{"id":4841,"date":"2024-02-19T12:20:59","date_gmt":"2024-02-19T12:20:59","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/02\/19\/intel-in-der-kritik-manipulierte-benchmarks-bei-xeon-sp-prozessoren-entdeckt\/"},"modified":"2024-02-19T12:20:59","modified_gmt":"2024-02-19T12:20:59","slug":"intel-in-der-kritik-manipulierte-benchmarks-bei-xeon-sp-prozessoren-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=4841","title":{"rendered":"Intel in der Kritik: Manipulierte Benchmarks bei Xeon-SP-Prozessoren entdeckt"},"content":{"rendered":"<p>Intel ger\u00e4t in die Kritik: Die Versprechen zur Leistung der vierten Generation der Xeon-SP-Prozessoren, auch bekannt als Sapphire Rapids, scheinen nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen. Der Hersteller behauptete, dass die Leistung im Vergleich zur vorherigen Generation Ice Lake um durchschnittlich 53 Prozent gesteigert wurde. Diese Behauptung st\u00fctzte sich auf den Benchmark SPECint 2017. Doch die Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC) hat herausgefunden, dass die Ergebnisse f\u00fcr Sapphire Rapids manipuliert wurden. In vielen Datenbankeintr\u00e4gen wird nun darauf hingewiesen, dass eine Compiler-Optimierung auf vorhandenes Wissen zur\u00fcckgreift. Diese Optimierung beschleunigt zwar einen Teil des Benchmarks, hat jedoch keine Auswirkungen auf reale Anwendungen.<\/p>\n<p>SPEC stellte fest, dass der verwendete Compiler eine spezielle Kompilierung angewendet hat, um die Leistung der Benchmarks 523.xalancbmk_r \/ 623.xalancbmk_s zu verbessern. Dabei wurde Wissen \u00fcber den SPEC-Code und -Datensatz genutzt, um eine Transformation durchzuf\u00fchren. Allerdings ist diese Transformation nur begrenzt anwendbar, weshalb das Ergebnis in der SPEC-Ergebnis-Datenbank lediglich als historische Referenz aufbewahrt wird.<\/p>\n<p>Phoronix zufolge sind \u00fcber 2600 Benchmark-Eintr\u00e4ge in der Datenbank des SPEC CPU2017 von dieser Optimierung betroffen. Dadurch wurden die Gesamtergebnisse um 4 bis 9 Prozent gesteigert, abh\u00e4ngig von der Kategorie.<\/p>\n<p>Intel verwendet f\u00fcr die \u00dcbersetzung des Programmcodes ihrer Prozessoren den eigens entwickelten Compiler oneAPI-DPC\/C. Es ist \u00fcblich, Optimierungen vorzunehmen, die unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind. Allerdings sollten diese Optimierungen allgemeing\u00fcltig sein und nicht nur die Benchmarks verbessern.<\/p>\n<p>Der oneAPI-DPC\/C-Compiler von Intel basiert auf LLVM Clang und ist im Wesentlichen Open-Source-Software. AMD hat ebenfalls einen eigenen Compiler namens AOCC, der jedoch als weniger fortgeschritten angesehen wird.<\/p>\n<p>Die Optimierung f\u00fcr SPECint war in den Versionen des oneAPI-DPC\/C-Compilers von 2022 und fr\u00fchen 2023 enthalten, ist jedoch in der aktuellen Version 2023.2.3 nicht mehr verf\u00fcgbar. Dadurch bleiben die Ergebnisse der neuen Xeon-SP-Generation Emerald Rapids unbeeinflusst.<\/p>\n<p>Interessanterweise zeigt ein Vergleich zwischen den beiden 60-Kern-Prozessoren Xeon Platinum 8490H (Sapphire Rapids) und Xeon Platinum 8580 (Emerald Rapids), dass das \u00e4ltere Modell mit einer fr\u00fcheren Compiler-Version den 523.xalancbmk_r-Test in etwa 150 Sekunden abschlie\u00dft, w\u00e4hrend der Nachfolger, der um 100 bis 500 MHz schneller ist, etwa 180 Sekunden ben\u00f6tigt. Dies deutet auf eine ungef\u00e4hre 20-prozentige Verlangsamung hin. Da der SPECint-2017-Benchmark aus zehn individuellen Tests besteht, hat dies jedoch einen geringeren Einfluss auf das Gesamtergebnis.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Sapphire Rapids + Intel + SPEC<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Intel ger\u00e4t in die Kritik: Die Versprechen zur Leistung der vierten Generation der Xeon-SP-Prozessoren, auch bekannt als Sapphire Rapids, scheinen nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen. 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