{"id":8091,"date":"2024-05-28T12:59:29","date_gmt":"2024-05-28T12:59:29","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/05\/28\/ubuntu-unterstuetzt-offiziell-risc-v-basierten-milk-v-mars-sbc-download-verfuegbar-desktop-funktionalitaet-eingeschraenkt\/"},"modified":"2024-05-28T12:59:29","modified_gmt":"2024-05-28T12:59:29","slug":"ubuntu-unterstuetzt-offiziell-risc-v-basierten-milk-v-mars-sbc-download-verfuegbar-desktop-funktionalitaet-eingeschraenkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8091","title":{"rendered":"Ubuntu unterst\u00fctzt offiziell RISC-V-basierten Milk-V Mars-SBC: Download verf\u00fcgbar, Desktop-Funktionalit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt."},"content":{"rendered":"<p>Ubuntu hat offiziell bekannt gegeben, dass es das RISC-V-basierte System-on-a-Chip (SoC) Milk-V Mars-SBC unterst\u00fctzt. Dieser Single-Board-Computer (SBC) ist nun auf der Download-Seite von Ubuntu f\u00fcr RISC-V-Maschinen verf\u00fcgbar. Es gibt zwei Optionen zur Auswahl: ein vorinstalliertes Image von Ubuntu Server 24.04 und ein Ubuntu Server Live Installer. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Milk-V Mars kein voll funktionsf\u00e4higes Desktop-System bietet, obwohl es in einem Blog-Beitrag angek\u00fcndigt wurde. Stattdessen scheint Ubuntu Server f\u00fcr RISC-V vor allem f\u00fcr den Terminal-Betrieb (Headless) ausgelegt zu sein.<\/p>\n<p>Der Prozessor JH7110, der im Milk-V Mars verwendet wird, ist auch im Starfive Visionfive-2 verbaut und wird bereits seit etwa einem Jahr von Ubuntu unterst\u00fctzt. Daher sollte man keine verbesserte Geschwindigkeit erwarten. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Systemen liegt im Formfaktor: Der Visionfive-2 ist etwa 60 Prozent gr\u00f6\u00dfer als das Milk-V Mars und wird vom Hersteller als &#8222;kreditkartengro\u00dfer Einplatinencomputer&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p>Die Installationsanleitung macht deutlich, dass Ubuntu auf dem Milk-V Mars \u00e4hnlich wie auf dem Visionfive-2 eher f\u00fcr erfahrene Nutzer geeignet ist. Der werkseitig installierte Bootloader U-Boot ist nicht kompatibel und erfordert \u00c4nderungen, um Ubuntu starten zu k\u00f6nnen. Zudem m\u00fcssen die Boot-Switches mindestens einmal umgestellt werden, um das SD-Karten-Abbild verwenden zu k\u00f6nnen. Es sind also einige zus\u00e4tzliche Anpassungen erforderlich, um den Ubuntu-Server zum Betrieb zu bringen.<\/p>\n<p>Es gelten auch bereits bekannte Beschr\u00e4nkungen: Die GPU des JH7110 wird nicht unterst\u00fctzt und der PCIe-Support ist auf NVMe-Laufwerke beschr\u00e4nkt. WLAN-Karten und externe GPUs k\u00f6nnen nicht angeschlossen werden. Die drei USB3-Ports sind funktionsf\u00e4hig, jedoch kann der verwendete Linux-Kernel 6.8 in Ubuntu nicht auf den USB-2.0-Port zugreifen.<\/p>\n<p>Einiges von dieser technischen Spielerei ist bereits seit einem Jahr von Ubuntu auf dem Visionfive-2 bekannt. Seit mehr als einem Jahr sind nun auch erschwingliche RISC-V-Systeme mit ausreichender Rechenleistung und Speicherkapazit\u00e4t f\u00fcr allt\u00e4gliche Desktop-Aufgaben erh\u00e4ltlich, was sie auch f\u00fcr Endanwender interessant macht. Im Gegensatz zum Raspberry Pi scheint die Entwicklung von benutzbaren Linux-Distributionen f\u00fcr andere Systeme stagniert zu haben. Die Unterst\u00fctzung von den Distributionen selbst beschr\u00e4nkt sich weiterhin auf Headless-Systeme und wird als experimentell angesehen. Selbst die Linux-Distribution DietPi, die sich auf Single-Board-Computer spezialisiert hat, bietet keine Unterst\u00fctzung mehr. Lediglich das Debian, das von Starfive stark an das Visionfive-2 angepasst wurde, ist in der Lage, einen grafischen Desktop bereitzustellen. Allerdings erf\u00fcllt es aufgrund vordefinierter Standard-Log-ins nicht unbedingt die aktuellen Sicherheitsstandards.<\/p>\n<p>Die Prozessoren im RISC-V-Bereich sind im Vergleich zu heutigen Standards eher langsam. Der SpacemiT Keystone K1 und \u00e4hnliche Entwicklungen sollen jedoch f\u00fcr eine Leistungssteigerung sorgen. Der Keystone K1 verf\u00fcgt neben einem RISC-V-Prozessor auch \u00fcber einen KI-Beschleuniger und eine 256-Bit-Vektoreinheit. Als Betriebssystem k\u00f6nnte entweder eine speziell angepasste Version von Ubuntu verwendet werden &#8211; obwohl hierzu noch keine Informationen auf der Ubuntu-Seite verf\u00fcgbar sind &#8211; oder das eigene Betriebssystem Bianbu OS.<\/p>\n<p>Insgesamt ist die Unterst\u00fctzung von Ubuntu f\u00fcr RISC-V-basierte Systeme noch nicht optimal. Es gibt einige Einschr\u00e4nkungen und Anpassungen, die erforderlich sind, um Ubuntu auf diesen Systemen zum Laufen zu bringen. Dennoch zeigt sich eine gewisse Entwicklung im Bereich der erschwinglichen RISC-V-Systeme mit ausreichender Leistung f\u00fcr den Desktop-Einsatz. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung in Zukunft weiterentwickeln wird und welche neuen M\u00f6glichkeiten sich f\u00fcr Endanwender ergeben.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Ubuntu + Milk-V Mars-SBC + JH7110<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ubuntu hat offiziell bekannt gegeben, dass es das RISC-V-basierte System-on-a-Chip (SoC) Milk-V Mars-SBC unterst\u00fctzt. Dieser Single-Board-Computer (SBC) ist nun auf der Download-Seite von Ubuntu f\u00fcr RISC-V-Maschinen verf\u00fcgbar. Es gibt zwei Optionen zur Auswahl: ein vorinstalliertes Image von Ubuntu Server 24.04 und ein Ubuntu Server Live Installer. 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