{"id":4831,"date":"2024-02-19T06:48:18","date_gmt":"2024-02-19T06:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/02\/19\/revive-environmental-kampfansage-an-pfas-wie-unternehmen-versuchen-die-gefaehrlichen-chemikalien-zu-vernichten\/"},"modified":"2024-02-19T06:48:18","modified_gmt":"2024-02-19T06:48:18","slug":"revive-environmental-kampfansage-an-pfas-wie-unternehmen-versuchen-die-gefaehrlichen-chemikalien-zu-vernichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=4831","title":{"rendered":"Revive Environmental: Kampfansage an PFAS &#8211; Wie Unternehmen versuchen, die gef\u00e4hrlichen Chemikalien zu vernichten"},"content":{"rendered":"<p>Die Firma Revive Environmental in Grand Rapids, Michigan, hat sich ein interessantes Event ausgedacht: Sie l\u00e4dt zu einer Betriebsbesichtigung ein, bei der unangenehme Ergebnisse aus dem Labor pr\u00e4sentiert werden. Was genau gezeigt wird? Ein Plastikbeh\u00e4lter, der ein w\u00e4ssriges Konzentrat mit PFAS enth\u00e4lt. Aber Moment mal, was sind eigentlich PFAS?<\/p>\n<p>PFAS steht f\u00fcr per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen und ist eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die in Tausenden von Varianten auftreten. Sie werden seit vielen Jahrzehnten in der Industrie und f\u00fcr eine Vielzahl von Produkten verwendet, von Pizzakartons \u00fcber Textilien bis hin zu Feuerl\u00f6schsch\u00e4umen. Die meisten Menschen tragen diese Chemikalien in ihrem K\u00f6rper, insbesondere Kinder oft in besorgniserregend hohen Mengen.<\/p>\n<p>Einige PFAS wurden bereits als gesundheitssch\u00e4dlich eingestuft, w\u00e4hrend die meisten noch nicht ausreichend untersucht wurden. Die potenziellen Auswirkungen reichen von Beeintr\u00e4chtigungen des Immunsystems bis hin zu Krebserkrankungen. Das klingt nicht gerade gut, oder?<\/p>\n<p>Aber zum Gl\u00fcck gibt es Unternehmen wie Revive Environmental, die sich der Verantwortung stellen und die Vernichtung dieser Substanzen angehen. Das Ziel ist es, die robusten Kohlenstoff-Fluor-Verbindungen, aus denen die PFAS bestehen, auf effiziente und kosteng\u00fcnstige Weise zu spalten. Einige der angewandten Verfahren \u00e4hneln denen, die bereits zur Zerst\u00f6rung chemischer Kampfstoffe verwendet wurden.<\/p>\n<p>Bei Revive wird beispielsweise Druck und W\u00e4rme kombiniert, um Wasser in einen \u00fcberkritischen Zustand zu versetzen. Dadurch wird es zu einem \u00e4u\u00dferst wirksamen Oxidationsmittel, das die belastete Fl\u00fcssigkeit auf Temperaturen \u00fcber 500 Grad Celsius erhitzt und komprimiert. Andere Unternehmen und Forschungsgruppen verwenden Katalysatoren oder testen Verfahren wie Plasma-Lichtb\u00f6gen oder die Sonolyse.<\/p>\n<p>Es gibt also viele verschiedene Ans\u00e4tze, aber keiner davon ist bisher perfekt. Einige Verfahren wurden bereits erfolgreich in Feldversuchen getestet, w\u00e4hrend andere noch im Labor funktionieren. Es ist ein Markt im Wert von Milliarden von Dollar, und die Entwickler hoffen auf zwei Hauptvorteile: Die M\u00f6glichkeit, die Substanzen direkt an der betroffenen Stelle zu vernichten und die potenzielle Kostenersparnis im Vergleich zum Transport und zur Verbrennung.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch Herausforderungen, die noch bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen. Zum einen ist unklar, welche PFAS-Verbindungen zuverl\u00e4ssig durch welche Verfahren zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen. Wenn der Abbau nicht vollst\u00e4ndig ist, k\u00f6nnten m\u00f6glicherweise noch gef\u00e4hrlichere Stoffe entstehen. Zum anderen m\u00fcssen die PFAS vor der Zerst\u00f6rung in der Regel aus Gew\u00e4ssern und B\u00f6den entfernt werden, was eine zus\u00e4tzliche Schwierigkeit darstellt.<\/p>\n<p>Aktuell werden haupts\u00e4chlich Technologien wie Aktivkohlefilter, Ionenaustauscher, Osmosefilter und Ozonanreicherung eingesetzt, um PFAS aus der Umwelt zu entfernen. Aber in gro\u00dffl\u00e4chig betroffenen Gebieten ist das Entfernen der Verschmutzungen kaum mehr m\u00f6glich. Deshalb ist es umso wichtiger, Alternativen f\u00fcr Prozesse und Produkte zu finden, die PFAS enthalten, um zu verhindern, dass sie \u00fcberhaupt in die Umwelt gelangen.<\/p>\n<p>Ein erster Schritt in diese Richtung wurde von der EU gemacht, die einen Vorschlag zur vollst\u00e4ndigen Verbannung der gesamten PFAS-Familie vorgelegt hat. Allerdings hat bisher nur das Unternehmen 3M Ma\u00dfnahmen ergriffen und sich zur\u00fcckgezogen, w\u00e4hrend die anderen Produzenten weiterhin aktiv sind. Die geplante EU-Regulierung wird voraussichtlich in den n\u00e4chsten Jahren wirksam werden, aber globale Vorschriften sind noch unklar.<\/p>\n<p>Das Problem w\u00e4chst jedoch stetig. PFAS werden seit etwa 70 Jahren weitgehend unkontrolliert freigesetzt, und die Anzahl der Standorte, an denen PFAS entfernt werden m\u00fcssen, steigt weiter an. Es ist also keine L\u00f6sung, einfach abzuwarten und nichts zu tun. Die Branche der PFAS-Sammler und -zerst\u00f6rer wird in absehbarer Zeit sicherlich keine Knappheit an Arbeit haben.<\/p>\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung neuer Methoden zur Zerst\u00f6rung von PFAS erfolgreich ist und dass wir einen Weg finden, diese gef\u00e4hrlichen Chemikalien effektiv zu entfernen und zu verhindern, dass sie weiterhin in die Umwelt gelangen. Denn eines ist klar: PFAS sind kein Spa\u00df und sollten nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: PFAS + Revive Environmental + Michael Reinhard<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Firma Revive Environmental in Grand Rapids, Michigan, hat sich ein interessantes Event ausgedacht: Sie l\u00e4dt zu einer Betriebsbesichtigung ein, bei der unangenehme Ergebnisse aus dem Labor pr\u00e4sentiert werden. Was genau gezeigt wird? Ein Plastikbeh\u00e4lter, der ein w\u00e4ssriges Konzentrat mit PFAS enth\u00e4lt. Aber Moment mal, was sind eigentlich PFAS? PFAS&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4830,"comment_status":"","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4831","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4831"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4831\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/byte-bucket.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}