{"id":7149,"date":"2024-04-27T08:27:19","date_gmt":"2024-04-27T08:27:19","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/04\/27\/effektive-umweltueberwachung-tum-entwickelt-mobile-roboterplattform-fuer-reinigung-und-erfassung-von-schadstoffen\/"},"modified":"2024-04-27T08:27:19","modified_gmt":"2024-04-27T08:27:19","slug":"effektive-umweltueberwachung-tum-entwickelt-mobile-roboterplattform-fuer-reinigung-und-erfassung-von-schadstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=7149","title":{"rendered":"Effektive Umwelt\u00fcberwachung: TUM entwickelt mobile Roboterplattform f\u00fcr Reinigung und Erfassung von Schadstoffen"},"content":{"rendered":"<p>Die Forschenden der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) sind davon \u00fcberzeugt, dass Robotertechnologie und k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) eingesetzt werden k\u00f6nnen, um Umwelt\u00fcberwachung und -reinigung effektiver zu gestalten. Seit etwa vier Jahren entwickeln sie daher am TUM Institut MIRMI (Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence) eine Technologieplattform f\u00fcr Umweltrobotik.<\/p>\n<p>Die Plattform erm\u00f6glicht es bereits jetzt, Roboter und Drohnen sowohl per Fernsteuerung als auch direkt vor Ort zu steuern. Da Umweltroboter an verschiedenen Standorten ben\u00f6tigt werden, ist die Plattform mobil und befindet sich in einem Hyundai Staria Van. Dieser Van fungiert als Steuerzentrale mit 5G-Mobilfunkverbindung und lokalem Rechenzentrum, ausgestattet mit leistungsstarken Hochleistungsrechnern. Dar\u00fcber hinaus enth\u00e4lt der Van Quadrocopter-Flugdrohnen mit (Thermal-)Kameras, einen Unterwasser-Roboter und einen Land-Roboter mit vier R\u00e4dern. Sowohl die Roboter als auch der Van sind mit Kameras, Sensoren und Greifarmen ausgestattet, die von der Steuerzentrale aus mit einem Xbox-Controller oder einer Tastatur bedient werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die M\u00fcnchner Forschenden arbeiten derzeit daran, zwei Entwicklungsstufen ihrer Umweltrobotik voranzutreiben. Die Plattform dient bereits als Steuerzentrale f\u00fcr Experten, die sich \u00fcber einen Webbrowser mit den Robotern im Van verbinden und sie steuern k\u00f6nnen. Ein Gew\u00e4sserbiologe k\u00f6nnte beispielsweise einen Umweltrobotik-Experten mit dem Hyundai Staria Van zu einem See schicken, um mithilfe von Drohnen Schadstoffe oder M\u00fcll zu lokalisieren und einzusammeln. Auch Messungen und Probensammlungen k\u00f6nnen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Implementierung des Systems, das als &#8222;Robotic-as-a-Service&#8220; (RaaS) bezeichnet wird, funktioniert bereits als zuverl\u00e4ssiger Prototyp. Die MIRMI-Forschenden haben das System am Starnberger See erprobt, wo die Roboter M\u00fcll aus dem Gew\u00e4sser entfernen und die Umgebung s\u00e4ubern. Um den Prototyp weiterzuentwickeln, arbeitet das Team daran, die Guardians in der Lage zu machen, gr\u00f6\u00dfere Mengen an M\u00fcll einzusammeln. Aktuell liegt der Fokus insbesondere auf den Ufern von Gew\u00e4ssern. In Zukunft k\u00f6nnten gr\u00f6\u00dfere und leistungsf\u00e4higere Tauchroboter in das System integriert werden, um beispielsweise eine Schwimmplattform mit gesammeltem M\u00fcll zu bef\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die Hauptaufgabe der MIRMI-Forschenden besteht jedoch nicht darin, ein ausgekl\u00fcgeltes Abfallsammel- und -entsorgungssystem zu entwickeln. Bei gr\u00f6\u00dferen Mengen an M\u00fcll k\u00f6nnten sie jedoch mit einem Abfallentsorgungsunternehmen zusammenarbeiten. Derzeit arbeitet das MIRMI an der Entwicklung eines Telepr\u00e4senz-Betriebssystems f\u00fcr Roboter. Dabei liegt der Fokus auf der Schaffung einer universellen Schnittstelle zu den APIs aller Roboter und Maschinen, die dann nahtlos in das Van-System integriert werden k\u00f6nnen. Ziel ist es, dass die Roboter spezialisierte F\u00e4higkeiten haben und gemeinsam arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Konzept der Umweltrobotik wird erst durch eine benutzerfreundliche Mensch-Maschine-Schnittstelle sinnvoll. Das Konzept der &#8222;Multisystem-Telepr\u00e4senz&#8220; erm\u00f6glicht es einem Bediener, mehrere Drohnen und Roboter gleichzeitig zu steuern. Experten aus aller Welt k\u00f6nnen sich gleichzeitig in das Telepr\u00e4senz-System einloggen und die Systeme steuern oder gemeinsam eine Einsatzplanung durchf\u00fchren. Um sicherzustellen, dass dies reibungslos funktioniert, plant das MIRMI den Einsatz von Techniken wie Digitalen Zwillingen.<\/p>\n<p>Daniel D\u00fccker, der wissenschaftliche Leiter des Forschungsfelds Umweltrobotik am MIRMI, erkl\u00e4rt, dass die Plattform in der Lage ist, v\u00f6llig verschiedene Roboter f\u00fcr den Einsatz bei jedem Menschen auf der Welt anzupassen. Dadurch wird eine Demokratisierung der Robotik erm\u00f6glicht, da jeder &#8211; unabh\u00e4ngig von seinem Fachgebiet &#8211; auf die Roboter zugreifen kann.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: MIRMI + TUM + KI<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Forschenden der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) sind davon \u00fcberzeugt, dass Robotertechnologie und k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) eingesetzt werden k\u00f6nnen, um Umwelt\u00fcberwachung und -reinigung effektiver zu gestalten. 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