{"id":5765,"date":"2024-03-19T14:24:30","date_gmt":"2024-03-19T14:24:30","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/03\/19\/meta-senkt-preise-fuer-werbefreies-abonnement-von-facebook-und-instagram-in-europa\/"},"modified":"2024-03-19T14:24:30","modified_gmt":"2024-03-19T14:24:30","slug":"meta-senkt-preise-fuer-werbefreies-abonnement-von-facebook-und-instagram-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=5765","title":{"rendered":"Meta senkt Preise f\u00fcr werbefreies Abonnement von Facebook und Instagram in Europa"},"content":{"rendered":"<p>Das Mutterunternehmen von Facebook und Instagram, Meta, hat angek\u00fcndigt, die Preise seines werbefreien Abonnements f\u00fcr Instagram und Facebook in Europa zu senken. Dies geschieht als Reaktion auf regulatorische Bedenken und in Anbetracht der laufenden Verhandlungen mit Datenschutzbeh\u00f6rden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer Anh\u00f6rung bei der Europ\u00e4ischen Kommission gab der Anwalt von Meta, Tim Lamb, bekannt, dass das Unternehmen bereit sei, den Preis f\u00fcr ein einzelnes Konto von 9,99 Euro auf 5,99 Euro zu senken und f\u00fcr zus\u00e4tzliche Konten auf 4 Euro zu reduzieren. Lamb betonte, dass dieser Preis am unteren Ende der Preisspanne liege, den eine angemessene Person f\u00fcr Dienstleistungen dieser Qualit\u00e4t zahlen sollte.<\/p>\n<p>Das Angebot, die Preise zu senken, wurde bereits zu Beginn dieses Jahres an Datenschutzbeh\u00f6rden \u00fcbermittelt. Meta hofft, dass die regulatorische Unsicherheit sich schnell legen wird.<\/p>\n<p>Im vergangenen November f\u00fchrte Meta das werbefreie Abonnement ein, um die Zustimmung zur Verarbeitung von Benutzerdaten gem\u00e4\u00df den Datenschutzbestimmungen der EU und dem Digital Markets Act effektiv einzuholen. Das Abonnement kann im Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum sowie in der Schweiz erworben werden.<\/p>\n<p>Allerdings stie\u00df das kostenpflichtige Abonnement schnell auf Kritik von Verbrauchergruppen, die es als Ablenkung von der eigentlichen Datenschutzproblematik ansahen. Ursula Pachl, stellvertretende Generaldirektorin der Europ\u00e4ischen Verbraucherorganisation (BEUC), bezeichnete das Angebot als T\u00e4uschung, um von der umfassenden Erfassung sensibler Informationen \u00fcber das Leben der Menschen abzulenken, die dann durch das aufdringliche Werbemodell monetarisiert werden.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben acht Verbrauchergruppen Beschwerden bei ihren nationalen Datenschutzbeh\u00f6rden eingereicht und Meta beschuldigt, nicht mit den Vorschriften der DSGVO \u00fcbereinzustimmen. Diese Gruppen argumentieren, dass Meta keine g\u00fcltige rechtliche Grundlage f\u00fcr die Datensammlung habe und dass die vom Unternehmen angebotene Wahl nicht zu einer freiwilligen und informierten Zustimmung der Benutzer f\u00fchren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Es bleibt unklar, ob die Preissenkung des Abonnements ausreichen wird, um diese Datenschutzbedenken zu adressieren. W\u00e4hrend die Datenschutzrechtsgruppe NOYB den Preis kritisiert hat, da er nicht im Verh\u00e4ltnis zum Wert steht, den Meta aus der Verfolgung der EU-Benutzer zieht, haben andere Gruppen strukturelle Bedenken hinsichtlich der Umsetzung des Abonnements ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Als Dachverband von 45 Verbraucherorganisationen fordert BEUC beispielsweise, dass Meta den Verbrauchern mehr Zeit gibt, um ihre Entscheidung zu treffen, und transparenter dar\u00fcber ist, welche Daten unter der kostenpflichtigen Option gesammelt werden. Die Diskussion um die Datenschutzpraktiken von Meta und die angemessene Verarbeitung von Benutzerdaten wird voraussichtlich weitergehen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Meta-Anwalt Tim Lamb + BEUC + Instagram<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Mutterunternehmen von Facebook und Instagram, Meta, hat angek\u00fcndigt, die Preise seines werbefreien Abonnements f\u00fcr Instagram und Facebook in Europa zu senken. 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