u00e4lschungen von Personen im Internet auf. Gesichter werden ausgetauscht, Videos manipuliert, Bilder verf\u00e4lscht \u2013 und schon hat man eine neue Form der sexuellen Bel\u00e4stigung. 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