{"id":4600,"date":"2024-02-11T23:45:48","date_gmt":"2024-02-11T23:45:48","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/02\/11\/technologietage-der-dsag-sap-anwender-fordern-konkrete-fakten-zu-kuenstlicher-intelligenz-und-cloud-services\/"},"modified":"2024-02-11T23:45:48","modified_gmt":"2024-02-11T23:45:48","slug":"technologietage-der-dsag-sap-anwender-fordern-konkrete-fakten-zu-kuenstlicher-intelligenz-und-cloud-services","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=4600","title":{"rendered":"Technologietage der DSAG: SAP-Anwender fordern konkrete Fakten zu k\u00fcnstlicher Intelligenz und Cloud-Services"},"content":{"rendered":"<p>Die diesj\u00e4hrigen Technologietage der deutschsprachigen SAP-Anwender (DSAG) standen unter dem Motto &#8222;Black Box &#8211; Von Vision zur Realit\u00e4t&#8220;. Kunden hatten m\u00f6glicherweise viele Pr\u00e4sentationen gesehen, aber nur wenige konkrete Fakten erhalten. SAP versicherte jedoch, dass dies nicht der Fall sei. Die DSAG repr\u00e4sentiert die SAP-Anwender in der DACH-Region und fungiert als eine Art Gewerkschaft f\u00fcr sie. Sie vertritt nicht nur die Interessen gro\u00dfer Unternehmen, sondern ist auch aktiv an der Weiterentwicklung der SAP-Systeme beteiligt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Technologietage in Hamburg kamen rund 3000 Teilnehmer zusammen, um \u00fcber die neuesten Technologien, insbesondere den Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz, zu diskutieren und Forderungen an den Softwarehersteller zu stellen. Laut Sebastian Westphal, dem Technologie-Vorstand der DSAG, bestehen aus kommerzieller, fachlicher und technologischer Sicht noch einige offene Fragen. Die Anwender sind daran interessiert, k\u00fcnstliche Intelligenz einzusetzen, doch die genaue Umsetzung bleibt unklar. Dieses Anliegen der Anwender wird im Motto der Tagung reflektiert, welches darauf abzielt, Vision und Realit\u00e4t miteinander zu verbinden.<\/p>\n<p>Seit November 2022 hat das Thema K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) durch die schnelle und bequeme Verf\u00fcgbarkeit von ChatGPT enorm an Bedeutung gewonnen, wie Sebastian Westphal, Fachvorstand Technologie der DSAG, erkl\u00e4rt. Aus Sicht der DSAG bleibt h\u00e4ufig unklar, was konkrete Anwendungen von k\u00fcnstlicher Intelligenz bedeuten. Bereits vor dem Hype um Generative KI und Large Language Models (LLMs) wurde KI eingesetzt, um verschiedene Aufgaben wie die Automatisierung von Prozessen oder die bessere Erkennung von Cyber-Bedrohungen mithilfe von Machine- und Deep-Learning-Modellen zu bew\u00e4ltigen. Wenn k\u00fcnstliche Intelligenz verst\u00e4rkt in bestehende Prozesse integriert wird und datengetriebene Ans\u00e4tze weiterentwickelt werden, wird dies langfristig dazu beitragen, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Wirtschaftlichkeit und Widerstandsf\u00e4higkeit der Unternehmen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen M\u00fcller plant, auch langj\u00e4hrige SAP-Hana-Kunden durch die Einf\u00fchrung von &#8222;Grow&#8220; in die zuk\u00fcnftige Technologie zu f\u00fchren. Dies k\u00f6nnte bei einigen Kunden Unsicherheit hervorrufen, aber SAP versichert ihnen, dass sie beruhigt sein k\u00f6nnen. Viele Kunden, die bisher auf S\/4HANA Private Cloud oder On-Premises gesetzt haben, sind durch die Ank\u00fcndigung von SAP im Sommer 2023 verunsichert worden. SAP hat angek\u00fcndigt, dass zuk\u00fcnftige Innovationen wie KI nur noch \u00fcber das &#8222;RISE-with-SAP-Premium-Angebot&#8220; verf\u00fcgbar sein werden. Jedoch beruhigt SAP-Vorstand J\u00fcrgen M\u00fcller die Gem\u00fcter: &#8222;Wir m\u00f6chten im Austausch mit der DSAG alle Kunden mit einbeziehen. Selbst langj\u00e4hrige SAP-Hana-Kunden sollen durch die Einf\u00fchrung von &#8222;Grow&#8220; Zugang zu den neuesten Technologien erhalten.&#8220;<\/p>\n<p>Die DSAG \u00e4u\u00dferte sofort Kritik: &#8222;Es ist kaum m\u00f6glich, die technische Integration von KI-Modellen von einem Vertragskonstrukt eines Anbieters abh\u00e4ngig zu machen, wenn man eine ganzheitliche IT-Architektur ber\u00fccksichtigt&#8220;, sagt DSAG-Technologievorstand Sebastian Westphal. Er betont weiterhin, dass es technisch nicht m\u00f6glich ist, k\u00fcnstliche Intelligenz nur noch in einem einzigen Cloud-Vertrags- und -Betriebsmodell anzubieten. Gro\u00dfsprachmodelle k\u00f6nnen unabh\u00e4ngig davon jederzeit realisiert werden. Die DSAG bewertet die Bekanntgabe des Generative AI-Hubs bei der letzten SAP TechEd positiv, da dieser technologisch die \u00d6ffnung f\u00fcr Business AI unterst\u00fctzt. Dadurch wird ein gemeinsamer Fokus auf Business AI erm\u00f6glicht. Um die Anbindung an externe LLM-Modelle, insbesondere Open AI, zu erm\u00f6glichen, werden die bereits vorhandenen SAP AI Core und SAP AI Launchpad auf der SAP Business Technology Platform (BTP) um einen Generative AI-Hub erweitert. Des Weiteren besteht die Planung, die Abrechnung \u00fcber ein individuelles Preismodell (AI Units) durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung von SAP Joule verdeutlicht den neuen Schwerpunkt von SAP auf Business AI. Es besteht weiterhin die Notwendigkeit zu handeln. &#8222;Wir sehen generell die strategische Ausrichtung von SAP positiv, insbesondere vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklungen im Bereich gro\u00dfer Modelle wie OpenAI und Bard&#8220;, sagt Sebastian Westphal. Allerdings bestehen f\u00fcr die DSAG noch einige offene Fragen aus kommerzieller, fachlicher und technologischer Perspektive. Beispielsweise sind transparente und bew\u00e4hrte Abrechnungsmodelle und -metriken erforderlich. Au\u00dferdem muss nachvollziehbar sein, dass geltende Richtlinien bei Prozessentscheidungen, die von k\u00fcnstlicher Intelligenz getroffen wurden, befolgt und dokumentiert wurden. Er r\u00e4umt jedoch ein, dass die praktische Klarheit der KI-Anwendungen noch nicht gegeben ist.<\/p>\n<p>Die Sicherheit ist auch im Zusammenhang mit KI ein bedeutendes Thema. K\u00fcnstliche Intelligenz leistet nicht nur Unterst\u00fctzung bei der Nutzung unterschiedlicher Funktionen. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt sie auch Cyberkriminelle dabei, schneller, effizienter und automatisierter zu handeln. Es ist sehr erfreulich, dass SAP plant, ein Security-Dashboard f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Kunden in Verbindung mit den Schnittstellen (API) und entsprechenden Partnerl\u00f6sungen f\u00fcr die SAP Analytics Cloud anzubieten. Sebastian Westphal zeigt sich zufrieden, da SAP damit eine langj\u00e4hrige Forderung der DSAG erf\u00fcllt und Kunden unterst\u00fctzt, die noch keine umfassende Monitoring-Infrastruktur implementiert haben. Bislang gibt es jedoch noch keine eindeutige Aussage von SAP dar\u00fcber, ob Security-Tools des Solution Managers \u00fcber das Jahr 2027 hinaus verf\u00fcgbar sein werden.<\/p>\n<p>Die Frage &#8222;Cloud all-in &#8211; Green IT: Quo vadis?&#8220; besch\u00e4ftigt sich mit dem Einsatz von Cloud-Services und dem Aufbau von cloudbasierten Infrastrukturen. Dabei wird es immer entscheidender, den damit einhergehenden Energieverbrauch zu ber\u00fccksichtigen. Folglich ist es erforderlich, dass die Cloud-Services von SAP in Zukunft eine deutlich h\u00f6here Flexibilit\u00e4t bei der Steuerung aufweisen. Selbstverst\u00e4ndlich erfordert dies auch entsprechende L\u00f6sungen von SAP. Sebastian Westphal kritisiert, dass die einseitige Preispolitik und Einstellung der bisherigen Produkte Sustainability Control Tower und Sustainability Footprint Management die Anwenderunternehmen dazu veranlassen, nach Alternativl\u00f6sungen mit langfristigen Einsatzszenarien zu suchen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: KI + SAP TechEd + DSAG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die diesj\u00e4hrigen Technologietage der deutschsprachigen SAP-Anwender (DSAG) standen unter dem Motto &#8222;Black Box &#8211; Von Vision zur Realit\u00e4t&#8220;. Kunden hatten m\u00f6glicherweise viele Pr\u00e4sentationen gesehen, aber nur wenige konkrete Fakten erhalten. SAP versicherte jedoch, dass dies nicht der Fall sei. 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