{"id":797,"date":"2023-10-26T12:50:25","date_gmt":"2023-10-26T12:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2023\/10\/26\/millionenfoerderung-bienen-inspiration-fuer-effiziente-sensorik\/"},"modified":"2023-10-26T12:50:25","modified_gmt":"2023-10-26T12:50:25","slug":"millionenfoerderung-bienen-inspiration-fuer-effiziente-sensorik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=797","title":{"rendered":"Millionenf\u00f6rderung: Bienen-Inspiration f\u00fcr effiziente Sensorik"},"content":{"rendered":"<p>Ein internationales Forschungsteam plant mit dem Projekt SWIMS einen revolution\u00e4ren Durchbruch in der digitalen Signalverarbeitung. Die Partner aus Dresden, Louvain-la-Neuve, Lausanne und Groningen haben sich zusammengeschlossen, um intelligente drahtlose multimodale sensorische Systeme zu entwickeln, die von Bienen inspiriert sind. Das Hauptziel besteht darin, die Energieeffizienz auf Systemebene zu verbessern. F\u00fcr ihr Vorhaben haben die Professoren Gerhard P. Fettweis, Elisabetta Chicca, Denis Flandre und Adrian M. Ionescu einen Synergy Grant des European Research Council (ERC) in H\u00f6he von 13,5 Millionen Euro erhalten.<\/p>\n<p>Das Projekt SWIMS zielt darauf ab, den \u00dcbergang von analoger zu digitaler Elektronik voranzutreiben. In der heutigen digitalen Welt erfolgt die Signal\u00fcbertragung linear entlang des Signalpegels, was zu einem erh\u00f6hten Energieverbrauch f\u00fchrt. Die Forschungsgruppe um Prof. Fettweis hingegen m\u00f6chte eine nichtlineare Impulsverarbeitung in der Elektronik erm\u00f6glichen. Hierbei orientieren sie sich an L\u00f6sungen, die bereits von Insekten wie Bienen umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Eine Biene verf\u00fcgt \u00fcber eine vergleichsweise kleine neuronale Struktur, beherrscht jedoch mit minimalem Energieaufwand F\u00e4higkeiten wie das Orten, H\u00f6ren, Sehen, gesteuertes Fliegen und Kommunizieren. Das Projektteam m\u00f6chte die aus der Biologie abgeleiteten Methoden zur L\u00f6sung des nichtlinearen Optimierungsproblems auf elektronische Schaltungen anwenden.<\/p>\n<p>Die Synergy Grants des ERC erm\u00f6glichen die F\u00f6rderung von interdisziplin\u00e4ren Teams an verschiedenen Standorten. Diese F\u00f6rderung unterst\u00fctzt Projekte, die zu Durchbr\u00fcchen an den Grenzen des Wissens f\u00fchren. F\u00fcr das Projekt SWIMS erh\u00e4lt die TU Dresden eine F\u00f6rderung in H\u00f6he von ca. 2 Millionen Euro. Die Gesamtf\u00f6rdersumme bel\u00e4uft sich auf 13,5 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Prof. Gerhard P. Fettweis, der Leiter des Projekts, wurde in Belgien geboren und ist seit 1994 Professor f\u00fcr Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden. Er ist auch der Koordinator des 5G Lab und der wissenschaftliche Gr\u00fcndungsleiter und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Barkhausen-Instituts. Prof. Fettweis ist Mitglied der Leopoldina und der Acatech. Der ERC Synergy Grant gilt als eine der angesehensten Forschungsf\u00f6rderungen in der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<p>Mit dem Projekt SWIMS k\u00f6nnte ein bedeutender Fortschritt in der digitalen Signalverarbeitung erreicht werden. Die Anwendung der von Bienen inspirierten Methoden k\u00f6nnte zu einer erheblichen Verbesserung der Energieeffizienz f\u00fchren und somit die Entwicklung von drahtlosen multimodalen sensorischen Systemen vorantreiben. Die F\u00f6rderung durch den ERC ist eine wichtige Anerkennung f\u00fcr das Forschungsteam und bietet die M\u00f6glichkeit, neue Wege in der Elektronik zu beschreiten. Wir d\u00fcrfen gespannt sein, welche bahnbrechenden Ergebnisse das Projekt SWIMS in den kommenden Jahren hervorbringen wird.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: ERC Synergy Grant + SWIMSProjekt + Bieneninspiration<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein internationales Forschungsteam plant mit dem Projekt SWIMS einen revolution\u00e4ren Durchbruch in der digitalen Signalverarbeitung. Die Partner aus Dresden, Louvain-la-Neuve, Lausanne und Groningen haben sich zusammengeschlossen, um intelligente drahtlose multimodale sensorische Systeme zu entwickeln, die von Bienen inspiriert sind. Das Hauptziel besteht darin, die Energieeffizienz auf Systemebene zu verbessern. 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