{"id":6957,"date":"2024-04-22T13:39:10","date_gmt":"2024-04-22T13:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/04\/22\/australischer-premierminister-kritisiert-x-scharf-wegen-nicht-blockierung-von-attentatsbeitraegen\/"},"modified":"2024-04-22T13:39:10","modified_gmt":"2024-04-22T13:39:10","slug":"australischer-premierminister-kritisiert-x-scharf-wegen-nicht-blockierung-von-attentatsbeitraegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=6957","title":{"rendered":"Australischer Premierminister kritisiert X scharf wegen Nicht-Blockierung von Attentatsbeitr\u00e4gen"},"content":{"rendered":"<p>Der Premierminister von Australien, Anthony Albanese, hat sich ordentlich Luft gemacht und den Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) scharf kritisiert. Der Grund daf\u00fcr ist, dass X sich weigert, Beitr\u00e4ge zu zwei Attentaten weltweit zu blockieren und dabei alle rechtlichen Tricks aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt. Albanese betonte, dass es hier nicht um das Recht auf Meinungsfreiheit geht, sondern vielmehr um die potenzielle Gefahr, die entsteht, wenn unwahre Informationen verbreitet werden. <\/p>\n<p>X hat daraufhin erkl\u00e4rt, dass die betreffenden Beitr\u00e4ge nur f\u00fcr Nutzer in Australien blockiert werden und dass das Unternehmen keine weitere Zust\u00e4ndigkeit hat. Elon Musk, der CEO des Unternehmens, hat das Ganze nat\u00fcrlich gleich dramatisiert und von einer weltweiten Inhaltssperre durch den australischen Zensurkommissar gesprochen. <\/p>\n<p>Nun, worum geht es eigentlich in diesem Streit? Es geht um zwei Attentate, die in Vororten von Sydney stattgefunden haben. Am 13. April gab es einen Vorfall in einem Einkaufszentrum, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen. Am n\u00e4chsten Tag wurden in einer Kirche mehrere Personen verletzt. Besonders umstritten ist der Umgang mit dem zweiten Angriff. <\/p>\n<p>Laut AP hat ein 16-J\u00e4hriger den umstrittenen Bischof einer assyrisch-christlichen Kirche vor laufender Kamera mit einem Messer angegriffen, wurde aber \u00fcberw\u00e4ltigt. Daraufhin versammelten sich Tausende von Menschen auf den Stra\u00dfen und forderten die Auslieferung des mutma\u00dflichen Attent\u00e4ters. Das f\u00fchrte zu Ausschreitungen, bei denen dutzende Polizisten verletzt wurden. <\/p>\n<p>Die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde f\u00fcr die Entfernung von sch\u00e4dlichen Inhalten im Internet, geleitet von der eSafety-Kommissarin Julie Inman Grant, hat die L\u00f6schung einiger Beitr\u00e4ge auf X angeordnet, was jedoch von der Plattform abgelehnt wurde. Die kritisierten Inhalte wurden nur f\u00fcr Nutzer in Australien gesperrt. X ist fest davon \u00fcberzeugt, dass das ausreicht und sie nicht den australischen Gesetzen unterliegen. Sie gehen sogar rechtlich gegen diese illegale und riskante Vorgehensweise vor. <\/p>\n<p>Und jetzt kommt der Hammer: X wurde angedroht, dass sie mit einer Bu\u00dfe von 785.000 Australischen Dollar pro Tag belegt werden, falls sie den Anweisungen nicht nachkommen. Die Beh\u00f6rde \u00e4u\u00dferte Bedenken, dass die Inhalte das Potenzial haben, zu einer weiteren Radikalisierung beizutragen. Das ist nat\u00fcrlich ein harter Schlag f\u00fcr X, aber sie lassen sich nicht so leicht einsch\u00fcchtern. <\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, wie dieser Streit weitergeht und ob X letztendlich nachgeben wird. Aber eines ist sicher: Die Debatte um die Verantwortung von Social-Media-Plattformen f\u00fcr die Verbreitung von Gewalt und Hass wird uns noch eine ganze Weile besch\u00e4ftigen. Und bis dahin k\u00f6nnen wir nur hoffen, dass vern\u00fcnftige L\u00f6sungen gefunden werden, um die potenzielle Gefahr zu minimieren.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: X + Australiens Zensurkommissar + AP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Premierminister von Australien, Anthony Albanese, hat sich ordentlich Luft gemacht und den Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) scharf kritisiert. Der Grund daf\u00fcr ist, dass X sich weigert, Beitr\u00e4ge zu zwei Attentaten weltweit zu blockieren und dabei alle rechtlichen Tricks aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt. 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