{"id":6315,"date":"2024-04-07T15:54:21","date_gmt":"2024-04-07T15:54:21","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/04\/07\/betrug-bei-studentischen-leistungsnachweisen-kuenstliche-intelligenz-als-ghostwriter-vor-gericht\/"},"modified":"2024-04-07T15:54:21","modified_gmt":"2024-04-07T15:54:21","slug":"betrug-bei-studentischen-leistungsnachweisen-kuenstliche-intelligenz-als-ghostwriter-vor-gericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=6315","title":{"rendered":"Betrug bei studentischen Leistungsnachweisen: K\u00fcnstliche Intelligenz als Ghostwriter vor Gericht!"},"content":{"rendered":"<p>Betrug bei studentischen Leistungsnachweisen ist ein bekanntes Problem, das sich durch den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) noch weiter versch\u00e4rft hat. Besonders beliebt ist dabei die Verwendung von ChatGPT als Ghostwriter, vor allem bei Bewerbungsessays f\u00fcr Universit\u00e4ten. Doch wie ein aktueller Fall am Verwaltungsgericht M\u00fcnchen gezeigt hat, kann diese Praxis auch vor Gericht Konsequenzen haben.<\/p>\n<p>In diesem Fall wurde ein Student vom Bewerbungsverfahren f\u00fcr einen Masterstudiengang an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen ausgeschlossen, nachdem die Erkennungssoftware und zwei \u00fcberpr\u00fcfende Professoren festgestellt hatten, dass sein englischsprachiger Essay h\u00f6chstwahrscheinlich von ChatGPT verfasst wurde. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts ist mittlerweile bindend und verdeutlicht, dass betr\u00fcgerische Versuche mit KI-Unterst\u00fctzung nicht ungestraft bleiben.<\/p>\n<p>Immer mehr Bildungseinrichtungen stehen vor der Herausforderung, solche betr\u00fcgerischen Versuche aufzudecken. Plagiatfindungssoftware, wie sie im M\u00fcnchner Fall verwendet wurde, liefert zwar Indizien, aber letztendlich m\u00fcssen Fachleute diese weiter \u00fcberpr\u00fcfen. Es steht au\u00dfer Frage, dass der Kampf gegen den Betrug in Zukunft schwieriger werden wird. Daher besteht ein dringender Bedarf an neuen, gerechten Konzepten.<\/p>\n<p>Die Hochschulen in Th\u00fcringen haben erkannt, dass ein neuer Ansatz im Umgang mit Technologie erforderlich ist und arbeiten derzeit an einer Richtlinie daf\u00fcr. In vielen Fachbereichen m\u00fcssen sich Studierende auf andere Pr\u00fcfungsformen einstellen. Steffen Teichert, der Pr\u00e4sident der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und stellvertretender Vorsitzender der Landespr\u00e4sidentenkonferenz sowie Mitglied im Verbandsrat des Deutschen Studierendenwerks, betont, dass die m\u00fcndliche Pr\u00fcfung wieder eine bedeutendere Rolle spielen m\u00fcsse. Es ist jedoch der falsche Ansatz, Programme wie ChatGPT zu verbieten.<\/p>\n<p>Der Ansatz der Th\u00fcringer, die sich rasch entwickelnde Technologie positiv einzubeziehen und sie aus dem Kontext des Schummelns bei Pr\u00fcfungen herauszuholen, erscheint auch anderswo attraktiv. Es gibt bereits spezialisierte Anbieter von Softwareplattformen, die den fairen Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz erm\u00f6glichen. Diese Plattformen integrieren ChatGPT in akademische Arbeitsabl\u00e4ufe und dokumentieren den Gebrauch des Large Language Models detailliert.<\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, ob dieser Ansatz zu einer nachhaltigen L\u00f6sung f\u00fchren kann und ob sich andere Bildungseinrichtungen diesem Beispiel anschlie\u00dfen werden. Der Kampf gegen den Betrug bei studentischen Leistungsnachweisen wird sicherlich eine Herausforderung bleiben, aber die Nutzung von KI-Technologie kann auch positive Effekte haben, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Es liegt nun an den Hochschulen und Bildungseinrichtungen, angemessene Richtlinien und Strategien zu entwickeln, um den fairen und ethischen Einsatz von KI-Unterst\u00fctzung sicherzustellen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: ChatGPT + M\u00fcnchen + VG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betrug bei studentischen Leistungsnachweisen ist ein bekanntes Problem, das sich durch den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) noch weiter versch\u00e4rft hat. Besonders beliebt ist dabei die Verwendung von ChatGPT als Ghostwriter, vor allem bei Bewerbungsessays f\u00fcr Universit\u00e4ten. 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