{"id":8888,"date":"2024-06-24T20:03:27","date_gmt":"2024-06-24T20:03:27","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/24\/richterin-aus-mexiko-setzt-als-erste-im-land-auf-kuenstliche-intelligenz-im-gerichtssaal\/"},"modified":"2024-06-24T20:03:27","modified_gmt":"2024-06-24T20:03:27","slug":"richterin-aus-mexiko-setzt-als-erste-im-land-auf-kuenstliche-intelligenz-im-gerichtssaal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8888","title":{"rendered":"Richterin aus Mexiko setzt als Erste im Land auf K\u00fcnstliche Intelligenz im Gerichtssaal"},"content":{"rendered":"<p>Richterin Ana Margarita Ros Farjat vom Obersten Gerichtshof Mexikos hat sich als echte Pionierin erwiesen, denn sie nutzt als erste im Land k\u00fcnstliche Intelligenz (KI), um ihre Urteilsentw\u00fcrfe zu teilen und das Verst\u00e4ndnis ihrer richterlichen Entscheidungen zu erleichtern. Das ist wirklich beeindruckend, denn KI hat das Potenzial, viele Bereiche unseres Lebens zu revolutionieren, und das Gerichtswesen ist da keine Ausnahme.<\/p>\n<p>Die von Ros Farjats Team entwickelte Plattform Sor Juana macht sich dabei Online-Ressourcen wie Streamlit, Google und Pinecone zunutze. Diese Technologien unterst\u00fctzen die Plattform dabei, die bereits eingef\u00fchrten technologischen Innovationen des Gerichtshofs weiter auszubauen. So k\u00f6nnen alle Nutzer von intelligenten Ger\u00e4ten aus Einsicht in die Urteile nehmen. Keine Sorge, es handelt sich nicht um eine Blackbox, die einfach Entscheidungen trifft, ohne dass wir verstehen, wie sie zustande kommen. \u00dcber die KI-Plattform k\u00f6nnen die Nutzer tats\u00e4chlich mit einem Urteil interagieren.<\/p>\n<p>Wie funktioniert das Ganze? Ganz einfach! Die Nutzer k\u00f6nnen einen Fall anhand seiner Aktennummer ausw\u00e4hlen und dann \u00fcber einen Chat Fragen zur Rechtssache stellen. Sie k\u00f6nnen beispielsweise wissen wollen, wie das Urteil zustande gekommen ist, was das Ergebnis war oder wann der Urteilsentwurf von der Ersten Kammer des Gerichtshofs gepr\u00fcft wurde. Die Plattform wird dann ihr Bestes tun, um diese Fragen zu beantworten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat die Plattform ihre Grenzen. Sie hat nur Zugriff auf einen einzigen Satz, um den Sachverhalt zu erkl\u00e4ren. Das ist zwar nicht viel, aber immerhin ein Anfang. Die Plattform erfasst und verarbeitet keine personenbezogenen Daten, die eine Identifizierung der Nutzer erm\u00f6glichen, und sammelt auch keine Informationen f\u00fcr digitale Analysen. Das ist beruhigend zu wissen, denn Datenschutz ist heutzutage ein wichtiges Thema.<\/p>\n<p>Die Idee hinter Sor Juana ist es, den Sachverhalt auf eine praktische, einfache und b\u00fcrgerliche Art und Weise zu beantworten. Es ist also keine hochkomplexe KI, die nur von Experten verstanden werden kann. Sie soll vielmehr jedem B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit geben, mit den Urteilen interagieren zu k\u00f6nnen. Das ist wirklich lobenswert, denn Transparenz und Zug\u00e4nglichkeit sind zwei wichtige S\u00e4ulen eines funktionierenden Justizsystems.<\/p>\n<p>Insgesamt ist Sor Juana ein spannendes Experiment und ein erster Schritt in Richtung einer st\u00e4rkeren Integration von KI in das mexikanische Justizsystem. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Plattform weiterentwickeln wird und ob auch andere Richter und Gerichte in Mexiko und vielleicht sogar weltweit \u00e4hnliche Technologien einsetzen werden. Aber eins ist sicher: Die Zukunft der Justiz wird von KI beeinflusst werden und Sor Juana ist ein vielversprechender Anfang.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Sor Juana + Ana Margarita R\u00edos Farjat + B. Links<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Richterin Ana Margarita Ros Farjat vom Obersten Gerichtshof Mexikos hat sich als echte Pionierin erwiesen, denn sie nutzt als erste im Land k\u00fcnstliche Intelligenz (KI), um ihre Urteilsentw\u00fcrfe zu teilen und das Verst\u00e4ndnis ihrer richterlichen Entscheidungen zu erleichtern. 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