{"id":8558,"date":"2024-06-12T04:36:40","date_gmt":"2024-06-12T04:36:40","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/12\/entscheidung-des-ogh-shitstorm-verursacher-muessen-zahlen\/"},"modified":"2024-06-12T04:36:40","modified_gmt":"2024-06-12T04:36:40","slug":"entscheidung-des-ogh-shitstorm-verursacher-muessen-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8558","title":{"rendered":"Entscheidung des OGH: Shitstorm-Verursacher m\u00fcssen zahlen"},"content":{"rendered":"<p>Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in \u00d6sterreich: Verursacher eines Shitstorms m\u00fcssen f\u00fcr immateriellen Schaden haften<\/p>\n<p>Was haben ein Shitstorm, ein Polizist und der Oberste Gerichtshof in \u00d6sterreich gemeinsam? Richtig, sie haben alle etwas mit einem aktuellen Urteil zu tun, das die Verantwortung von Nutzern in sozialen Netzwerken betrifft. Klingt interessant, oder? Dann lasst uns mal genauer hinschauen.<\/p>\n<p>Also, da war dieser \u00f6sterreichische B\u00fcrger, der von einem Polizisten eine Zahlung in H\u00f6he von 3.000 Euro verlangt bekam. Warum? Weil er einen Beitrag auf Facebook geteilt hatte, ohne dessen Richtigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Und durch die Verbreitung dieses Beitrags wurde dem Polizisten zu Unrecht unrechtm\u00e4\u00dfiges Verhalten vorgeworfen. Puh, das klingt nach einer ziemlichen Schlammschlacht.<\/p>\n<p>Nun, der Oberste Gerichtshof (OGH) hat in diesem Fall entschieden, dass der Verursacher des Shitstorms nicht nur f\u00fcr seinen eigenen Beitrag haften muss, sondern auch f\u00fcr den gesamten immateriellen Schaden, den der Shitstorm dem Polizisten zugef\u00fcgt hat. Das bedeutet, dass er nicht jeden einzelnen Teilnehmer verklagen muss, sondern auch nur einen Teilnehmer f\u00fcr den gesamten Schaden vor Gericht bringen kann. Das ist ja mal praktisch, oder?<\/p>\n<p>Aber Moment mal, was ist mit dem Geld? Derjenige, der die Zahlung geleistet hat, kann theoretisch von den anderen Teilnehmern des Shitstorms ihren Anteil zur\u00fcckfordern. Praktisch gesehen kann das aber ganz sch\u00f6n m\u00fchsam sein. Man muss n\u00e4mlich erstmal alle Mitglieder des sozialen Netzwerks identifizieren, den jeweiligen Anteil am Gesamtschaden nachweisen und dann das Geld eintreiben. Klingt nach einer langwierigen Aufgabe, oder?<\/p>\n<p>Die Richter des OGH scheinen das erkannt zu haben. Sie sagen, dass die Sch\u00e4diger die Schwierigkeit, andere Verursacher ausfindig zu machen, sowie das Risiko einer m\u00f6glichen Uneinbringlichkeit bei einigen Verursachern tragen m\u00fcssen. Das hei\u00dft also, dass diejenigen, die zumindest teilweise miteinander vernetzt sind und wissen, an wen sie den Beitrag weitergeleitet haben, die Aufteilung des Schadens untereinander regeln m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Was lernen wir daraus? Das Teilen von Beitr\u00e4gen ohne Pr\u00fcfung der Richtigkeit kann rechtliche Konsequenzen haben. Nutzer sollten also vorsichtig sein und sich bewusst machen, dass sie f\u00fcr die Verbreitung von Falschinformationen haftbar gemacht werden k\u00f6nnen. Also, bevor ihr etwas teilt, schaut lieber zweimal hin und fragt euch: Ist das wirklich wahr oder nur ein Haufen Mist?<\/p>\n<p>Der OGH hat hier ein wichtiges Signal gesetzt und verdeutlicht, dass wir alle Verantwortung tragen, wenn wir in sozialen Netzwerken aktiv sind. Also, denkt daran: Sharing is caring, aber nur wenn der Beitrag auch wirklich korrekt ist.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: OGH + \u00d6sterreichs + 210\/23k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in \u00d6sterreich: Verursacher eines Shitstorms m\u00fcssen f\u00fcr immateriellen Schaden haften Was haben ein Shitstorm, ein Polizist und der Oberste Gerichtshof in \u00d6sterreich gemeinsam? 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