{"id":6151,"date":"2024-04-02T07:26:24","date_gmt":"2024-04-02T07:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/04\/02\/youtuber-entdecken-alternative-einnahmequellen-patreon-als-ausweg-aus-der-youtube-krise\/"},"modified":"2024-04-02T07:26:24","modified_gmt":"2024-04-02T07:26:24","slug":"youtuber-entdecken-alternative-einnahmequellen-patreon-als-ausweg-aus-der-youtube-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=6151","title":{"rendered":"YouTuber entdecken alternative Einnahmequellen: Patreon als Ausweg aus der YouTube-Krise"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr YouTuber sehen sich gezwungen, auf alternative Einnahmequellen wie Patreon umzusteigen, da ihre Eink\u00fcnfte auf YouTube abnehmen. Obwohl YouTube als gr\u00f6\u00dfte Videoplattform der Welt gilt, ist es nicht unersetzlich. Wenn YouTube seinen Werbealgorithmus \u00e4ndert oder die Video-Moderation versch\u00e4rft, suchen viele Content Creators nach anderen M\u00f6glichkeiten, um sich nicht von einer einzigen Plattform abh\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p>Eine Studie des ZEW Mannheim in Zusammenarbeit mit Forschern der University of Nevada in Las Vegas und der Universit\u00e4t Tlcom Paris hat gezeigt, dass sich das Publikum der Plattformen ver\u00e4ndert und die Toxizit\u00e4t zunimmt. Die Studie basierte auf \u00fcber 2,8 Millionen Patreon-Inhalten w\u00e4hrend der YouTube-Adpocalypse 2017. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit f\u00fcr Plattformen, nicht nur werbefinanzierte, sondern auch abofinanzierte Erl\u00f6smodelle f\u00fcr Creators anzubieten.<\/p>\n<p>Die Creator Economy, in der Medienschaffende digitale Inhalte ver\u00f6ffentlichen und damit kommerzielle Ums\u00e4tze generieren, ist ein Multi-Milliardenmarkt. Unter den Begriffen YouTuber oder Influencer werden dabei nicht nur YouTuber selbst, sondern auch Blogger, Podcaster, K\u00fcnstler und die Plattformen selbst zusammengefasst. Die Creator Economy hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und wird voraussichtlich zu einem globalen Multi-Milliardenmarkt heranwachsen.<\/p>\n<p>Selbst geringf\u00fcgige \u00c4nderungen am YouTube-Algorithmus k\u00f6nnen erhebliche Auswirkungen haben, wie die sogenannte Adpocalypse im Jahr 2017 gezeigt hat. Damals entschieden sich bedeutende Werbepartner dazu, YouTube zu boykottieren, da ihre Anzeigen in Verbindung mit kontroversen Inhalten ausgespielt wurden. YouTube \u00e4nderte daraufhin seine Moderationsrichtlinien, was wiederum eine Bedrohung f\u00fcr die Einnahmen der Content Creators darstellte.<\/p>\n<p>Die Forscher des ZEW analysierten Patreon-Daten von aktiven Creators im Zeitraum von August 2017 bis August 2018. Dabei wurden die Entwicklung von frei verf\u00fcgbaren und exklusiven Abo-Inhalten, die H\u00f6he der Einnahmen sowie die Anzahl von Abonnenten, Likes, Kommentaren und toxischen Inhalten \u00fcber die Zeit untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Creators strategisch handeln, wenn sich die Regeln \u00e4ndern und Inhalte auf YouTube nicht mehr monetarisiert werden. Dadurch generieren Videos dort weniger oder gar keinen Umsatz mehr.<\/p>\n<p>Nach den \u00c4nderungen bei YouTube nehmen die Anzahl der Creators auf Patreon sowie ihre Inhalte und ihr Publikum zu. Creators, die gleichzeitig auf YouTube aktiv sind, haben die M\u00f6glichkeit, finanzielle Verluste auf YouTube durch zus\u00e4tzliches Engagement auf Patreon auszugleichen. Mit einem wachsenden Publikum auf Patreon nimmt jedoch auch die H\u00e4ufigkeit von Hatespeech zu.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung hat positive Auswirkungen f\u00fcr Patreon, aber auch negative, da die Toxizit\u00e4t in der Community mit der steigenden Anzahl an Creators und Zuschauern zunimmt. Die Wissenschaftler haben die Toxizit\u00e4t der Inhalte mithilfe der Google-Software Jigsaw zur Erkennung von Hass analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Produzenten, die sowohl auf YouTube als auch auf Patreon aktiv sind, keine zus\u00e4tzliche Feindseligkeit in das neue Medium einbringen. Mit dem zunehmenden Angebot an Inhalten nimmt jedoch die generelle Negativit\u00e4t der Plattform zu.<\/p>\n<p>Content-Ersteller und ihre Zuschauer haben die M\u00f6glichkeit, von einer Plattform zur n\u00e4chsten zu wechseln. Daher w\u00e4re es sinnvoll, wenn die Politik bei der Bek\u00e4mpfung digitaler Gewalt auch ihre Aufmerksamkeit auf kleinere Netzwerke richtet. Raphaela Andres, Ko-Autorin und Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich Digitale \u00d6konomie, betont, dass es nicht ausreicht, sich ausschlie\u00dflich auf die gro\u00dfen Netzwerke zu konzentrieren, um den Hass im Internet zu bek\u00e4mpfen. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) wird derzeit nur auf Plattformen mit mehr als zwei Millionen aktiven Nutzern im Inland angewandt. Andere Plattformen wie E-Mail-Anbieter, Messenger-Dienste, berufliche Netzwerke, Fachportale, Online-Spiele und Verkaufsplattformen sind von dieser Regelung nicht betroffen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Patreon YouTube + Raphaela Andres + YouTuber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr YouTuber sehen sich gezwungen, auf alternative Einnahmequellen wie Patreon umzusteigen, da ihre Eink\u00fcnfte auf YouTube abnehmen. Obwohl YouTube als gr\u00f6\u00dfte Videoplattform der Welt gilt, ist es nicht unersetzlich. 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