{"id":7649,"date":"2024-05-13T19:41:24","date_gmt":"2024-05-13T19:41:24","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/05\/13\/europa-gegen-microsoft-der-kampf-um-den-fairen-wettbewerb\/"},"modified":"2024-05-13T19:41:24","modified_gmt":"2024-05-13T19:41:24","slug":"europa-gegen-microsoft-der-kampf-um-den-fairen-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=7649","title":{"rendered":"Europa gegen Microsoft: Der Kampf um den fairen Wettbewerb"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Wettbewerbsh\u00fcter haben es auf Microsoft abgesehen und planen ein Kartellverfahren gegen den US-Tech-Konzern. Der Vorwurf lautet, dass Microsoft den Wettbewerb seiner Kommunikations-App Teams behindert. Die Europ\u00e4ische Kommission ist besorgt, dass der Gigant aus Redmond den Wettbewerb in der EU beeintr\u00e4chtigt. <\/p>\n<p>Die Untersuchung basiert auf einer Beschwerde von Slack, einer Tochtergesellschaft von Salesforce, die im Sommer 2020 bei der EU-Kommission eingereicht wurde. Slack beschuldigt Microsoft, den Wettbewerb zu behindern und illegal zu handeln, indem Teams in die Microsoft-365-Dienste integriert wird. Auch der deutsche Anbieter von Videokonferenzsystemen, Alfaview, hat im Juli letzten Jahres eine Beschwerde eingereicht.<\/p>\n<p>Um einer m\u00f6glichen Kartellstrafe zu entgehen, hat Microsoft im Oktober 2020 beschlossen, Teams separat von Microsoft 365 und Office 365 in der EU und der Schweiz zu vermarkten. Ende M\u00e4rz wurde diese Entflechtung auch im Rest der Welt vollzogen. Dennoch bestehen weiterhin Bedenken innerhalb der EU-Kommission, dass Microsoft nicht genug tut, um einen fairen Markt zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Die Wettbewerber von Microsoft bef\u00fcrchten, dass Teams mit der hauseigenen Software besser kompatibel ist als mit anderen Anwendungen. Zudem sind die Daten nicht \u00fcbertragbar, was den Wechsel zu anderen Angeboten erschwert. Ein Kartellverfahren gegen Microsoft w\u00e4re das Ende eines jahrzehntelangen Friedens zwischen den EU-Regulierungsbeh\u00f6rden und dem Tech-Riesen.<\/p>\n<p>Aber Microsoft ist nicht allein im Fadenkreuz der EU. Die Europ\u00e4ische Kommission pr\u00fcft auch, ob die Partnerschaft zwischen Microsoft und dem ChatGPT-Hersteller OpenAI gegen das EU-Wettbewerbsrecht verst\u00f6\u00dft. Zus\u00e4tzlich wurden Untersuchungen gegen andere Technologieunternehmen wegen m\u00f6glicher Verst\u00f6\u00dfe gegen den Digital Markets Act (DMA) und den Digital Services Act (DSA) eingeleitet. Facebook, Instagram, TikTok, X (ehemals bekannt als Twitter) und Google mussten sich bereits den Fragen der EU-Kommission stellen. Auch Googles Suchmaschine, Google Play, Metas Bezahlmodell und Apples App-Store-Regeln werden genauer unter die Lupe genommen.<\/p>\n<p>Die EU plant mit diesen neuen Gesetzen, den Missbrauch von Marktmacht durch gro\u00dfe Unternehmen einzud\u00e4mmen. Sie m\u00f6chte sicherstellen, dass der Wettbewerb fair bleibt und Kunden nicht aufgrund von monopolistischen Praktiken benachteiligt werden. <\/p>\n<p>Microsoft hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Vorw\u00fcrfen abgegeben, verweist aber auf eine fr\u00fchere Erkl\u00e4rung, in der das Unternehmen betont, mit der EU-Kommission zusammenzuarbeiten, um pragmatische L\u00f6sungen zu finden, von denen Kunden und Entwickler in Europa profitieren. Auch die EU-Kommission hat sich bisher nicht zu den Vorw\u00fcrfen ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, wie das Kartellverfahren gegen Microsoft letztendlich ausgehen wird. Eines ist jedoch sicher: Die EU-Wettbewerbsh\u00fcter sind entschlossen, den fairen Wettbewerb zu sch\u00fctzen und den Tech-Giganten in die Schranken zu weisen. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich dieser Kampf um die digitale Vorherrschaft entwickelt und welche Auswirkungen er auf die Tech-Branche haben wird.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Microsoft + EU + DSA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Wettbewerbsh\u00fcter haben es auf Microsoft abgesehen und planen ein Kartellverfahren gegen den US-Tech-Konzern. Der Vorwurf lautet, dass Microsoft den Wettbewerb seiner Kommunikations-App Teams behindert. Die Europ\u00e4ische Kommission ist besorgt, dass der Gigant aus Redmond den Wettbewerb in der EU beeintr\u00e4chtigt. 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