{"id":7489,"date":"2024-05-08T09:05:28","date_gmt":"2024-05-08T09:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/05\/08\/chinesische-betruegerbande-mit-ueber-76-000-online-shops-enttarnt-bogusbazaar-stiehlt-kreditkartendaten\/"},"modified":"2024-05-08T09:05:28","modified_gmt":"2024-05-08T09:05:28","slug":"chinesische-betruegerbande-mit-ueber-76-000-online-shops-enttarnt-bogusbazaar-stiehlt-kreditkartendaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=7489","title":{"rendered":"Chinesische Betr\u00fcgerbande mit \u00fcber 76.000 Online-Shops enttarnt: BogusBazaar stiehlt Kreditkartendaten!"},"content":{"rendered":"<p>Vorsicht vor der chinesischen Betr\u00fcgerbande! Sie haben es geschafft, \u00fcber 76.000 Online-Shops auf die Beine zu stellen, die nichts anderes als Betrug waren. Ihr Ziel? Kreditkartendaten von ahnungslosen Internetnutzern zu stehlen. Klingt nach einem echten Albtraum, oder?<\/p>\n<p>Laut den Recherchen der deutschen Cybersicherheitsfirma SR Labs und der Zeitung Die Zeit tr\u00e4gt diese Organisation den Namen BogusBazaar. Klingt fast schon wie ein Superheldenname, oder? Aber hier geht es nicht um heldenhafte Taten, sondern um kriminelle Machenschaften. BogusBazaar hat eine Software entwickelt, mit der sie diese betr\u00fcgerischen Online-Shops halbautomatisch erstellen k\u00f6nnen. Und das l\u00e4uft wie geschmiert, denn immerhin waren im April noch 23.000 dieser Schurken-Shops aktiv.<\/p>\n<p>Wie funktioniert der Betrug? Ganz einfach: Die Bande erstellt die Shops unter abgelaufenen Domains. Dort werden dann hochwertige Produkte zu unschlagbar niedrigen Preisen angeboten. Wer k\u00f6nnte da widerstehen? Das Hauptteam entwickelt die Software, w\u00e4hrend andere Personen die Shops betreiben. Das Ganze \u00e4hnelt also einem Franchise-System, nur eben in der Welt des Online-Betrugs.<\/p>\n<p>Besonders Frankreich und die USA sind von dieser Betrugsbande betroffen. Aber auch Deutschland, Italien, Gro\u00dfbritannien und Spanien sind nicht verschont geblieben. Allein aus Deutschland gab es \u00fcber 100.000 Bestellversuche auf den betr\u00fcgerischen Seiten. Die Bande nutzt abgelaufene Domains mit hoher Reputation bei Google, um ihre Shops einzurichten. Die Seiten werden in verschiedenen Sprachen gehalten und basieren auf WordPress.<\/p>\n<p>Und jetzt kommt der fiese Teil: Wenn du deine Kreditkartendaten eingibst, gehen sie direkt an die Kriminellen. Du bekommst h\u00f6chstens eine nette Fehlermeldung als Dankesch\u00f6n zur\u00fcck. In einigen F\u00e4llen wirst du jedoch auf eine weitere Seite weitergeleitet und kannst scheinbar doch Waren bestellen. Aber lass dich nicht t\u00e4uschen! Die bestellten Artikel werden entweder gar nicht geliefert oder du bekommst v\u00f6llig unpassende Produkte. Stell dir vor, du bestellst einen schicken Blazer und bekommst stattdessen eine billig aussehende Sonnenbrille. Das nenne ich mal eine modische \u00dcberraschung!<\/p>\n<p>Die Experten von SR Labs haben eine Datenbank mit sage und schreibe 476.000 Kreditkartennummern entdeckt. Und nicht nur das, sie hatten auch Zugriff auf die Namen, Adressen und sogar die dreistelligen Sicherheitsnummern. Die Bande tarnt sich in China als seri\u00f6ses Au\u00dfenhandelsunternehmen. Sie suchen nach Programmierern und Datenerfassern, die ihnen bei ihrem kriminellen Treiben helfen. Die Angestellten verdienen dabei zwischen 350 und 700 Euro im Monat, w\u00e4hrend die Manager mit Boni in H\u00f6he von mehreren Hunderttausend Euro belohnt werden. Tja, Verbrechen zahlt sich manchmal doch aus. Zumindest f\u00fcr die Bosse.<\/p>\n<p>Leider k\u00f6nnen westliche Strafverfolgungsbeh\u00f6rden wenig gegen diese chinesische Betr\u00fcgerbande ausrichten. Sie operieren au\u00dferhalb ihrer Reichweite und es ist unklar, ob die chinesische Regierung Ma\u00dfnahmen ergreift. Was k\u00f6nnen wir also tun, um uns zu sch\u00fctzen? Seid wachsam, liebe Internetnutzer! Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, dann ist es meistens auch so. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nutzt den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale, um die Vertrauensw\u00fcrdigkeit von Online-Shops zu \u00fcberpr\u00fcfen. Und nat\u00fcrlich sollte jeder Verdacht von Betrug den Beh\u00f6rden gemeldet werden.<\/p>\n<p>SR Labs hat \u00fcbrigens die Daten an die Beh\u00f6rden weitergegeben und einige der betr\u00fcgerischen Online-Shops wurden bereits abgeschaltet. Ein kleiner Sieg gegen die Betr\u00fcgerbande aus China. Aber wir sollten unsere Wachsamkeit nicht vernachl\u00e4ssigen. Denn solche Banden gibt es \u00fcberall und sie scheuen keine M\u00fche, um an unsere Daten zu kommen. Also Augen auf und immer sch\u00f6n skeptisch bleiben!<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: China + SR Labs + USA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorsicht vor der chinesischen Betr\u00fcgerbande! Sie haben es geschafft, \u00fcber 76.000 Online-Shops auf die Beine zu stellen, die nichts anderes als Betrug waren. Ihr Ziel? Kreditkartendaten von ahnungslosen Internetnutzern zu stehlen. Klingt nach einem echten Albtraum, oder? 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