{"id":8211,"date":"2024-05-31T07:05:20","date_gmt":"2024-05-31T07:05:20","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/05\/31\/studie-weniger-als-1-der-nutzer-verbreiten-grossteil-der-desinformation-massnahmen-koennten-verbreitung-eindaemmen\/"},"modified":"2024-05-31T07:05:20","modified_gmt":"2024-05-31T07:05:20","slug":"studie-weniger-als-1-der-nutzer-verbreiten-grossteil-der-desinformation-massnahmen-koennten-verbreitung-eindaemmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8211","title":{"rendered":"Studie: Weniger als 1% der Nutzer verbreiten Gro\u00dfteil der Desinformation &#8211; Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten Verbreitung eind\u00e4mmen."},"content":{"rendered":"<p>Desinformation ist ein weit verbreitetes Problem in den sozialen Medien und hat besonders in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine aktuelle Studie des Wissenschaftsmagazins Science hat herausgefunden, dass weniger als ein Prozent der Nutzer des Kurznachrichtendiensts X (ehemals Twitter) in den USA den Gro\u00dfteil der Desinformation verbreiten. Besonders interessant ist dabei, dass es vor allem \u00e4ltere wei\u00dfe Frauen aus drei konservativen Bundesstaaten sind, die die Republikaner w\u00e4hlen, welche \u00fcberproportional an dieser T\u00e4tigkeit beteiligt sind. Diese Erkenntnis wirft ein neues Licht auf die Diskussion um Desinformation und die Frage, wer daf\u00fcr verantwortlich ist.<\/p>\n<p>Die Forschungsgruppe hat herausgefunden, dass rund 2100 &#8222;Supersharer&#8220; f\u00fcr die Verbreitung der Desinformation verantwortlich sind. Diese Nutzer sind besonders aktiv und t\u00e4tigen viele Retweets. Interessanterweise wurden diese Retweets anscheinend manuell durchgef\u00fchrt, was bedeutet, dass die Supersharer buchst\u00e4blich Zeit vor ihren Computern verbringen und den Retweet-Button bet\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Um das Problem der Desinformation einzud\u00e4mmen, schl\u00e4gt die Studie einige Ma\u00dfnahmen vor. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re es, ein Limit f\u00fcr die Anzahl der Retweets pro Tag festzulegen. Wenn beispielsweise ein Limit von 50 Retweets pro Tag eingef\u00fchrt w\u00fcrde, w\u00e4ren 90 Prozent der Supersharer betroffen, w\u00e4hrend es nur ein Prozent aller Nutzer betrifft. Diese Ma\u00dfnahme k\u00f6nnte dazu beitragen, die Verbreitung von Desinformation einzud\u00e4mmen, ohne die Meinungsfreiheit einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Eine weitere m\u00f6gliche Ma\u00dfnahme w\u00e4re es, eine zus\u00e4tzliche \u00dcberpr\u00fcfung einzuf\u00fchren, die vor einem Retweet durchgef\u00fchrt wird. Dadurch k\u00f6nnte verhindert werden, dass Desinformation weiterverbreitet wird, indem beispielsweise die Glaubw\u00fcrdigkeit einer Nachricht oder die Quelle \u00fcberpr\u00fcft wird.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Studie wurde in der Fachzeitschrift Science ver\u00f6ffentlicht und liefert wichtige Erkenntnisse \u00fcber die Verbreitung von Desinformation in den sozialen Medien. Die Ergebnisse zeigen, dass das Problem effektiv angegangen werden kann, wenn geeignete Ma\u00dfnahmen ergriffen werden. Es bleibt nun abzuwarten, welche Schritte der Kurznachrichtendienst X und andere Plattformen ergreifen, um die Verbreitung von Desinformation einzud\u00e4mmen und die Glaubw\u00fcrdigkeit der Informationen zu verbessern.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: USA + X + Retweet<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Desinformation ist ein weit verbreitetes Problem in den sozialen Medien und hat besonders in den letzten Jahren stark zugenommen. 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