{"id":5711,"date":"2024-03-18T13:38:30","date_gmt":"2024-03-18T13:38:30","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/03\/18\/organspende-register-online-anmelden-und-mit-der-ausweisapp-identifizieren-die-neue-art-der-entscheidungsfindung\/"},"modified":"2024-03-18T13:38:30","modified_gmt":"2024-03-18T13:38:30","slug":"organspende-register-online-anmelden-und-mit-der-ausweisapp-identifizieren-die-neue-art-der-entscheidungsfindung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=5711","title":{"rendered":"Organspende-Register: Online anmelden und mit der AusweisApp identifizieren &#8211; die neue Art der Entscheidungsfindung"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland sorgt das umstrittene Organspende-Register (OGR) f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff. B\u00fcrger haben nun die M\u00f6glichkeit, ihre Entscheidung zur Organspende auch online festzuhalten. Das Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Verwaltung des Registers \u00fcbernommen. Aber Moment mal, bevor man wild drauflosklickt, muss man sich erst einmal identifizieren. Keine Sorge, nicht mit Selfies oder Fingerabdr\u00fccken &#8211; hier kommen die technischen Spielereien ins Spiel.<\/p>\n<p>Um sich zu identifizieren, stehen den B\u00fcrgern zwei M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung. Entweder man verwendet die AusweisApp in Verbindung mit der elektronischen Identit\u00e4tsfunktion des Personalausweises oder des elektronischen Aufenthaltstitels. Oder aber man gibt seine E-Mail-Adresse an. Ja, richtig geh\u00f6rt, eine gute alte E-Mail-Adresse kann auch Wunder bewirken.<\/p>\n<p>Sobald man dann als Organspender seine Informationen im Register hinterlegt hat, erh\u00e4lt man vom BfArM eine eindeutige Erkl\u00e4rungs-ID. Klingt fast wie eine Mitgliedschaftskarte f\u00fcr einen geheimen Club, oder? Jedenfalls sollte man diese ID sicher aufbewahren, denn im Falle eines Verlustes kann sie nicht wiederhergestellt werden. Und hier kommt der Sicherheitsaspekt ins Spiel: Das Register kann nicht ohne die AusweisApp und die dazugeh\u00f6rige PIN aufgerufen werden. Die Zeiten des wilden Datenklauens sind vorbei!<\/p>\n<p>Trotzdem sorgt die Einf\u00fchrung des Organspende-Registers f\u00fcr hitzige Diskussionen. Die Kritiker bem\u00e4ngeln vor allem den Zwang zur elektronischen Identifizierung und die m\u00f6gliche Missbrauchsgefahr von pers\u00f6nlichen Daten. Verst\u00e4ndlich, denn schlie\u00dflich m\u00f6chte niemand seine Organspende-Entscheidung auf Social Media teilen. Da w\u00fcrde man ja noch lieber seine Geburtsurkunde ver\u00f6ffentlichen!<\/p>\n<p>Aber es gibt auch Bef\u00fcrworter, die im Organspende-Register einen wichtigen Schritt sehen, um die Organspendebereitschaft in Deutschland zu erh\u00f6hen. Denn durch die M\u00f6glichkeit, seine Entscheidung online festzuhalten, sollen mehr Menschen motiviert werden, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Schlie\u00dflich sollte Organspende keine Entscheidung sein, die man im Supermarkt an der Kasse trifft, w\u00e4hrend man auf sein Wechselgeld wartet.<\/p>\n<p>Wie sich das Organspende-Register letztendlich entwickeln wird und ob es tats\u00e4chlich zu einer erh\u00f6hten Organspendebereitschaft f\u00fchrt, bleibt abzuwarten. Eins ist jedoch sicher: Die Debatte um dieses Thema wird weiterhin kontrovers gef\u00fchrt werden. Also bleibt gespannt und haltet eure AusweisApp griffbereit, falls ihr mal einen Spontanimpuls habt, eure Organspende-Entscheidung online festzuhalten.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: OGR + BfArM + AusweisApp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland sorgt das umstrittene Organspende-Register (OGR) f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff. 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