{"id":5363,"date":"2024-03-07T00:14:43","date_gmt":"2024-03-07T00:14:43","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/03\/07\/justizminister-von-41-us-bundesstaaten-veraergert-ueber-meta-platforms\/"},"modified":"2024-03-07T00:14:43","modified_gmt":"2024-03-07T00:14:43","slug":"justizminister-von-41-us-bundesstaaten-veraergert-ueber-meta-platforms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=5363","title":{"rendered":"Justizminister von 41 US-Bundesstaaten ver\u00e4rgert \u00fcber Meta Platforms"},"content":{"rendered":"<p>Die Justizminister von 41 US-Bundesstaaten sind m\u00e4chtig sauer auf Meta Platforms, das Unternehmen hinter Facebook und Instagram. In einem Brief an Jennifer Newstead, die Chefjustiziarin von Meta, lassen die Minister ihrem Unmut freien Lauf. Der Grund daf\u00fcr sind vermehrt auftretende Anzeigen auf gehackten Facebook- und Instagram-Konten sowie die als unzureichend angesehene Reaktion des Unternehmens Meta. Das sorgt f\u00fcr eine Menge Arbeit bei den Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Die 41 Justizminister sind gleichzeitig die Chef-Staatsanw\u00e4lte ihrer jeweiligen Staaten und beschweren sich bei Newstead dar\u00fcber, dass sie nicht als Kundendienst f\u00fcr das Unternehmen arbeiten wollen. Das ganze Chaos soll auf eine gro\u00dfe Entlassungswelle bei Meta im November 2022 zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Zwar kann man nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass es einen direkten Zusammenhang gibt, aber die Minister stellen fest, dass die Anzahl der Anzeigen zur gleichen Zeit gestiegen ist, als Meta die Entlassung von etwa 11.000 Mitarbeitern verk\u00fcndet hat. Berichten zufolge waren vor allem die Bereiche Sicherheit, Datenschutz und Integrit\u00e4t betroffen. Das sind immerhin mehr als ein Achtel aller Positionen, wie es in dem Brief hei\u00dft.<\/p>\n<p>Mark Zuckerberg, der CEO von Meta, d\u00fcrfte einen Schock bekommen haben, als er erfuhr, dass der Betriebsgewinn im dritten Quartal 2022 auf den erschreckend niedrigen Wert von 713 US-Dollar pro Sekunde gesunken ist. Die Minister beziehen sich dabei auf einen CNN-Bericht, der allerdings keine entsprechenden Informationen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der Brief enth\u00e4lt auch ausgew\u00e4hlte statistische Daten der Beh\u00f6rden zu den erstatteten Anzeigen. Im Bundesstaat New York wurden im gesamten Jahr 2019 insgesamt 73 Anzeigen wegen illegaler \u00dcbernahme von fremden Konten bei Facebook und Instagram registriert. Im ersten Monat des Jahres 2024 waren es schon 128. Auch in anderen Staaten gab es \u00e4hnlich rasante Zuw\u00e4chse. So hat sich allein von 2022 bis 2023 die Anzahl der Anzeigen in Vermont um mehr als das Achtfache erh\u00f6ht, in North Carolina um mehr als das Vierfache und auch Pennsylvania und Illinois verzeichnen mehr als dreimal so viele F\u00e4lle.<\/p>\n<p>Die Anschuldigungen gehen \u00fcber die Tatsache hinaus, dass Meta nicht genug gegen die \u00dcbernahme fremder Konten unternimmt. Noch schlimmer ist, dass es danach keinen effektiven Kundensupport f\u00fcr die betroffenen Nutzer gibt. Der Brief zitiert Berichte von mehreren Betroffenen, um das zu untermauern. Einige Menschen erleiden direkte finanzielle Verluste als Opfer. Sie haben ihre Bankkonten oder Kreditkarten mit ihren Meta-Konten verkn\u00fcpft, um Werbung bei Meta zu schalten. Die Angreifer machen sich das zunutze und schalten auf Kosten anderer Werbung, oft in H\u00f6he von Tausenden von Dollar &#8211; was Meta finanziell zugutekommt. Die T\u00e4ter werben bevorzugt f\u00fcr Angebote, die gegen die Vertragsbedingungen von Meta versto\u00dfen. In einigen F\u00e4llen f\u00fchrt das zur dauerhaften Sperrung des betroffenen Kontos. Wenn der rechtm\u00e4\u00dfige Kontoinhaber versucht, den Zugang wiederherzustellen, wird er von Facebook f\u00e4lschlicherweise als T\u00e4ter markiert und ignoriert. In der Zwischenzeit nutzen andere Personen die gestohlene Identit\u00e4t, um unter dem Namen des Betroffenen betr\u00fcgerische Produkte oder Dienstleistungen auf dem Facebook Marketplace anzubieten oder betr\u00fcgerische Absichten in direkter Kommunikation mit bestehenden Kontakten zu verfolgen. Alternativ geben sie vor, sich in einer Notlage zu befinden und ersuchen um finanzielle Unterst\u00fctzung. Doch laut den Aussagen der Nutzer ist es nicht unbedingt hilfreich, Meta auf solche betr\u00fcgerischen Aktivit\u00e4ten hinzuweisen. Der Datenkonzern scheint die Beschwerden einfach zu ignorieren. Laut einem Opfer verst\u00f6\u00dft das Verhalten der T\u00e4ter laut Meta nicht gegen die Nutzungsbedingungen.<\/p>\n<p>Na, das h\u00f6rt sich ja nach einer Menge \u00c4rger f\u00fcr Meta Platforms an! Die Justizminister sind wirklich stinksauer und das zu Recht. Sicherheitsl\u00fccken und mangelnde Reaktion des Unternehmens sind wirklich keine gute Kombination. Man m\u00f6chte fast Mitleid mit Mark Zuckerberg haben, wenn man h\u00f6rt, wie der Betriebsgewinn in den Keller gesackt ist. Aber vielleicht sollte er sein Geld lieber in die Sicherheit seiner Plattformen stecken, statt es in einem Geldspeicher zu baden wie Dagobert Duck.<\/p>\n<p>Aber im Ernst, es ist wirklich \u00e4rgerlich, dass es immer wieder zu solchen Vorf\u00e4llen kommt und Meta anscheinend nicht genug tut, um die Nutzer zu sch\u00fctzen. Da vertraut man seinen pers\u00f6nlichen Daten einem Unternehmen an und dann passiert so etwas. Da kann man nur hoffen, dass Meta endlich aufwacht und etwas gegen diese Probleme unternimmt. Denn am Ende sind es die Nutzer, die die Zeche zahlen und das ist wirklich nicht fair.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit bleibt uns wohl nichts anderes \u00fcbrig, als unsere Konten bei Facebook und Instagram im Auge zu behalten und auf verd\u00e4chtige Aktivit\u00e4ten zu achten. Und wenn wir auf betr\u00fcgerische Angebote sto\u00dfen, sollten wir vielleicht einfach mal an Mark Zuckerberg schreiben und ihm sagen, dass uns das nicht gef\u00e4llt. Vielleicht \u00f6ffnet das ja seine Augen. Oder er ignoriert es einfach, wie Meta es anscheinend mit den Beschwerden der betroffenen Nutzer tut. Na dann, viel Gl\u00fcck!<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Meta + Metas + Jennifer Newstead<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Justizminister von 41 US-Bundesstaaten sind m\u00e4chtig sauer auf Meta Platforms, das Unternehmen hinter Facebook und Instagram. 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