{"id":6083,"date":"2024-03-28T14:41:20","date_gmt":"2024-03-28T14:41:20","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/03\/28\/facebooks-verdecktes-projekt-ghostbusters-netzwerkverkehr-von-snapchat-und-co-abgefangen-und-analysiert\/"},"modified":"2024-03-28T14:41:20","modified_gmt":"2024-03-28T14:41:20","slug":"facebooks-verdecktes-projekt-ghostbusters-netzwerkverkehr-von-snapchat-und-co-abgefangen-und-analysiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=6083","title":{"rendered":"Facebooks verdecktes Projekt Ghostbusters: Netzwerkverkehr von Snapchat und Co. abgefangen und analysiert"},"content":{"rendered":"<p>Facebook hat anscheinend wieder einmal \u00c4rger am Hals. Dieses Mal geht es um ein verdecktes Projekt namens Ghostbusters, das zwischen den Jahren 2016 und 2019 in die Wege geleitet wurde. Aber Moment, Ghostbusters? Klingt das nicht nach einem Film? Nun ja, in diesem Fall steht es f\u00fcr etwas ganz anderes.<\/p>\n<p>Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, hat Facebook dieses Projekt ins Leben gerufen, um den Netzwerkverkehr zwischen Snapchat-Nutzern und den eigenen Servern abzufangen und zu entschl\u00fcsseln. Klingt nach einer Menge technischer Spielereien, aber im Grunde genommen wollte Facebook damit das Verhalten der Nutzer analysieren und so Snapchat Konkurrenz machen. Das ist doch fair, oder?<\/p>\n<p>Um dieses Projekt umzusetzen, hat Facebook den israelischen VPN-Dienst Onavo genutzt, den sie schon 2013 gekauft hatten. Mit Onavo war es ihnen m\u00f6glich, den App-Verkehr abzufangen und zu lesen, noch bevor er verschl\u00fcsselt und \u00fcber das Internet \u00fcbertragen wurde. Das klingt ein bisschen wie ein magischer Trick, aber es ist einfach nur Technologie.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat Facebook f\u00fcr diese Vorgehensweise nicht nur Lob geerntet. Sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb des Unternehmens gab es Kritik. Einige Mitarbeiter, wie Jay Parikh, der damals f\u00fcr die Infrastrukturentwicklung bei Facebook zust\u00e4ndig war, und Pedro Canahuati, der f\u00fcr die Sicherheitstechnik verantwortlich war, sollen Bedenken ge\u00e4u\u00dfert haben. Man kann sich vorstellen, dass es bei den Meetings ziemlich hei\u00df herging.<\/p>\n<p>Aber Snapchat war nicht das einzige Opfer von Ghostbusters. Auch Amazon und YouTube sollen betroffen gewesen sein. Facebook hat also versucht, sich einen Wettbewerbsvorteil gegen\u00fcber diesen Konkurrenten zu verschaffen, indem es den Netzwerkverkehr der Nutzer analysierte. Das nennt man dann wohl den Geist der Konkurrenz.<\/p>\n<p>Die Ver\u00f6ffentlichung dieser Informationen erfolgte im Rahmen einer Sammelklage zwischen Verbrauchern und Meta, dem Mutterkonzern von Facebook. Die neuen Dokumente wurden von einem Bundesgericht in Kalifornien freigegeben. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich dieser Fall weiterentwickelt und welche Konsequenzen Facebook daraus ziehen muss.<\/p>\n<p>Wir kennen ja Facebook mittlerweile in Bezug auf Datenschutzverletzungen. Das Unternehmen ist so etwas wie der Dauerbrenner, wenn es darum geht, die Privatsph\u00e4re der Nutzer zu sch\u00fctzen. Vielleicht sollten sie sich mal ein paar Tipps von den Ghostbusters holen, die ja bekanntlich daf\u00fcr zust\u00e4ndig sind, Geister zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorf\u00e4lle dazu beitragen, dass Big-Tech-Konzerne mehr Verantwortung im Umgang mit den Daten ihrer Nutzer \u00fcbernehmen und der Datenschutz st\u00e4rker beachtet wird. Denn am Ende des Tages wollen wir doch alle nur unsere Geister in Ruhe lassen und unsere Privatsph\u00e4re genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Facebook Onavo + Facebook + Snapchat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Facebook hat anscheinend wieder einmal \u00c4rger am Hals. 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