{"id":5561,"date":"2024-03-13T14:59:48","date_gmt":"2024-03-13T14:59:48","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/03\/13\/eu-parlament-verabschiedet-verordnung-fuer-kuenstliche-intelligenz-ai-act\/"},"modified":"2024-03-13T14:59:48","modified_gmt":"2024-03-13T14:59:48","slug":"eu-parlament-verabschiedet-verordnung-fuer-kuenstliche-intelligenz-ai-act","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=5561","title":{"rendered":"EU-Parlament verabschiedet Verordnung f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (AI Act)"},"content":{"rendered":"<p>Das EU-Parlament hat am Mittwoch die Verordnung f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (AI Act) mit einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit von 523 zu 46 Stimmen bei 49 Enthaltungen verabschiedet. Nach rund drei Jahren Beratung wurde die Verordnung beschlossen. Gem\u00e4\u00df der im Dezember erzielten Einigung wird ein risikobasierter Ansatz eingef\u00fchrt, der bestimmte KI-Systeme zur Erf\u00fcllung von Sicherheitsanforderungen verpflichtet.<\/p>\n<p>Die Verordnung betrifft ausschlie\u00dflich KI-Systeme von hoher Risikoeinstufung, wie beispielsweise Produkte im medizinischen Bereich oder wichtige Infrastrukturen. F\u00fcr solche Systeme werden Sicherheitsanforderungen eingef\u00fchrt, um Risiken zu minimieren. Dar\u00fcber hinaus wird ein Verbot f\u00fcr KI-Anwendungen eingef\u00fchrt, die die Rechte der B\u00fcrger gef\u00e4hrden. Dies umfasst die Kategorisierung von biometrischen Daten basierend auf sensiblen Merkmalen sowie das ungerichtete Auslesen von Gesichtsbildern aus dem Internet oder von \u00dcberwachungskameras.<\/p>\n<p>Des Weiteren werden Emotionserkennungssysteme am Arbeitsplatz und in Schulen, sowie auch das Social Scoring verboten. Die M\u00f6glichkeiten der vorausschauenden Polizeiarbeit werden begrenzt, aber es bestehen weiterhin Optionen f\u00fcr den Einsatz automatisierter Gesichtserkennung durch Strafverfolgungsbeh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Thierry Breton, EU-Binnenmarktkommissar, verk\u00fcndete stolz, dass Europa nun globale Standards f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdige KI setzt. Brando Benifei, einer der Berichterstatter des Parlaments und Mitglied der Sozialdemokraten, betonte, dass dies das weltweit erste verbindliche Gesetz zur K\u00fcnstlichen Intelligenz sei, das darauf abzielt, Risiken zu minimieren, Chancen zu schaffen, Diskriminierung zu bek\u00e4mpfen und Transparenz sicherzustellen.<\/p>\n<p>Dragos Tudorache, ein liberaler Kollege von Benifei, f\u00fcgte hinzu, dass die EU ihre Versprechen eingehalten habe. Er betonte jedoch auch, dass weitere Regulierungen erforderlich seien, da K\u00fcnstliche Intelligenz den grundlegenden Gesellschaftsvertrag ber\u00fchre, der Demokratien, Bildungssysteme, Arbeitsm\u00e4rkte und sogar Kriegsf\u00fchrung umfasst.<\/p>\n<p>Patrick Breyer von der Piratenpartei \u00e4u\u00dferte Kritik daran, dass der AI Act keine Verbote f\u00fcr dystopische Technologien wie fl\u00e4chendeckende und permanente Echtzeit-Gesichtserkennung, einsch\u00fcchternde Verhaltens\u00fcberwachung im \u00f6ffentlichen Raum oder unwissenschaftliche Video-L\u00fcgendetektoren vorsieht.<\/p>\n<p>Ulrich Kelber, der Bundesdatenschutzbeauftragte, betrachtet die neuen Bestimmungen als eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Sie st\u00e4rken beispielsweise den Schutz vor automatisierten Entscheidungen und erweitern ihn durch die Notwendigkeit menschlicher \u00dcberwachung. Jedoch wurde ein deutliches Verbot der biometrischen Fernerkennung im \u00f6ffentlichen Raum nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) unterst\u00fctzt diese Forderung und unterstreicht, dass der AI Act eine Verbesserung darstellt, aber nicht ausreichend ist. Es bedarf weiterer Regulierungen, um den Schutz der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: AI Act + Ulrich Kelber + Europa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das EU-Parlament hat am Mittwoch die Verordnung f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (AI Act) mit einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit von 523 zu 46 Stimmen bei 49 Enthaltungen verabschiedet. Nach rund drei Jahren Beratung wurde die Verordnung beschlossen. 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