{"id":7513,"date":"2024-05-08T14:42:56","date_gmt":"2024-05-08T14:42:56","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/05\/08\/microsoft-aktualisiert-roadmap-fuer-exchange-server-neue-funktionen-und-subscription-edition-angekuendigt\/"},"modified":"2024-05-08T14:42:56","modified_gmt":"2024-05-08T14:42:56","slug":"microsoft-aktualisiert-roadmap-fuer-exchange-server-neue-funktionen-und-subscription-edition-angekuendigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=7513","title":{"rendered":"Microsoft aktualisiert Roadmap f\u00fcr Exchange Server: Neue Funktionen und Subscription Edition angek\u00fcndigt"},"content":{"rendered":"<p>Microsoft hat k\u00fcrzlich eine aktualisierte Roadmap f\u00fcr den Exchange Server ver\u00f6ffentlicht, die einen Ausblick auf die zuk\u00fcnftige Entwicklung des Servers gibt und die Einf\u00fchrung neuer Funktionen ank\u00fcndigt. Die Roadmap umfasst geplante Aktualisierungen f\u00fcr das Cumulative Update (CU) 15 der Version 2019 sowie die Einf\u00fchrung der Subscription Edition (SE) im dritten Quartal 2025 und das CU1 f\u00fcr die SE im Oktober 2025.<\/p>\n<p>Die SE ist das n\u00e4chste Release des Exchange Servers und verwendet das gleiche Lizenzmodell wie der SharePoint Server Subscription Edition. Kunden m\u00fcssen entweder \u00fcber eine entsprechende Abonnementlizenz oder einen aktiven Software-Assurance-Vertrag als Teil ihrer Volumenlizenzierung verf\u00fcgen, um die SE nutzen zu k\u00f6nnen. Die SE wird in die Modern Lifecycle Policy integriert sein, was bedeutet, dass Microsoft sie kontinuierlich aktualisieren wird, solange gen\u00fcgend Nachfrage besteht.<\/p>\n<p>Im CU15 des Exchange Servers 2019 wird der Support f\u00fcr TLS 1.3 eingef\u00fchrt. Zudem wird das Zertifikatsmanagement im Exchange Admin Center (EAC) von Microsoft wieder eingef\u00fchrt. Administratoren haben die M\u00f6glichkeit, neue Zertifikate von ihrem Anbieter anzufordern, die Anfrage abzuschlie\u00dfen, sobald das Zertifikat erhalten wurde, und die Zertifikate als RPX-Dateien zu exportieren und wieder zu importieren.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus stellt Microsoft den Support f\u00fcr die Unified Communications Managed API 6.0 (UCMA) sowie das Instant-Messaging-Feature in der Web-Version von Outlook ein. Die Message-Queuing-Komponente (MSMQ) f\u00fcr Windows wird nicht mehr automatisch w\u00e4hrend der Installation eingerichtet. Stattdessen wird der Support f\u00fcr den Windows Server 2025 im CU15 integriert, sobald das neue Betriebssystem im Laufe des Jahres erscheint. Kunden haben jedoch die M\u00f6glichkeit, den aktuellen Exchange Server auf einem Windows Server 2019 oder 2022 zu installieren.<\/p>\n<p>Mit dem CU15 k\u00f6nnen auch neue Produkt-Keys verwendet werden, die andere Server-Rollen erfordern. Kunden haben die M\u00f6glichkeit, diese Keys zu erwerben, sobald der Exchange Server SE ver\u00f6ffentlicht wird. Der SE basiert genau auf der Version 2019 CU15, einschlie\u00dflich aller bis dahin ver\u00f6ffentlichten Sicherheitsupdates. Erst mit dem darauf folgenden CU1 k\u00f6nnen Nutzer die neuen Funktionen erwarten.<\/p>\n<p>Im CU1 wird die Einf\u00fchrung von Kerberos f\u00fcr die Server-zu-Server-Kommunikation angek\u00fcndigt. Dieses Protokoll wird das bisherige Standardprotokoll NTLMv2 f\u00fcr die Authentifizierung zwischen Exchange-Instanzen abl\u00f6sen. Zus\u00e4tzlich wird das Update eine neue Admin-API einf\u00fchren und Remote PowerShell (RPS) entfernen, das aus Sicherheitsgr\u00fcnden bereits seit Ende 2022 abgek\u00fcndigt wurde. Ebenso wird Outlook Anywhere (RPC over HTTP) aus Exchange entfernt, das Nutzern ohne VPN-Zugriff erm\u00f6glichte, auf ihre E-Mails zuzugreifen. Dieser Schritt wurde bereits vor mehreren Jahren von Exchange Online und Microsoft 365 unternommen. Unter bestimmten Umst\u00e4nden k\u00f6nnen Erweiterungen von externen Entwicklern betroffen sein.<\/p>\n<p>Ab dem CU1 werden auch \u00e4ltere Versionen des Exchange Servers nicht mehr unterst\u00fctzt, sodass nur noch die SE-Version (mit Ausnahme von SE RTM) als unterst\u00fctzte Version gilt und die Koexistenz mit \u00e4lteren Exchange Servern blockiert wird.<\/p>\n<p>In der neuen Roadmap geht Microsoft detailliert auf den Upgrade-Pfad verschiedener Releases ein. Benutzer werden ermutigt, bereits jetzt auf Version 2019 CU14 mit Windows Server 2022 zu aktualisieren. Nur diejenigen, die auf Windows Server 2025 warten m\u00f6chten, sollten erst beim Erscheinen des neuen Betriebssystems auf Exchange Server 2019 CU15 umsteigen. Nach dem CU14 oder CU15 erfolgt das Upgrade direkt auf die SE.<\/p>\n<p>Microsoft betont in den FAQs, dass weder Exchange 2016 noch Exchange 2019 einen verl\u00e4ngerten Support erhalten werden. Es wird empfohlen, dass diejenigen, die den ersten Server einsetzen, schnellstm\u00f6glich auf die Version 2019 aktualisieren, um dann direkt die SE f\u00fcr ihre On-Premises-Installation nutzen zu k\u00f6nnen. Ein direktes Upgrade von Exchange 2016 auf die SE ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der Wechsel zu neuen Lizenzen und die Einf\u00fchrung der SE waren bereits bekannt. Die Herausforderung besteht darin, dass der \u00dcbergang knapp ist, da die SE kurz vor dem Ende des Supports f\u00fcr den Vorg\u00e4nger erscheint. Dieses Problem entsteht auch dadurch, dass Microsoft den erwarteten Exchange Server f\u00fcr 2021 gestrichen hat. Da die Code-Basis gleich ist, sollte der Wechsel zumindest technisch keine Probleme verursachen. Der Wechsel des Lizenzmodells wurde nicht \u00fcberraschend angek\u00fcndigt, da der Anbieter Ende April bereits auf die Modern Lifecycle Policy hingewiesen hatte.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Microsoft + SE + CU15<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Microsoft hat k\u00fcrzlich eine aktualisierte Roadmap f\u00fcr den Exchange Server ver\u00f6ffentlicht, die einen Ausblick auf die zuk\u00fcnftige Entwicklung des Servers gibt und die Einf\u00fchrung neuer Funktionen ank\u00fcndigt. 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