{"id":6989,"date":"2024-04-23T03:14:09","date_gmt":"2024-04-23T03:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/04\/23\/grindr-daten-gate-britische-user-verklagen-dating-app-queen-braucht-kein-zusaetzliches-drama\/"},"modified":"2024-04-23T03:14:09","modified_gmt":"2024-04-23T03:14:09","slug":"grindr-daten-gate-britische-user-verklagen-dating-app-queen-braucht-kein-zusaetzliches-drama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=6989","title":{"rendered":"Grindr-Daten-Gate: Britische User verklagen Dating-App! Queen braucht kein zus\u00e4tzliches Drama&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Grindr, die App f\u00fcr schwule M\u00e4nner auf der Suche nach Liebe, Abenteuer oder einfach nur einem netten Flirt, steht vor einer kleinen Herausforderung. Es scheint, als h\u00e4tte die beliebte Dating-Plattform die pers\u00f6nlichen Daten vieler britischer Nutzer ein wenig zu freiz\u00fcgig verteilt. Und wenn es etwas gibt, was die Briten nicht besonders m\u00f6gen, dann ist es, wenn jemand ihre Daten ohne ihre Zustimmung weitergibt. Da k\u00f6nnen die Queen und ihr Corgi ein Lied von singen!<\/p>\n<p>Nun, der High Court in London hat also eine Sammelklage gegen Grindr erhalten und ist bereits mit \u00fcber 670 betroffenen M\u00e4nnern als Kl\u00e4ger registriert. Das ist fast so, als w\u00fcrde die ganze britische Gay-Szene den High Court in Beschlag nehmen und sagen: &#8222;Hey Grindr, wir sind nicht so leicht zu haben!&#8220; Aber Moment mal, das ist ja auch der Sinn von Grindr, oder? Naja, Spa\u00df beiseite.<\/p>\n<p>Die Londoner Anwaltskanzlei Austen Hays, die sich auf solche Sammelklagen spezialisiert hat, gibt bekannt, dass die Kl\u00e4ger eine Entsch\u00e4digung in H\u00f6he von tausenden Pfund erhalten k\u00f6nnten, wenn sie erfolgreich sind. Das ist doch mal ein netter Trostpreis f\u00fcr den Fall, dass man unabsichtlich zum Opfer von Datenmissbrauch wird. Vielleicht ist das der Grund, warum so viele Briten in der Schlange stehen, um sich als Kl\u00e4ger anzumelden. Da kann man schon mal \u00fcber seine Privatsph\u00e4re hinwegsehen, wenn es darum geht, ein paar Pfund abzustauben.<\/p>\n<p>Aber Spa\u00df beiseite, die Vorw\u00fcrfe wiegen schwer. Grindr wird beschuldigt, sensible Nutzerdaten ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben zu haben. Das ist so, als w\u00fcrde man beim ersten Date gleich die intimsten Details ausplaudern. Nicht cool, Grindr! Das britische Datenschutzrecht sieht das n\u00e4mlich nicht so gerne und hat bereits eine Strafe in H\u00f6he von 6,5 Millionen Euro verh\u00e4ngt. Da hat Grindr wohl etwas zu tief ins Datenk\u00f6rbchen gegriffen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich Grindr das nicht gefallen und verspricht, sich vor Gericht energisch zu verteidigen. Sie werfen Austen Hays vor, die Gesch\u00e4ftspraktiken von Grindr falsch darzustellen. Angeblich sollen diese Praktiken vor mehr als vier Jahren beendet worden sein. Na, wenn das stimmt, dann hat Grindr ja wirklich eine lange Dating-Geschichte hinter sich. Aber ob das reicht, um die Klage abzuwehren, wird sich zeigen.<\/p>\n<p>Besonders brisant an der ganzen Sache ist jedoch der Teil der Klage, in dem es um vertrauliche Informationen aus Nutzerprofilen geht. Da wurden E-Mail-Adressen, GPS-Koordinaten und sogar der HIV-Status weitergeleitet. Das ist so, als w\u00fcrde man beim ersten Date direkt die Krankenakte auf den Tisch legen. Nicht gerade romantisch, oder?<\/p>\n<p>Grindr hat zwar zugegeben, die Daten weitergegeben zu haben, aber bestritten, sie verkauft zu haben. Na, Gott sei Dank! Man stelle sich vor, man h\u00e4tte auf eBay ein Gebot f\u00fcr den HIV-Status abgegeben. Das w\u00e4re ja fast so schlimm wie ein schlechtes Date!<\/p>\n<p>Aber Spa\u00df beiseite, das Ganze ist ein ernstes Thema. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) legt gro\u00dfen Wert auf den Schutz solcher sensiblen Informationen. Und da hat Grindr wohl ein bisschen geschlampt. Die norwegische Datenschutzbeh\u00f6rde hat das auch erkannt und eine Geldstrafe verh\u00e4ngt. Da hat Grindr wohl den falschen Weg eingeschlagen. Aber hey, das passiert den Besten!<\/p>\n<p>Jetzt muss der Schadenersatzprozess kl\u00e4ren, ob Grindr auch gegen britisches Datenschutzrecht versto\u00dfen hat. Das kann ja noch spannend werden. Vielleicht wird es das gr\u00f6\u00dfte Dating-Drama seit Bridget Jones und ihrem Kampf um Mr. Darcy. Wer wei\u00df?<\/p>\n<p>Grindr wurde \u00fcbrigens 2009 in Kalifornien gegr\u00fcndet und war eine Weile im Besitz eines chinesischen Unternehmens. Aber das wurde r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, da man sich Sorgen gemacht hat, dass die chinesischen Entwickler Zugriff auf die pers\u00f6nlichen Daten der Grindr-Nutzer hatten. Das ist so, als w\u00fcrde man beim ersten Date schon seine Familie vorstellen. Aber da waren wohl ein paar Geheimnisse im Spiel, die nicht ans Licht kommen sollten.<\/p>\n<p>Nun, mal sehen, wie die ganze Geschichte ausgeht. Vielleicht gibt es am Ende ja doch ein Happy End f\u00fcr alle Beteiligten. Und wer wei\u00df, vielleicht findet Grindr ja auch endlich seine gro\u00dfe Liebe. Aber bitte, Grindr, sei ein bisschen vorsichtiger mit den Daten deiner Nutzer. Du willst doch nicht, dass deine Dates zu einer Sammelklage gegen dich f\u00fchren, oder?<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Grindr + DSGVO + Austen Hays<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grindr, die App f\u00fcr schwule M\u00e4nner auf der Suche nach Liebe, Abenteuer oder einfach nur einem netten Flirt, steht vor einer kleinen Herausforderung. Es scheint, als h\u00e4tte die beliebte Dating-Plattform die pers\u00f6nlichen Daten vieler britischer Nutzer ein wenig zu freiz\u00fcgig verteilt. 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