{"id":5679,"date":"2024-03-17T10:40:05","date_gmt":"2024-03-17T10:40:05","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/03\/17\/dotcom-blase-wieder-lebendig-ueber-50-000-entlassungen-in-der-tech-branche-2024\/"},"modified":"2024-03-17T10:40:05","modified_gmt":"2024-03-17T10:40:05","slug":"dotcom-blase-wieder-lebendig-ueber-50-000-entlassungen-in-der-tech-branche-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=5679","title":{"rendered":"Dotcom-Blase wieder lebendig: \u00dcber 50.000 Entlassungen in der Tech-Branche 2024"},"content":{"rendered":"<p>Das Platzen der Dotcom-Blase im M\u00e4rz 2000 wird nicht nur im Silicon Valley wieder lebendig, sondern auch in den ersten zweieinhalb Monaten von 2024, wie das Portal Layoffs.fyi zeigt. In dieser Zeit haben 209 Tech-Firmen bis zum Wochenende 50.312 Mitarbeiter entlassen.<\/p>\n<p>Mithilfe von automatisierten Medienberichten verfolgt das Portal den Stellenabbau in der IT-Branche seit der Corona-Pandemie und der darauffolgenden Entlassungswelle. Obwohl die Zahlen zu Beginn des Jahres 2023 noch h\u00f6her waren, setzt sich der Trend aus dem Vorjahr auch im Jahr 2024 fort. Laut Layoffs wurden insgesamt \u00fcber 260.000 Mitarbeiter in rund 1200 IT-Unternehmen entlassen.<\/p>\n<p>In diesem Jahr haben Konzerne wie Alphabet mit Google und YouTube, Amazon, Meta (Facebook und Instagram) sowie Microsoft alle am Abbau von Stellen teilgenommen. Dies gilt beispielsweise f\u00fcr Unternehmen wie eBay, PayPal, Unity Software, SAP und Cisco.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der Jobvermittlungsfirma Challenger, Gray &#038; Christmas war das Jahr 2023 insgesamt das zweitgr\u00f6\u00dfte Jahr an Stellenk\u00fcrzungen im Technologiesektor seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut den Informationen gab es nur im Jahr 2001, aufgrund der Nachwirkungen des Dotcom-Crashs, noch mehr Entlassungen. Seit den eindrucksvollen Insolvenzen von eToys, Pets.com, Webvan und anderen Unternehmen haben bisher nicht so viele Mitarbeiter in IT- und Internetfirmen innerhalb einer so kurzen Zeitspanne ihren Arbeitsplatz verloren.<\/p>\n<p>Den Sch\u00e4tzungen der Arbeitsvermittler zufolge sollen die Stellenk\u00fcrzungen im vergangenen Monat die h\u00f6chste Zahl im Februar seit 2009 erreicht haben, als die globale Finanzkrise die Wirtschaft dazu zwang, sparsamer zu agieren. F\u00fcr viele der entlassenen Mitarbeiter gestaltet sich die Suche nach neuen beruflichen M\u00f6glichkeiten gleichzeitig schwieriger. Mehrere Betroffene und Brancheninsider wurden vom US-Sender CNBC interviewt. Diese Informationen deuten insgesamt auf einen zunehmend wettbewerbsintensiven Markt hin, in dem Stellenangebote anspruchsvolle Qualifikationsanforderungen stellen und mit einer geringeren Bezahlung im Vergleich zu fr\u00fcheren Positionen einhergehen.<\/p>\n<p>Besonders verwirrend ist die Situation f\u00fcr Softwareentwickler und Datenwissenschaftler, da ihre F\u00e4higkeiten noch vor einigen Jahren weltweit am meisten gesch\u00e4tzt wurden. Jetzt sind sie gezwungen, dar\u00fcber nachzudenken, ihre Branche und ihr T\u00e4tigkeitsfeld zu verlassen, um \u00fcberhaupt noch eine Anstellung zu finden. Roger Lee, der Gr\u00fcnder von Layoffs.fyi, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber CNBC, dass der Markt nicht mehr das ist, was er einmal war. Viele Vertriebsmitarbeiter und Personalvermittler entscheiden sich dazu, die Tech-Branche komplett zu verlassen, um eine neue Position zu finden. Selbst Ingenieure sind bereit, Zugest\u00e4ndnisse zu machen &#8211; sie nehmen Rollen an, die weniger Stabilit\u00e4t, ein anspruchsvolleres Arbeitsumfeld oder niedrigere L\u00f6hne und Sozialleistungen bieten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich der allgemeine Arbeitsmarkt in den USA positiv entwickelt hat, sind die Geh\u00e4lter im Tech-Bereich in den letzten zwei Jahren gr\u00f6\u00dftenteils unver\u00e4ndert geblieben. Die K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), insbesondere programmierende Chatbots wie ChatGPT, wird f\u00fcr die Arbeitslosigkeit von Entwicklern mitverantwortlich gemacht und ist ein zweischneidiges Schwert. Die Technologie spielt eine entscheidende Rolle bei der F\u00f6rderung von schnellen Neueinstellungen und Expansionen. Entgegen dem allgemeinen Trend steigen die Geh\u00e4lter f\u00fcr KI-Ingenieure.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df dem Bericht kann Amit Mittal ein Lied von den H\u00f6hen und Tiefen singen. Im November verlor der indische Staatsb\u00fcrger seinen Job bei Upstart, einem Kreditvergabefirma, die von KI gesteuert wird. Dort war er als Manager f\u00fcr den Bereich Software-Engineering t\u00e4tig. Bereits dort beobachtete er, dass der Einstellungsprozess zunehmend anspruchsvoller wurde, w\u00e4hrend die Mentalit\u00e4t des schnellen Einstellens und Entlassens zunahm. Nachdem er seinen Job verloren hatte, war er gezwungen, neben der Arbeit auch ein Touristenvisum zu beantragen. Dies erforderte Rechts- und Verwaltungskosten in H\u00f6he von rund 8000 US-Dollar. Laut CNBC hat er inzwischen auf etwa 110 Stellen vergeblich beworben. Offenbar zeigen Arbeitgeber derzeit eine gro\u00dfe Zur\u00fcckhaltung gegen\u00fcber Inhabern von Visa.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: CNBC + Layoffs.fyi + Google<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Platzen der Dotcom-Blase im M\u00e4rz 2000 wird nicht nur im Silicon Valley wieder lebendig, sondern auch in den ersten zweieinhalb Monaten von 2024, wie das Portal Layoffs.fyi zeigt. In dieser Zeit haben 209 Tech-Firmen bis zum Wochenende 50.312 Mitarbeiter entlassen. 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