{"id":8183,"date":"2024-05-30T14:41:37","date_gmt":"2024-05-30T14:41:37","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/05\/30\/cyberangriffe-mit-pegasus-spyware-russische-und-belarussische-exil-zivilgesellschaft-in-eu-im-visier\/"},"modified":"2024-05-30T14:41:37","modified_gmt":"2024-05-30T14:41:37","slug":"cyberangriffe-mit-pegasus-spyware-russische-und-belarussische-exil-zivilgesellschaft-in-eu-im-visier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8183","title":{"rendered":"Cyberangriffe mit Pegasus-Spyware: Russische und belarussische Exil-Zivilgesellschaft in EU im Visier"},"content":{"rendered":"<p>Cyberangriffe mit der Spyware Pegasus des israelischen Herstellers NSO haben mehr als sechs Vertreter und Vertreterinnen der russischen und belarussischen Zivilgesellschaft im Exil in der Europ\u00e4ischen Union zum Ziel genommen. Eine Untersuchung, durchgef\u00fchrt von der B\u00fcrgerrechtsorganisation Access Now in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Citizen Lab, hat dies festgestellt.<\/p>\n<p>Nachdem festgestellt wurde, dass die im Exil lebende russische Journalistin Galina Timchenko Opfer eines Angriffs mit Pegasus wurde, wurden daraufhin versuchte und gr\u00f6\u00dftenteils erfolgreiche Angriffe gegen sieben weitere Personen entdeckt. Nahezu alle betroffenen Personen residieren im Baltikum, w\u00e4hrend zwei von ihnen in der polnischen Hauptstadt Warschau ans\u00e4ssig sind.<\/p>\n<p>Laut dem Citizen Lab haben sich die meisten der Betroffenen, von denen zwei anonym bleiben, nach dem umfangreichen Einmarsch Russlands in die Ukraine kritisch \u00fcber die Regierung des Landes ge\u00e4u\u00dfert. Als Konsequenz seien sie einem immensen Druck seitens der russischen und belarussischen Beh\u00f6rden ausgesetzt. Obwohl sie im Exil sicherer seien, verdeutlicht die Entdeckung der Spyware-Angriffe, wie die Flucht ins Ausland bestimmte digitale Risiken verst\u00e4rken k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Laut dem Citizen Lab sind die Betroffenen weitgehend auf Technologie von Dritten angewiesen, um zu kommunizieren. Die aufgedeckten Angriffe werfen au\u00dferdem die Frage auf, ob die L\u00e4nder, in denen die Betroffenen Schutz gefunden haben, ihren Verpflichtungen im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen ausreichend nachkommen.<\/p>\n<p>Die Mitteilungen enthalten nur wenige Details \u00fcber die technischen Hintergr\u00fcnde der entdeckten Angriffe. Die Angriffe wurden im Zeitraum von 2020 bis 2023 durchgef\u00fchrt. Das Citizen Lab stellt fest, dass es Verbindungen zwischen den Angriffen auf f\u00fcnf der Personen gibt, was darauf hindeutet, dass ein einzelner Verantwortlicher f\u00fcr die Angriffe verantwortlich ist. Dar\u00fcber hinaus wurden haupts\u00e4chlich &#8211; wenn nicht ausschlie\u00dflich &#8211; iPhones kompromittiert. Daher empfehlen die Experten, den Blockierungsmodus (Lockdown-Mode) auf den Apple-Ger\u00e4ten zu aktivieren. Bis jetzt hat Citizen Lab keinen einzigen Vorfall dokumentiert, bei dem ein Mobiltelefon erfolgreich infiziert wurde, wenn diese Schutzoption ausgew\u00e4hlt wurde. Bei Android gibt es keine vergleichbare Sicherheitsma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>Die Spionagesoftware Pegasus, entwickelt von der NSO Group, wird seit langem weltweit eingesetzt, um Smartphones von Journalisten, Regierungsbeamten und Menschenrechtsaktivisten zu hacken \u2013 sowohl mit versuchten als auch erfolgreichen Angriffen. In verschiedenen L\u00e4ndern wurden Angriffe mit Pegasus entdeckt, die teilweise erhebliche politische Konsequenzen hatten. Die neu gew\u00e4hlte Regierung Polens behauptet, \u00fcber Beweise zu verf\u00fcgen, dass w\u00e4hrend der vorherigen Regierung eine umfangreiche Liste von Personen ausspioniert wurde.<\/p>\n<p>Die US-Regierung versch\u00e4rft zunehmend ihre Ma\u00dfnahmen gegen die Hersteller und hat k\u00fcrzlich angek\u00fcndigt, die Reisefreiheit von Personen einzuschr\u00e4nken, die solche Spyware entwickeln und daraus Profit schlagen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Pegasus + Lab + NSO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cyberangriffe mit der Spyware Pegasus des israelischen Herstellers NSO haben mehr als sechs Vertreter und Vertreterinnen der russischen und belarussischen Zivilgesellschaft im Exil in der Europ\u00e4ischen Union zum Ziel genommen. Eine Untersuchung, durchgef\u00fchrt von der B\u00fcrgerrechtsorganisation Access Now in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Citizen Lab, hat dies festgestellt. 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