{"id":5755,"date":"2024-03-19T11:25:06","date_gmt":"2024-03-19T11:25:06","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/03\/19\/studie-enthuellt-mitarbeiterverhalten-am-arbeitsplatz-und-cybersicherheit-im-fokus\/"},"modified":"2024-03-19T11:25:06","modified_gmt":"2024-03-19T11:25:06","slug":"studie-enthuellt-mitarbeiterverhalten-am-arbeitsplatz-und-cybersicherheit-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=5755","title":{"rendered":"Studie enth\u00fcllt: Mitarbeiterverhalten am Arbeitsplatz und Cybersicherheit im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>In einer neuen internationalen Studie, die am Freitag ver\u00f6ffentlicht wurde, wurde das Verhalten der Mitarbeiter am Arbeitsplatz in Bezug auf Cybersicherheit untersucht. Anders als bisherige Studien, die sich auf das Gruppenverhalten konzentrieren und nur eine Momentaufnahme liefern, geht diese Studie tiefer. Professor Alexander Benlian von der TU-Wirtschaftsinformatik hat gemeinsam mit zwei internationalen Kollegen eine Untersuchung durchgef\u00fchrt, bei der das Verhalten einzelner Personen \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume analysiert wurde, um m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen zu dokumentieren. Die Forschergruppe ver\u00f6ffentlichte ihre Studie &#8222;Time will tell&#8220; in dem angesehenen Fachjournal &#8222;MIS Quarterly&#8220;.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, Sie starten morgens voller Energie und Motivation in Ihr B\u00fcro und arbeiten dort konzentriert. Am Nachmittag hingegen kann es sein, dass Sie sich m\u00fcde f\u00fchlen und dadurch m\u00f6glicherweise anf\u00e4lliger f\u00fcr das T\u00e4uschen durch verd\u00e4chtige E-Mails sind oder dazu verleitet werden, auf Links zu klicken, die zu potenziellen Einfallstoren f\u00fcr Cyberangriffe f\u00fchren k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Methode, die von Professor Alexander Benlian von der TU und seinen Kollegen aus Kanada und den USA empfohlen wurde, zielt darauf ab, Ver\u00e4nderungen in den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden sowie Schwankungen im Gem\u00fctszustand und Energielevel zu erfassen. Gew\u00f6hnlich basieren bisherige Studien auf Momentaufnahmen gr\u00f6\u00dferer Menschengruppen, die beispielsweise durch einmalige Querschnittserhebungen erfasst wurden. <\/p>\n<p>Obwohl diese Erkenntnisse allgemein sind, zeigen sie beispielsweise, dass Mitarbeiter, die keine Verantwortung tragen, sich m\u00f6glicherweise weniger an Sicherheitsregeln halten. Ebenso verwenden Personen oft typische Rechtfertigungsstrategien wie &#8222;Es wird schon nichts passieren&#8220; oder &#8222;Unsere IT-Fachleute halten sich ja auch nicht daran&#8220;, wenn sie gegen Cybersicherheitsregeln versto\u00dfen.<\/p>\n<p>Um die Frage zu kl\u00e4ren, warum sich jemand an einem Tag besonders sicherheitsbewusst verh\u00e4lt und am n\u00e4chsten Tag nachl\u00e4ssiger ist, haben die Forscher in ihrer Studie 108 B\u00fcrobesch\u00e4ftigte \u00fcber einen Zeitraum von vier Wochen befragt. Die Befragungen fanden jeweils montags, mittwochs und freitags statt, und insgesamt wurden 1296 Beobachtungen gesammelt. Auf diese Weise kann \u00fcberpr\u00fcft werden, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise an einem Montag vorsichtiger mit verd\u00e4chtigen Links umgehen, die potenziell Schadsoftware enthalten oder Phishing-Angriffe initiieren, im Vergleich zu einem Freitag.<\/p>\n<p>Bemerkenswerterweise stellten die Forscher fest, dass bei einigen Menschen die Tendenz, Sicherheitsregeln zu vernachl\u00e4ssigen, gegen Ende des Arbeitstages zunimmt und sich im Laufe der Woche verst\u00e4rkt. Das internationale Forschungsteam stellt in seiner Ver\u00f6ffentlichung in &#8222;MIS Quarterly&#8220; einen Ansatz vor, der erkl\u00e4rt, warum bestimmte Cybersicherheitsma\u00dfnahmen, die anfangs vielversprechend waren, im Laufe der Zeit an Wirksamkeit verlieren.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Ergebnisse besteht die M\u00f6glichkeit, Cybersicherheitsschulungen effektiver zu gestalten und Sicherheitsma\u00dfnahmen gezielter einzusetzen. Gleichzeitig liefert die Studie auch neue methodische Ans\u00e4tze und Impulse f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschungsvorhaben. Die beteiligten Wissenschaftler betonen die Bedeutung eines individuellen Ansatzes. Durch ihn wird es m\u00f6glich, das Verhalten von Einzelpersonen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg (longitudinal) zu untersuchen und Ver\u00e4nderungen festzustellen.<\/p>\n<p>Die Technische Universit\u00e4t Darmstadt geh\u00f6rt zu den f\u00fchrenden technischen Universit\u00e4ten in Deutschland und ist bekannt f\u00fcr ihre herausragende und praxisrelevante Forschung. Die TU Darmstadt spielt eine entscheidende Rolle bei globalen Transformationen wie der Energiewende, Industrie 4.0 und der K\u00fcnstlichen Intelligenz. Durch herausragende Erkenntnisse und innovative Studienangebote gestaltet sie aktiv diese Entwicklungen mit.<\/p>\n<p>Die Spitzenforschung der Universit\u00e4t konzentriert sich auf drei Kernbereiche: Energie und Umwelt, Information und Intelligenz sowie Materie und Materialien. Durch ihre fokussierte Interdisziplinarit\u00e4t und den fruchtbaren Austausch mit Gesellschaft, Wirtschaft und Politik tragen sie zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Entwicklung weltweit bei. Die Technische Universit\u00e4t Darmstadt geh\u00f6rt seit ihrer Gr\u00fcndung im Jahr 1877 zu den Universit\u00e4ten in Deutschland mit einer starken internationalen Pr\u00e4gung.<\/p>\n<p>Als Europ\u00e4ische Technische Universit\u00e4t arbeitet sie in der Allianz Unite! daran, einen transeurop\u00e4ischen Campus aufzubauen. Gemeinsam mit ihren Partnern, der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz, entwickelt die TU Darmstadt die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main zu einem attraktiven Wissenschaftsraum von globaler Bedeutung weiter.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: TU Darmstadt + Alexander Benlian + MIS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer neuen internationalen Studie, die am Freitag ver\u00f6ffentlicht wurde, wurde das Verhalten der Mitarbeiter am Arbeitsplatz in Bezug auf Cybersicherheit untersucht. Anders als bisherige Studien, die sich auf das Gruppenverhalten konzentrieren und nur eine Momentaufnahme liefern, geht diese Studie tiefer. 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