{"id":609,"date":"2023-10-23T11:02:48","date_gmt":"2023-10-23T11:02:48","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2023\/10\/23\/raumsonden-voyager-1-und-2-die-faulenzer-im-all\/"},"modified":"2023-10-23T11:02:48","modified_gmt":"2023-10-23T11:02:48","slug":"raumsonden-voyager-1-und-2-die-faulenzer-im-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=609","title":{"rendered":"Raumsonden Voyager 1 und 2: Die Faulenzer im All"},"content":{"rendered":"<p>Die Raumsonden Voyager 1 und 2 scheinen es sich gem\u00fctlich gemacht zu haben &#8211; und wer kann es ihnen ver\u00fcbeln? Die NASA hat k\u00fcrzlich bekanntgegeben, dass sie die Ausrichtung der Sonden etwas lockerer gestalten, um die Triebwerke zu schonen. Schlie\u00dflich m\u00fcssen die armen Dinger nicht st\u00e4ndig aktiviert werden, um Daten zu \u00fcbermitteln oder Befehle zu empfangen.<\/p>\n<p>Warum das Ganze? Nun, die NASA behauptet, dass durch die selteneren Triebwerksz\u00fcndungen m\u00f6gliche Blockaden in den kleinen Treibstoffleitungen vermieden werden k\u00f6nnen. Man stelle sich vor, die Sonden w\u00fcrden sich einen Treibstoffpfropfen einfangen &#8211; das w\u00e4re ja fast so \u00e4rgerlich wie ein verstopfter Abfluss in der K\u00fcche! Deshalb sollen die Treibwerke nun nur noch selten zum Einsatz kommen, um die Triebstoffzufuhr zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Um die Lebensdauer der Sonden noch weiter zu verl\u00e4ngern, wurden auch noch weitere Ma\u00dfnahmen ergriffen. Ein Software-Update wurde an die Sonden geschickt, um zuk\u00fcnftige Probleme zu verhindern. Schlie\u00dflich will man nicht, dass sich die Sonden wie bockige Teenager verhalten und ihre Arbeit verweigern. Die neue Ausrichtungsstrategie soll au\u00dferdem die kleinen Einlassrohre schonen, die scheinbar 25 Mal enger sind als die Treibstoffzuleitungen. Das ist ja fast so, als ob man versucht, durch einen Strohhalm zu atmen, w\u00e4hrend man einen Marathon l\u00e4uft. Also, wer kann es den Sonden ver\u00fcbeln, dass sie lieber ein bisschen faulenzen?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es auch ein paar Nachteile. Bei einer weniger pr\u00e4zisen Ausrichtung k\u00f6nnen gelegentlich Daten verloren gehen. Aber hey, das ist ein kleiner Preis, den wir zahlen m\u00fcssen, damit die Sonden l\u00e4nger aktiv bleiben. Und wer braucht schon ein paar verlorene Daten, wenn man daf\u00fcr noch mehr Daten bekommt? Ein bisschen wie bei einem Wurstbrot &#8211; manchmal f\u00e4llt ein St\u00fcck Wurst raus, aber daf\u00fcr hat man noch mehr Brot.<\/p>\n<p>Die NASA gibt zu, dass die genaue Zeit, wann die kleinen Einl\u00e4sse verstopfen k\u00f6nnten, unbekannt ist. Aber hey, solange es noch ungenutzte M\u00f6glichkeiten gibt, um das zu verz\u00f6gern, k\u00f6nnen wir die Sonden ja noch ein bisschen im All herumgammeln lassen. Schlie\u00dflich sind die Verantwortlichen immer darum bem\u00fcht, kreative L\u00f6sungen zu finden, wenn Probleme auftreten. Vielleicht k\u00f6nnten sie ja ein paar Astronauten vorbeischicken, die die Einlassrohre mal kr\u00e4ftig durchpusten?<\/p>\n<p>Es ist beeindruckend, dass sowohl Voyager 1 als auch Voyager 2 ihre geplante Lebensdauer bereits um das Zehnfache \u00fcberschritten haben. Sie sind die wahren Faulenzer im All &#8211; und wir lieben sie daf\u00fcr! Und jetzt, wo das Software-Update erfolgreich war, k\u00f6nnen wir uns entspannt zur\u00fccklehnen und darauf vertrauen, dass die Sonden weiterhin flei\u00dfig ihre Daten \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, wie lange Voyager 1 und 2 noch ihre Runden drehen werden. Aber eins steht fest: Solange sie nicht anfangen, sich auf der Couch Chips reinzustopfen und Netflix zu schauen, haben sie definitiv unsere Anerkennung verdient. Denn Faulenzer im All zu sein, ist schlie\u00dflich keine leichte Aufgabe!<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Weltraumsonden + Treibstoffverstopfung + Lebensdauerverl\u00e4ngerung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Raumsonden Voyager 1 und 2 scheinen es sich gem\u00fctlich gemacht zu haben &#8211; und wer kann es ihnen ver\u00fcbeln? Die NASA hat k\u00fcrzlich bekanntgegeben, dass sie die Ausrichtung der Sonden etwas lockerer gestalten, um die Triebwerke zu schonen. 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