{"id":8546,"date":"2024-06-12T00:17:53","date_gmt":"2024-06-12T00:17:53","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/12\/arbeitsmarkt-fuer-it-fachkraefte-in-deutschland-ruecklaeufig-softwareentwicklung-und-data-analytics-besonders-betroffen\/"},"modified":"2024-06-12T00:17:53","modified_gmt":"2024-06-12T00:17:53","slug":"arbeitsmarkt-fuer-it-fachkraefte-in-deutschland-ruecklaeufig-softwareentwicklung-und-data-analytics-besonders-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8546","title":{"rendered":"Arbeitsmarkt f\u00fcr IT-Fachkr\u00e4fte in Deutschland r\u00fcckl\u00e4ufig &#8211; Softwareentwicklung und Data Analytics besonders betroffen"},"content":{"rendered":"<p>Der Arbeitsmarkt f\u00fcr IT-Fachkr\u00e4fte in Deutschland zeigt eine r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung, wie eine Analyse des Stellenportals Indeed zeigt. Seit Jahresbeginn sind die ver\u00f6ffentlichten IT-Jobs signifikant gesunken. Besonders betroffen sind die Bereiche Softwareentwicklung und Data Analytics &#038; Informationsmanagement, die einen R\u00fcckgang von etwa 22,8 Prozent verzeichnen. Der R\u00fcckgang im Bereich IT-Support und -Infrastruktur ist mit 18,3 Prozent etwas geringer. Tats\u00e4chlich liegen die Stellenausschreibungen in diesen Bereichen laut Indeed sogar unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. <\/p>\n<p>Nur im Marketing sind die Stellenausschreibungen au\u00dferhalb des IT-Bereichs ebenfalls gesunken. In s\u00e4mtlichen Branchen ist die Anzahl der Stellenangebote um 15,3 Prozent zur\u00fcckgegangen. Mit Ausnahme des Bildungs- und Erziehungsbereichs verzeichnen alle beobachteten Branchen einen R\u00fcckgang.<\/p>\n<p>Laut Indeed ist der Tiefpunkt noch nicht erreicht, vor allem im Bereich der B\u00fcrojobs, die eine akademische Ausbildung erfordern. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation z\u00f6gern Unternehmen, kostenintensive Fachkr\u00e4fte einzustellen. Nach einer Phase des Arbeitnehmermarktes herrscht nun ein Gleichgewicht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Jobsuchende m\u00fcssen sich darauf einstellen, dass Unternehmen in Bezug auf Gehalt und Zusatzleistungen wie Homeoffice anspruchsvollere Verhandlungspartner werden.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df Annina Hering, Expertin f\u00fcr den Arbeitsmarkt bei Indeed, haben derzeit Handwerker bessere Chancen auf eine Anstellung als Software-Entwickler oder Marketer. Es l\u00e4sst sich ein Trend beobachten, der seit Jahresbeginn eine Zunahme der Pr\u00e4senzarbeit und eine Reduzierung des Homeoffice zeigt. Dies deutet darauf hin, dass Arbeitgeber nicht mehr so gro\u00dfz\u00fcgig mit zus\u00e4tzlichen Vorteilen umgehen. In einigen Berufen mit einem hohen Anteil an Homeoffice-Jobs ist seit Jahresbeginn eine Tendenz zur R\u00fcckkehr ins B\u00fcro erkennbar, darunter IT-Support, Softwareentwicklung, Projektmanagement und Personalwirtschaft.<\/p>\n<p>Nach einem deutlichen Anstieg zwischen Fr\u00fchjahr 2020 und Mitte 2023 hat sich der Anteil der Stellenanzeigen mit Homeoffice-M\u00f6glichkeit zuletzt bei rund 15 Prozent stabilisiert. Indeed rechnet langfristig mit einer erneuten Zunahme von Stellenanzeigen. Die Nachfrage nach Fachkr\u00e4ften und Hilfskr\u00e4ften mit unterschiedlichen Qualifikationen bleibt weiterhin hoch und wird voraussichtlich aufgrund des demografischen Wandels wieder ansteigen.<\/p>\n<p>Neben Indeed bemerken auch andere Experten eine Abnahme der Aktivit\u00e4t auf dem Gesamtarbeitsmarkt. Laut einer Untersuchung des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wurde f\u00fcr das erste Quartal 2024 ein R\u00fcckgang von 10 Prozent bei den verf\u00fcgbaren Stellen im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Im Vergleich zum ersten Quartal 2023 gibt es einen R\u00fcckgang von 180.000 Stellen.<\/p>\n<p>Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis zufolge hat sich der Arbeitsmarkt im ersten Quartal merklich abgek\u00fchlt. Der Monatsbericht der Arbeitsagentur im Mai zeigt, dass trotz einer schwachen Fr\u00fchjahrsbelebung eine Verbesserung noch aussteht und die gemeldete Nachfrage nach neuen Arbeitskr\u00e4ften weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig ist. Im Gegensatz dazu zeigen die Zahlen des IAB keinen \u00fcberdurchschnittlichen R\u00fcckgang von IT-Stellen wie bei Indeed. Im ersten Quartal 2024 wurden in der umfassenderen Kategorie Information und Kommunikation, einschlie\u00dflich Medienjobs, 77.000 Stellen ausgeschrieben, berichtet das Institut. Dies stellt eine Zunahme gegen\u00fcber dem vorherigen Quartal von 68.000 Stellen dar, liegt jedoch immer noch unter den Zahlen des Boomjahres 2022.<\/p>\n<p>Die Analyse von Indeed basiert auf Millionen von Stellenanzeigen, die auf ihrer eigenen Plattform ver\u00f6ffentlicht werden. Das IAB analysiert viertelj\u00e4hrlich das gesamte Stellenangebot, einschlie\u00dflich der nicht bei den Arbeitsagenturen registrierten Stellen. F\u00fcr das erste Quartal 2024 wurden Antworten von mehr als 12.000 Arbeitgebern aus allen Wirtschaftsbereichen ausgewertet.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Indeed + IAB + Deutschland<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Arbeitsmarkt f\u00fcr IT-Fachkr\u00e4fte in Deutschland zeigt eine r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung, wie eine Analyse des Stellenportals Indeed zeigt. Seit Jahresbeginn sind die ver\u00f6ffentlichten IT-Jobs signifikant gesunken. 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