{"id":7015,"date":"2024-04-23T19:55:23","date_gmt":"2024-04-23T19:55:23","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/04\/23\/eu-verordnung-fuer-ki-verbraucherschuetzer-wollen-aufsicht-rette-uns-vor-den-robotern\/"},"modified":"2024-04-23T19:55:23","modified_gmt":"2024-04-23T19:55:23","slug":"eu-verordnung-fuer-ki-verbraucherschuetzer-wollen-aufsicht-rette-uns-vor-den-robotern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=7015","title":{"rendered":"EU-Verordnung f\u00fcr KI: Verbrauchersch\u00fctzer wollen Aufsicht &#8211; Rette uns vor den Robotern!"},"content":{"rendered":"<p>Neue EU-Verordnung f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz: Verbrauchersch\u00fctzer fordern wirksame Aufsichtsma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>Die EU hat mal wieder zugeschlagen und eine neue Verordnung f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) verabschiedet. Damit wollen sie sicherstellen, dass die Mitgliedsstaaten innerhalb von zw\u00f6lf Monaten nach Inkrafttreten wirksame Aufsichtsma\u00dfnahmen einf\u00fchren. Das erinnert ein bisschen an die Regelungen des Digital Services Act (DSA), die auch darauf abzielen, Verbraucher besser zu sch\u00fctzen. <\/p>\n<p>Da die Frist bis zum Fr\u00fchjahr 2025 l\u00e4uft, hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) jetzt Vorschl\u00e4ge pr\u00e4sentiert, damit die Zeit nicht im Eiltempo verstreicht. Die Verbrauchersch\u00fctzer sind der Meinung, dass es f\u00fcr Beschwerden \u00fcber KI-Anwendungen einen einzigen Ansprechpartner geben sollte. Das w\u00fcrde die Sache nat\u00fcrlich erleichtern. Deshalb pl\u00e4diert der vzbv daf\u00fcr, dass eine zentrale nationale Aufsichtsbeh\u00f6rde f\u00fcr den Prozess verantwortlich sein sollte. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem sollte die Einreichung von Beschwerden ein Kinderspiel sein. Damit man nicht erst einen Doktortitel in Quantenphysik braucht, um \u00fcberhaupt eine Beschwerde abgeben zu k\u00f6nnen. Der vzbv dr\u00e4ngt au\u00dferdem darauf, dass bei dieser Aufsichtsbeh\u00f6rde ein unabh\u00e4ngiger nationaler KI-Beirat eingerichtet wird. Ein Beirat, der die Interessen der Zivilgesellschaft im Blick hat. Das klingt ja fast so, als w\u00fcrde da jemand wirklich auf uns h\u00f6ren wollen. <\/p>\n<p>Bisher hat der Verband noch keinen konkreten Vorschlag f\u00fcr die zentrale Instanz gemacht, aber hey, sie sind ja beratend t\u00e4tig und werden Stellungnahmen sowie Empfehlungen ver\u00f6ffentlichen. Vielleicht sollten wir ihnen ein paar Vorschl\u00e4ge schicken, wie die Beh\u00f6rde hei\u00dfen k\u00f6nnte. &#8222;KI-Kontrollzentrum&#8220; klingt doch ganz nett, oder? <\/p>\n<p>Die Verbrauchersch\u00fctzer finden au\u00dferdem, dass den zust\u00e4ndigen Marktaufsichtsbeh\u00f6rden privilegierte Informationsanspr\u00fcche gew\u00e4hrt werden sollten. Klingt nach einem guten Plan, denn dann k\u00f6nnten die Beh\u00f6rden besser \u00fcberpr\u00fcfen, was die KI-Anwendungen so treiben. <\/p>\n<p>Apropos Beh\u00f6rden, der vzbv schaut sich den Beirat des Digital Services Coordinators nach dem Digitale-Dienste-Gesetz als Vorbild an. Das ist ja auch nicht verkehrt, schlie\u00dflich sollte der KI-Beirat ausgewogen besetzt sein. Mit Leuten aus dem Wirtschaftszweig, Start-ups, Mittelstand, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Eine bunte Mischung eben, damit auch alle ihre Meinung einbringen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Deutschland muss \u00fcbrigens innerhalb von nur drei Monaten nach dem Inkrafttreten des AI-Acts nationale Beh\u00f6rden oder Stellen benennen, die die Einhaltung der Pflichten f\u00fcr KI-Betreiber \u00fcberwachen oder durchsetzen. Da sollte man sich beeilen, schlie\u00dflich geht es um wichtige Aspekte wie Nichtdiskriminierung, Privatsph\u00e4re und Verbraucherschutz. <\/p>\n<p>Die Verbrauchersch\u00fctzer wollen au\u00dferdem, dass der Einsatz von biometrischen Fernidentifizierungssystemen wie automatisierter Gesichtserkennung an \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Orten verboten wird. Das klingt vern\u00fcnftig, schlie\u00dflich kann diese Technologie nicht nur fehleranf\u00e4llig sein, sondern stellt auch ein Risiko f\u00fcr die Privatsph\u00e4re dar. <\/p>\n<p>Damit das Ganze nicht nur leere Worte bleiben, sollten Verst\u00f6\u00dfe gegen die neuen Regeln auch Konsequenzen haben. Sanktionen w\u00e4ren da angebracht. Sonst wird das Ganze ja zum Kaffeekr\u00e4nzchen, bei dem sich keiner an die Regeln h\u00e4lt. <\/p>\n<p>Die Zeit l\u00e4uft, Deutschland muss schnell handeln und wirksame Aufsichtsma\u00dfnahmen einf\u00fchren. Der vzbv macht konkrete Vorschl\u00e4ge, damit Verbraucher bei Beschwerden \u00fcber KI-Anwendungen nicht im Regen stehen. Es bleibt abzuwarten, wie die deutschen Beh\u00f6rden und der nationale Gesetzgeber darauf reagieren werden. Hoffentlich haben sie ihren Humor mit im Gep\u00e4ck, denn bei dem Thema kann man ihn sicher gut gebrauchen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: DSA + KI + vzbv<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue EU-Verordnung f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz: Verbrauchersch\u00fctzer fordern wirksame Aufsichtsma\u00dfnahmen Die EU hat mal wieder zugeschlagen und eine neue Verordnung f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) verabschiedet. Damit wollen sie sicherstellen, dass die Mitgliedsstaaten innerhalb von zw\u00f6lf Monaten nach Inkrafttreten wirksame Aufsichtsma\u00dfnahmen einf\u00fchren. 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