{"id":6519,"date":"2024-04-12T09:06:17","date_gmt":"2024-04-12T09:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/04\/12\/lxc-6-und-incus-6-neue-versionen-mit-langzeitunterstuetzung-veroeffentlicht\/"},"modified":"2024-04-12T09:06:17","modified_gmt":"2024-04-12T09:06:17","slug":"lxc-6-und-incus-6-neue-versionen-mit-langzeitunterstuetzung-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=6519","title":{"rendered":"LXC 6 und Incus 6: Neue Versionen mit Langzeitunterst\u00fctzung ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p>Die Container-Technologie ist aus der heutigen IT-Landschaft nicht mehr wegzudenken. W\u00e4hrend Podman, Docker und Kubernetes die Schlagzeilen dominieren, ist LXC nach wie vor aktiv und pr\u00e4sent. Am 4. April wurde bereits Version 6 von LXC ver\u00f6ffentlicht und nun haben die Entwickler das Management-Werkzeug Incus in der Version 6 nachgeliefert. Das Besondere an beiden Versionen ist, dass sie mit Langzeitunterst\u00fctzung ausgestattet sind. Das bedeutet, wer Systeme auf Basis von LXC 6 und Incus 6 konzipiert und aufbaut, kann sich auf eine l\u00e4ngere Zeit ohne Migrationen und umfangreiche Updates freuen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die sich nicht regelm\u00e4\u00dfig mit der Container-Welt unter Linux besch\u00e4ftigen, ist Incus m\u00f6glicherweise noch kein Begriff. Tats\u00e4chlich handelt es sich bei Incus um einen Fork von LXD, dem Container-Manager, der einst von Canonical entwickelt wurde. Incus wurde ins Leben gerufen, da Canonical vor etwa einem Jahr beschlossen hat, die gesamte Verwaltung von LXD intern durchzuf\u00fchren und sich nicht mehr an den Arbeiten des Linux Containers Projects zu beteiligen. Urspr\u00fcnglich war das Linux Containers Project haupts\u00e4chlich f\u00fcr LXC verantwortlich, erweiterte jedoch sp\u00e4ter seinen Zust\u00e4ndigkeitsbereich auf Werkzeuge wie LXD. Dies ergibt durchaus Sinn, da eine L\u00f6sung wie LXC allein nicht ausreicht, wenn kein entsprechendes Werkzeug zur Verf\u00fcgung steht, um Container auf Systemen effektiv zu verwalten. Canonical initiierte die Entwicklung von LXD, um genau diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Allerdings hat der Hersteller von Linux am 4. Juli 2023 beschlossen, die Zusammenarbeit mit dem Linux Containers Project zu beenden und stattdessen eine eigene Richtung einzuschlagen. Als Reaktion darauf hat das Linux Containers Project einen Fork der letzten gemeinsam entwickelten LXD-Version erstellt, der unter dem Namen Incus bekannt ist. Seitdem haben sich die Entwicklungen von LXD und Incus voneinander entfernt. Die Entwickler von LXC haben viel Zeit darauf verwendet, Incus aus dem begrenzten Netzwerk der Entwicklungs-Tools und Dienste von Ubuntu zu l\u00f6sen. Anbindungen an MaaS oder Candid wurden genauso entfernt wie die Integration in Canonicals RBAC. Ebenso wurde Shiftfs, ein weiteres Produkt von Ubuntu, entfernt, da es nun durch spezielle Mounts mit ID-Mapping aus Linux ersetzt werden kann, das direkt im Kernel vorhanden ist.<\/p>\n<p>Auch bei LXC wird versucht, alte Technologien loszuwerden: In LXC 6.0 wird erstmals Upstart, das alte Init-System von Ubuntu, nicht mehr unterst\u00fctzt. Dar\u00fcber hinaus kann nun erstmals ein gemeinsames lxc-Programm erstellt werden, das alle bisher eigenst\u00e4ndigen lxc-Unterkommandos enth\u00e4lt. Das ist jedoch freiwillig. Eine weitere wichtige Ver\u00e4nderung beinhaltet den Wechsel zu libdbus-1, um mit dem System-Bus zu kommunizieren, anstatt wie bisher libsystemd daf\u00fcr zu verwenden. In LXC 6.0 wurde zum ersten Mal IPv6 standardm\u00e4\u00dfig aktiviert. Es wird daher wahrscheinlich kaum mehr m\u00f6glich sein, die fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung und Nutzung von IPv6 aufzuhalten.<\/p>\n<p>Auch Incus 6 bringt eine wichtige Neuerung mit sich: die Integration von externem Speicher. Der Hersteller hat einen Volume-Treiber namens &#8222;clustered&#8220; entwickelt, der die Anbindung von LVM erm\u00f6glicht. Wenn alle Knoten einer LXC-Installation auf einen gemeinsamen Speicher zugreifen k\u00f6nnen, ist es m\u00f6glich, diesen zuk\u00fcnftig \u00fcber Clustered LVM mit LXC an Container anzubinden. Das Locking wird dann vom LVM-Treiber von LXC \u00fcbernommen. Gleichzeitig konzentriert sich Canonical auf seine eigenen Urspr\u00fcnge und hat in der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Version 5.21 von LXD sogar den Support f\u00fcr externe Speicher reduziert. Der Hersteller strebt an, dass LXD vor allem in hyperkonvergenten Infrastrukturen, die auf Dells PowerFlex basieren, eingesetzt wird. Dies ist wahrscheinlich auf die Kooperation zwischen Canonical und Dell zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr manche Beobachter m\u00f6glicherweise als Nachteil erscheint &#8211; n\u00e4mlich der interne Streit innerhalb der Linux Container Community &#8211; betont einmal mehr den unschlagbaren Vorteil des Open-Source-Prinzips: Praktisch haben die Nutzer von Linux-Containern jetzt die M\u00f6glichkeit, aus mehreren technischen Ans\u00e4tzen mit unterschiedlichen Feature-Sets zu w\u00e4hlen. Die Tatsache, dass sowohl die Autoren von Incus 6 als auch von LXD 5.21 diese Versionen jeweils als LTS-Versionen bezeichnen, zeigt deutlich, dass sich Nutzer von Linux-Containern keine Sorgen um deren Zukunftssicherheit machen m\u00fcssen. Die Release-Ank\u00fcndigungen enthalten alle Informationen zu Incus 6.0 LTS und LXC 6.0 LTS.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: LXC + Incus + LXD<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Container-Technologie ist aus der heutigen IT-Landschaft nicht mehr wegzudenken. W\u00e4hrend Podman, Docker und Kubernetes die Schlagzeilen dominieren, ist LXC nach wie vor aktiv und pr\u00e4sent. Am 4. April wurde bereits Version 6 von LXC ver\u00f6ffentlicht und nun haben die Entwickler das Management-Werkzeug Incus in der Version 6 nachgeliefert. 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