{"id":4947,"date":"2024-02-22T22:59:17","date_gmt":"2024-02-22T22:59:17","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/02\/22\/avast-zahlt-165-millionen-euro-strafe-fuer-unbefugten-verkauf-von-kundendaten\/"},"modified":"2024-02-22T22:59:17","modified_gmt":"2024-02-22T22:59:17","slug":"avast-zahlt-165-millionen-euro-strafe-fuer-unbefugten-verkauf-von-kundendaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=4947","title":{"rendered":"Avast zahlt 16,5 Millionen Euro Strafe f\u00fcr unbefugten Verkauf von Kundendaten"},"content":{"rendered":"<p>Avast, das Unternehmen f\u00fcr Cybersicherheitssoftware, wurde k\u00fcrzlich dabei erwischt, Kundendaten ohne deren Einwilligung zu speichern und zu verkaufen. Dies hat nun zur Folge, dass Avast eine saftige Geldstrafe in H\u00f6he von 16,5 Millionen Euro zahlen muss. Die Federal Trade Commission (FTC) gab am Donnerstag bekannt, dass Avast mit dieser Geldstrafe belegt wurde und zuk\u00fcnftig daran gehindert wird, Benutzerdaten zu Werbezwecken zu verkaufen.<\/p>\n<p>Laut der Beschwerde der FTC hat Avast von mindestens 2014 bis 2020 Benutzerdaten \u00fcber das Web-Browsing durch seine Antivirensoftware und Browsererweiterung erfasst. Auf diese Weise konnte das Unternehmen Informationen \u00fcber religi\u00f6se \u00dcberzeugungen, gesundheitliche Probleme, politische Ansichten, Standorte und finanziellen Status sammeln. Doch damit nicht genug, denn Avast hat diese Informationen anschlie\u00dfend ohne das Wissen der Kunden an \u00fcber 100 Dritte verkauft und unbegrenzt gespeichert.<\/p>\n<p>Die Aufmerksamkeit auf die Datenschutzpraktiken von Avast wurde erstmals im Jahr 2020 durch eine gemeinsame Untersuchung von Motherboard und PCMag gelenkt. Kurz nachdem die Berichte bekannt wurden, hat Avast seinen Datenbeschaffungsbereich namens Jumpshot eingestellt. Doch trotz der Behauptung von Avast, personenbezogene Informationen vor dem Verkauf von Benutzerdaten zu entfernen, hat die FTC festgestellt, dass es nicht ausreichend gelungen ist, die Browserinformationen der Verbraucher ausreichend zu anonymisieren. Stattdessen wurden Daten mit individuellen Identifikatoren f\u00fcr jeden Browser verkauft, die Informationen \u00fcber besuchte Websites, Zeitstempel, Ger\u00e4tetyp und verwendeten Browser sowie den Standort preisgaben.<\/p>\n<p>Die FTC erhebt zudem den Vorwurf, dass Avast seine Benutzer get\u00e4uscht hat, indem es behauptete, dass seine Software dazu beitr\u00e4gt, das Tracking im Web zu eliminieren, obwohl es in Wirklichkeit selbst das Tracking durchf\u00fchrte.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur Geldstrafe in H\u00f6he von 16,5 Millionen Euro verbietet die vorgeschlagene Anordnung der FTC Avast, falsche Angaben \u00fcber die Verwendung der gesammelten Daten zu machen. Avast ist verpflichtet, den Verkauf oder die Lizenzierung von Browserdaten aus seinen Produkten an Werbetreibende zu beenden und alle Web-Browsing-Daten, die von Jumpshot erhalten wurden, zu l\u00f6schen. Des Weiteren muss Avast die betroffenen Kunden \u00fcber den unbefugten Verkauf ihrer Daten informieren, ohne dass sie davon wussten.<\/p>\n<p>Bisher hat Avast nicht umgehend auf die Anfrage von The Name des Mediums nach einem Kommentar geantwortet.<\/p>\n<p>Die FTC hat in den vergangenen Wochen ihre Bem\u00fchungen verst\u00e4rkt, gegen unzureichende Datenschutzpraktiken vorzugehen. Im Januar erzielte die FTC eine Vereinbarung mit Outlogic (ehemals X-Mode Social), die es dem Datenbroker untersagt, Informationen zu verkaufen, die zur Verfolgung von Benutzerstandorten genutzt werden k\u00f6nnen. InMarket wurde ebenfalls untersagt, genaue Benutzerstandorte zu verkaufen.<\/p>\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass diese Ma\u00dfnahmen dazu beitragen, dass Unternehmen ihre Datenschutzpraktiken \u00fcberdenken und den Schutz der Privatsph\u00e4re ihrer Kunden ernst nehmen. Denn letztendlich sollte der Schutz unserer Daten im Internet h\u00f6chste Priorit\u00e4t haben.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: FTC + Avast + PCMag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Avast, das Unternehmen f\u00fcr Cybersicherheitssoftware, wurde k\u00fcrzlich dabei erwischt, Kundendaten ohne deren Einwilligung zu speichern und zu verkaufen. Dies hat nun zur Folge, dass Avast eine saftige Geldstrafe in H\u00f6he von 16,5 Millionen Euro zahlen muss. 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