{"id":4765,"date":"2024-02-15T21:21:49","date_gmt":"2024-02-15T21:21:49","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/02\/15\/europaeische-kommission-klebt-am-thema-tech-giganten-sollen-zahlen-egal-was-die-leute-denken\/"},"modified":"2024-02-15T21:21:49","modified_gmt":"2024-02-15T21:21:49","slug":"europaeische-kommission-klebt-am-thema-tech-giganten-sollen-zahlen-egal-was-die-leute-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=4765","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Kommission klebt am Thema: Tech-Giganten sollen zahlen &#8211; egal, was die Leute denken!"},"content":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat es also wieder getan! Sie bleibt hartn\u00e4ckig dabei, dass die gro\u00dfen Tech-Konzerne zur Kasse gebeten werden sollen, wenn es um die Kosten f\u00fcr die Infrastruktur der Netze geht. Obwohl eine Mehrheit der Teilnehmer einer Konsultation gegen eine solche Infrastrukturabgabe gestimmt hat, taucht der Ansatz namens &#8222;Fair Share&#8220; oder &#8222;Sender Pays&#8220; nun wieder in einem Entwurf der Kommission auf. Man k\u00f6nnte meinen, diese Idee sei so hartn\u00e4ckig wie ein Kaugummi, der sich an deiner Schuhsohle festklebt.<\/p>\n<p>Die Kommission m\u00f6chte also, dass Unternehmen wie Amazon, Apple, Google, Meta, Microsoft und Netflix einen angemessenen Beitrag zum Ausbau von Glasfaser und 5G leisten. Und das, obwohl die meisten Teilnehmer der Konsultation dagegen waren. Aber wer braucht schon die Meinung der Menschen, wenn es um Geld geht, oder?<\/p>\n<p>Laut dem EU-Politikprogramm &#8222;Weg in die digitale Dekade&#8220; sollen alle Marktakteure, die vom digitalen Wandel profitieren, soziale Verantwortung \u00fcbernehmen und einen fairen Beitrag leisten. Klingt ja eigentlich vern\u00fcnftig. Aber nat\u00fcrlich sind es gerade die gro\u00dfen Telekommunikationsunternehmen und der Branchenverband ETNO, die sich f\u00fcr diese Datenmaut stark machen. Vermutlich sehen sie darin die perfekte M\u00f6glichkeit, noch mehr Profit zu machen und ihre Geldspeicher zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die Kommission sch\u00e4tzt, dass \u00fcber 200 Milliarden Euro f\u00fcr den Ausbau der digitalen Infrastruktur Europas ben\u00f6tigt werden. Das ist eine stolze Summe! Und die Frage ist, ob die Telekommunikationsunternehmen in der Lage sind, dieses Geld aufzubringen. Schlie\u00dflich k\u00f6nnte eine Zur\u00fcckhaltung der Investoren auf die Fragmentierung des Telekommunikationsmarktes zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Aber hey, wer braucht schon Investoren, wenn man gro\u00dfe Tech-Konzerne zur Kasse bitten kann, oder?<\/p>\n<p>Die Kommission plant auch, die Regulierung des expandierenden Cloud-Marktes anzugehen und die Vorschriften f\u00fcr IT-Unternehmen st\u00e4rker an diejenigen f\u00fcr Netzbetreiber anzupassen. Denn leistungsstarke digitale Infrastrukturen sind entscheidend f\u00fcr Autos, die miteinander kommunizieren, \u00c4rzte, die ihre Patienten aus der Ferne behandeln, und andere zuk\u00fcnftige Anwendungen, die das Leben erleichtern sollen. Aber Moment mal, sollten nicht f\u00fcr alle Beteiligten gleiche Regeln gelten? Oder ist es in Ordnung, wenn die gro\u00dfen Tech-Konzerne ihre eigenen Regeln haben?<\/p>\n<p>Es ist auch interessant zu sehen, wie die Kommission sich Gedanken \u00fcber den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck der gro\u00dfen Technologieunternehmen macht. Laure de la Raudiere, die Pr\u00e4sidentin der franz\u00f6sischen Regulierungsbeh\u00f6rde, hat vorgeschlagen, dass diese Unternehmen finanziell f\u00fcr ihren CO-Fu\u00dfabdruck verantwortlich gemacht werden sollten. Vielleicht sollten sie auch daf\u00fcr sorgen, dass hochaufl\u00f6sende Filme erst gar nicht geladen werden oder Videos im Cache gespeichert werden, um nahtlose automatische Wiedergabe zu erm\u00f6glichen. Denn der gesteigerte Datenverkehr tr\u00e4gt zu einem h\u00f6heren CO-Fu\u00dfabdruck bei. Aber hey, wer braucht schon hochaufl\u00f6sende Filme, wenn man seinen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck reduzieren kann?<\/p>\n<p>Es scheint also, als ob die Kommission eine Vision hat, Europa zu einem globalen Spitzenreiter im Telekommunikationssektor zu machen. Aber um das zu erreichen, braucht es europ\u00e4ische Telekommunikationsunternehmen, die grenz\u00fcberschreitend t\u00e4tig sind. Deshalb erw\u00e4gt die Kommission sogar, die Fusionskontrolle zugunsten einiger weniger europ\u00e4ischer Champions zu lockern. Es bleibt abzuwarten, ob diese Idee aufgeht oder ob sie sich nur als Sturm im Wasserglas entpuppt.<\/p>\n<p>Insgesamt zeigt der Entwurf der Kommission, dass sie weiterhin hartn\u00e4ckig an ihrem Plan festh\u00e4lt, die gro\u00dfen Tech-Konzerne zur Kasse zu bitten. Ob diese Idee wirklich umgesetzt wird und welche Auswirkungen sie haben wird, bleibt abzuwarten. Aber eins ist sicher: Es wird sicherlich noch viel Diskussion und Debatten dar\u00fcber geben. Und wer wei\u00df, vielleicht k\u00f6nnen wir ja bald alle unsere eigenen Glasfaser- und 5G-Leitungen bezahlen. Oder wir m\u00fcssen einfach weiterhin auf unsere lahme Internetverbindung warten. Aber hey, in der Zwischenzeit k\u00f6nnen wir ja ein Buch lesen. Das ist ja auch mal ganz sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Amazon + Apple + Google<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat es also wieder getan! Sie bleibt hartn\u00e4ckig dabei, dass die gro\u00dfen Tech-Konzerne zur Kasse gebeten werden sollen, wenn es um die Kosten f\u00fcr die Infrastruktur der Netze geht. 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