{"id":4015,"date":"2024-02-02T09:21:52","date_gmt":"2024-02-02T09:21:52","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/02\/02\/kit-entwickelt-automatisierte-werkzeugkette-fuer-anspruchsvolle-anwendungen-in-der-mobilitaet\/"},"modified":"2024-02-02T09:21:52","modified_gmt":"2024-02-02T09:21:52","slug":"kit-entwickelt-automatisierte-werkzeugkette-fuer-anspruchsvolle-anwendungen-in-der-mobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=4015","title":{"rendered":"KIT entwickelt automatisierte Werkzeugkette f\u00fcr anspruchsvolle Anwendungen in der Mobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) hat im Rahmen des Verbundprojekts XANDAR gemeinsam mit acht europ\u00e4ischen Partnern eine automatisierte Werkzeugkette f\u00fcr die Entwicklung anspruchsvoller Anwendungen in der zuk\u00fcnftigen Mobilit\u00e4t entwickelt. Diese Werkzeugkette erf\u00fcllt nicht nur die Anforderungen an Echtzeitverarbeitung, sondern auch an Sicherheit.<\/p>\n<p>Die Partner haben die automatisierte Werkzeugkette eingesetzt, um eine zuverl\u00e4ssige Fusion von Sensordaten f\u00fcr den autonomen Stra\u00dfenverkehr zu entwickeln. Zudem wurde ein Assistenzsystem entwickelt, das Piloten bei der Vermeidung von Kollisionen unterst\u00fctzt. Die Bedeutung von Softwarel\u00f6sungen in der Verkehrsumgestaltung und Mobilit\u00e4t nimmt stetig zu und die Anforderungen an solche Systeme werden immer komplexer.<\/p>\n<p>Bei autonomen Fahrzeugen erfolgt die Umgebungserkennung durch rechenintensive KI-Algorithmen. Gleichzeitig ist eine nahtlose Integration der Software in umfangreiche Netzwerke erforderlich, um die korrekte Umsetzung der Route zu gew\u00e4hrleisten, erkl\u00e4rt Professor J\u00fcrgen Becker, Leiter des Instituts f\u00fcr Technik der Informationsverarbeitung am KIT. Zudem m\u00fcssen bei autonomen Fahrzeugen unbefugte Zugriffe von au\u00dfen verhindert werden, um Datenlecks oder gef\u00e4hrliches Verhalten zu vermeiden.<\/p>\n<p>Das Hauptziel des Projekts war es, den manuellen Entwicklungsaufwand f\u00fcr solche kritischen Anwendungen zu minimieren und den Prozess effizienter, kosteng\u00fcnstiger und weniger fehleranf\u00e4llig zu machen. Im Rahmen des Projekts wurden Konzepte zur umfassenden Automatisierung der Entwicklung von kritischen Anwendungen entwickelt. Dabei wurde ein innovativer Ansatz namens X-by-Construction (XbC) verwendet. Dieser Ansatz erfasst die gew\u00fcnschten Eigenschaften des Systems formal und wandelt sie durch einen schrittweisen Prozess in eine fehlerfreie und ausf\u00fchrbare Implementierung um. Dieser Ansatz kann auf eine breite Palette von Aufgaben angewendet werden, einschlie\u00dflich Sicherheits- und Echtzeitanforderungen.<\/p>\n<p>Die neu entwickelten Ans\u00e4tze wurden am Ende des Projekts anhand aktueller anwendungsspezifischer Anforderungen bewertet. Nach erfolgreicher Bewertung im Automobil- und Luftfahrtbereich wurden die Konzepte in eine Werkzeugkette integriert. Diese Werkzeugkette besteht aus einer systematischen Zusammenstellung von Programmen, die miteinander interagieren, um das Softwaresystem zu erstellen, erkl\u00e4rt Tobias D\u00f6rr, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITIV. Zudem wurden Mechanismen entwickelt, die auf der Zielhardware eingesetzt werden und das zeitliche Zusammenspiel von Softwareapplikationen steuern.<\/p>\n<p>Das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) und die BMW Group haben die Konzepte auf ihre individuellen Systeme f\u00fcr die Luftmobilit\u00e4t und den Stra\u00dfenverkehr angewendet. Mit Hilfe der XbC-Werkzeugkette wurde ein Kollisionsvermeidungs-Assistenzsystem f\u00fcr Piloten und ein Sensorfusionssystem f\u00fcr autonome Stra\u00dfenfahrzeuge entwickelt. Durch die Nutzung von XANDAR, einer neuen standardisierungsf\u00e4higen Werkzeugkette f\u00fcr Entwickler, k\u00f6nnen Kosten und Risiken reduziert werden. Diese Werkzeugkette erm\u00f6glicht es Entwicklern, kritische Softwaresysteme f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Mobilit\u00e4t sicher zu gestalten. Laut Becker f\u00fchrt dies auch zu einer Verringerung von Risiken und Kosten im Bereich moderner paralleler Softwaresysteme in der Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Am Projekt waren neben dem KIT, dem DLR und BMW auch die University of Peloponnese, die Queen&#8217;s University Belfast, AVN Innovative Technology Solutions, Vector Informatik und Fent Innovative Software Solutions beteiligt. Das Projekt wurde in den letzten drei Jahren von der Europ\u00e4ischen Kommission mit einer F\u00f6rderung von etwa f\u00fcnf Millionen Euro unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: KIT + XANDAR + BMW<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) hat im Rahmen des Verbundprojekts XANDAR gemeinsam mit acht europ\u00e4ischen Partnern eine automatisierte Werkzeugkette f\u00fcr die Entwicklung anspruchsvoller Anwendungen in der zuk\u00fcnftigen Mobilit\u00e4t entwickelt. Diese Werkzeugkette erf\u00fcllt nicht nur die Anforderungen an Echtzeitverarbeitung, sondern auch an Sicherheit. 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