{"id":5079,"date":"2024-02-28T23:39:13","date_gmt":"2024-02-28T23:39:13","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/02\/28\/verbaende-der-literaturuebersetzenden-kaempfen-gegen-die-invasion-der-ki-offener-brief-fordert-regulierung\/"},"modified":"2024-02-28T23:39:13","modified_gmt":"2024-02-28T23:39:13","slug":"verbaende-der-literaturuebersetzenden-kaempfen-gegen-die-invasion-der-ki-offener-brief-fordert-regulierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=5079","title":{"rendered":"Verb\u00e4nde der Literatur\u00fcbersetzenden k\u00e4mpfen gegen die Invasion der KI: Offener Brief fordert Regulierung!"},"content":{"rendered":"<p>Die Verb\u00e4nde der Literatur\u00fcbersetzenden in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die wachsende Automatisierung geistiger Arbeit und menschlicher Sprache vorzugehen. Das ist ja auch wirklich verr\u00fcckt, diese ganzen Maschinen, die uns Menschen die Arbeit wegnehmen wollen. Aber Spa\u00df beiseite, die Verb\u00e4nde sind der Meinung, dass sowohl die Kunst als auch die Demokratie durch diese Entwicklung gef\u00e4hrdet sind. Und das ist ja auch irgendwie verst\u00e4ndlich. Schlie\u00dflich geht es bei der \u00dcbersetzung von Literatur nicht nur darum, Worte von einer Sprache in eine andere zu \u00fcbertragen. Nein, da steckt viel mehr dahinter!<\/p>\n<p>Um auf ihre Bedenken aufmerksam zu machen, haben die Verb\u00e4nde beschlossen, einen offenen Brief zu verfassen, in dem sie eine umfassende Regulierung der K\u00fcnstlichen Intelligenz fordern. Das ist ja mal ein Statement! Die Forderungen der Verb\u00e4nde sind klar formuliert. Sie verlangen, dass die Arbeitsweise der generativen K\u00fcnstlichen Intelligenz sowie die verwendeten Trainingsdaten transparent gemacht werden m\u00fcssen. Das hei\u00dft, die Anbieter von KI-Systemen sollen jetzt mal Farbe bekennen und offenlegen, wie sie ihre Maschinen so schlau gemacht haben. Au\u00dferdem sollten die Anbieter angeben, welche urheberrechtlich gesch\u00fctzten Werke sie w\u00e4hrend des Trainingsprozesses verwendet haben. Man kann ja nicht einfach fremde Werke klauen und behaupten, man h\u00e4tte sie selbst gemacht. Das w\u00e4re ja wie in der Schule, wenn man bei der Klassenarbeit einfach abschreibt.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersetzer haben auch noch andere Forderungen. Sie betonen, dass die Urheber angemessen verg\u00fctet werden sollten, wenn ihre Werke f\u00fcr das Training von K\u00fcnstlicher Intelligenz genutzt werden. Schlie\u00dflich stecken die Autoren viel Arbeit und Herzblut in ihre Werke und sollen daf\u00fcr auch fair entlohnt werden. Au\u00dferdem sollte es eine Kennzeichnungspflicht f\u00fcr Inhalte geben, die ausschlie\u00dflich von KI generiert werden. Damit soll deutlich gemacht werden, dass eine \u00dcbersetzung das Resultat einer individuellen Auseinandersetzung mit dem Ausgangswerk ist. Und das ist ja auch irgendwie logisch. Schlie\u00dflich ist \u00dcbersetzen keine einfache Copy-Paste-Aktion, sondern eine kreative T\u00e4tigkeit, bei der man viel Feingef\u00fchl und Sprachkompetenz braucht.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersetzer sind der Ansicht, dass textgenerierende KI-Systeme lediglich in der Lage sind, menschliche Sprache zu simulieren. Sie besitzen weder Gedanken noch Emotionen oder \u00e4sthetisches Empfinden und verstehen keine Wahrheit oder das dahinterliegende Weltwissen. Das hei\u00dft, diese Maschinen k\u00f6nnen zwar Worte aneinanderreihen, aber ob da auch wirklich Sinn dahintersteckt, ist fraglich. Da kann es schon mal zu Unlogik und L\u00fccken kommen. Und das wollen wir ja nicht. Schlie\u00dflich wollen wir keine \u00dcbersetzungen, die so wirken, als ob ein Roboter sie gemacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt, den die Verb\u00e4nde ansprechen, ist die Tatsache, dass bei der Bewerbung von KI-Produkten oft der Eindruck erweckt wird, dass die KI eigenst\u00e4ndig arbeiten, verstehen und lernen kann. Dabei bleibt oft unerw\u00e4hnt, dass diese vermeintlich intelligenten Produkte auf enormen Mengen an menschlicher Arbeitsleistung basieren. Da wurden illegale Online-Bibliotheken durchsucht und Millionen von urheberrechtlich gesch\u00fctzten Werken extrahiert, um Chatbots zu entwickeln. Das ist ja schon ein starkes St\u00fcck! Da werden einfach Werke geklaut und dann als KI-Produkt verkauft. Das k\u00f6nnen wir so nicht stehen lassen!<\/p>\n<p>Die Verb\u00e4nde der Literatur\u00fcbersetzenden fordern daher eine Regulierung der K\u00fcnstlichen Intelligenz, um die Kunst und die Demokratie zu sch\u00fctzen. Transparenz bei der Arbeitsweise von KI-Systemen und den verwendeten Trainingsdaten, angemessene Verg\u00fctung f\u00fcr die Nutzung urheberrechtlich gesch\u00fctzter Werke und eine Kennzeichnungspflicht f\u00fcr KI-generierte Inhalte sind nur einige der Forderungen, die in dem offenen Brief an die Politik gestellt werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Politik auf diese Forderungen reagieren wird und ob es zu einer umfassenden Regulierung der K\u00fcnstlichen Intelligenz kommen wird. Aber eins ist klar: Die \u00dcbersetzer lassen sich nicht so einfach von den Maschinen verdr\u00e4ngen!<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: KI + Deutschland + \u00d6sterreich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verb\u00e4nde der Literatur\u00fcbersetzenden in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die wachsende Automatisierung geistiger Arbeit und menschlicher Sprache vorzugehen. 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