{"id":8011,"date":"2024-05-24T16:36:33","date_gmt":"2024-05-24T16:36:33","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/05\/24\/mysterioese-datenschutzpanne-im-eu-parlament-betroffene-mitarbeiter-erhalten-weitere-informationen-ermittlungen-laufen\/"},"modified":"2024-05-24T16:36:33","modified_gmt":"2024-05-24T16:36:33","slug":"mysterioese-datenschutzpanne-im-eu-parlament-betroffene-mitarbeiter-erhalten-weitere-informationen-ermittlungen-laufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8011","title":{"rendered":"Mysteri\u00f6se Datenschutzpanne im EU-Parlament: Betroffene Mitarbeiter erhalten weitere Informationen, Ermittlungen laufen"},"content":{"rendered":"<p>Die mysteri\u00f6se massive Datenschutzpanne im EU-Parlament wird langsam etwas klarer. Am 6. Mai wurden das Personal von bis zu 9000 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Abgeordneten durch die Verwaltung der Institution \u00fcber eine Datenschutzverletzung informiert, die bereits Anfang des Jahres im Einstellungs- und Personalmanagementsystem People aufgetreten war.<\/p>\n<p>Anfangs wurde in der E-Mail, die vom zust\u00e4ndigen Generaldirektor Kristian Knudsen versandt wurde, nur von m\u00f6glicherweise betroffenen pers\u00f6nlichen Informationen gesprochen. Nun wurde bekannt, dass auch Strafregisterausz\u00fcge, Krankenakten, Arbeitsnachweise der letzten zehn Jahre sowie Anspr\u00fcche auf soziale Leistungen und Versicherungen zu den kompromittierten Daten geh\u00f6rten. Zus\u00e4tzlich enthalten die betroffenen Dokumente Informationen \u00fcber Personenstand, Wohnort und weitere Daten aus Ausweisen und Reisep\u00e4ssen, milit\u00e4rischen Verpflichtungen, Geburtsurkunden sowie Schulabschl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df einer Empfehlung des EU-Datenschutzbeauftragten Wojciech Wiewirowski wurden am 22. Mai allen aktiven und inaktiven Nutzern des Systems People detaillierte Informationen bereitgestellt, wie ein Sprecher des Parlaments gegen\u00fcber Euractiv erkl\u00e4rte. Laut dem Bericht waren fast alle hochgeladenen Dokumente von der Datenschutzverletzung betroffen.<\/p>\n<p>Es besteht weiterhin Unklarheit dar\u00fcber, ob der Versto\u00df gegen den Datenschutz auf einen Cyberangriff oder eine andere Sicherheitsl\u00fccke zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die Anzahl der betroffenen Personen ist nicht \u00f6ffentlich bekannt. Wiewirowski und die Polizei f\u00fchren noch Ermittlungen in dem Fall durch und bem\u00fchen sich, die genauen Umst\u00e4nde aufzukl\u00e4ren. Nach dem Vorfall wurde die betroffene Anwendung au\u00dfer Betrieb genommen. Den Mitarbeitern wurde von der Verwaltung empfohlen, ihre Passw\u00f6rter zur\u00fcckzusetzen und bei verd\u00e4chtigen Nachrichten wachsam zu sein. Laut Euractiv wird das System gesichert und in naher Zukunft wieder online verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Die Betroffenen werden immer unzufriedener. Laut dem Online-Dienst Politico Playbook hat der Ausschuss f\u00fcr akkreditierte parlamentarische Assistenten (APA), der etwa 2000 Angestellte vertritt, Parlamentspr\u00e4sidentin Roberta Metsola und hochrangige Beamte gebeten, weitere Informationen bereitzustellen. Das Gremium ist interessiert daran, welche Schritte das Management unternommen hat, um die Datenschutz- und Cybersicherheitsrisiken, die aus dem Versto\u00df resultieren, zu minimieren.<\/p>\n<p>Stefan De Koning, ein Mitarbeiter der niederl\u00e4ndischen liberalen Abgeordneten Sophie in &#8218;t Veld, \u00e4u\u00dferte gegen\u00fcber Playbook, dass die Menschen extrem ver\u00e4rgert sind, w\u00e4hrend von der anderen Seite lediglich zwei E-Mails von einer anonymen Generaldirektion eingegangen sind. Es wurden weder Anweisungen, Entschuldigungen noch jegliche Hinweise gegeben. David Kardos, der Assistent der Parlamentarierinnen Anna Donth und Katalin Cseh, \u00e4u\u00dferte gegen\u00fcber der APA Bedenken, dass unsere Identit\u00e4ten grunds\u00e4tzlich gestohlen und unsere Daten missbraucht werden k\u00f6nnten. Kardos zweifelte auch an der versp\u00e4teten Benachrichtigung \u00fcber die im Januar aufgetretene Datenschutzverletzung und erkundigte sich nach den laufenden Untersuchungen und m\u00f6glichen Verd\u00e4chtigen. Die derzeitige Amtszeit sei bereits abgelaufen.<\/p>\n<p>Es muss auch untersucht werden, ob eine m\u00f6gliche Beteiligung von Drittstaaten an dem Vorfall vorliegt. Die APA \u00e4u\u00dferte ebenfalls ihre Entt\u00e4uschung \u00fcber die mangelnde Informationsweitergabe nach dem Datenleck. Es liegt nicht einmal eine Empfehlung vor, ob betroffene Personen ihre Ausweisdokumente erneuern sollten oder wie sie mit unver\u00e4nderbaren pers\u00f6nlichen Merkmalen umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bereits im Februar kam ans Licht, dass Mitglieder des Verteidigungsausschusses des Parlaments Ziel von Cyberangriffen auf ihre Mobiltelefone wurden.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: APA + Wojciech Wiewi\u00f3rowski + Politico Playbook<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mysteri\u00f6se massive Datenschutzpanne im EU-Parlament wird langsam etwas klarer. Am 6. Mai wurden das Personal von bis zu 9000 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern von Abgeordneten durch die Verwaltung der Institution \u00fcber eine Datenschutzverletzung informiert, die bereits Anfang des Jahres im Einstellungs- und Personalmanagementsystem People aufgetreten war. 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