{"id":8988,"date":"2024-06-26T16:00:29","date_gmt":"2024-06-26T16:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/26\/datenleck-bei-microsoft-offenlegung-des-playready-drm-systems-sorgt-fuer-aufsehen\/"},"modified":"2024-06-26T16:00:29","modified_gmt":"2024-06-26T16:00:29","slug":"datenleck-bei-microsoft-offenlegung-des-playready-drm-systems-sorgt-fuer-aufsehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=8988","title":{"rendered":"Datenleck bei Microsoft: Offenlegung des PlayReady-DRM-Systems sorgt f\u00fcr Aufsehen"},"content":{"rendered":"<p>Microsoft steht derzeit im Rampenlicht, da ein Datenleck gro\u00dfe Aufmerksamkeit erregt. Dabei wurden gro\u00dfe Teile des Codes des DRM-Systems PlayReady offengelegt. Dieser Code, der seit etwa 15 Jahren entwickelt wurde, war bisher ein streng geh\u00fctetes Geheimnis, da ein Zugriff darauf die M\u00f6glichkeit bietet, den Kopierschutz zu attackieren und auszuhebeln. Allerdings wurde der Code nicht von Hackern gestohlen, sondern anscheinend versehentlich von einem Mitarbeiter von Microsoft ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Der Vorfall wurde am 11. Juni 2024 in der Microsoft Developer Community entdeckt. Ein 771 MB gro\u00dfer Anhang, der an einem Beitrag \u00fcber Abst\u00fcrze des Apple-TV-Dienstes auf einem Surface Pro 9 angeh\u00e4ngt war, enthielt den Code. Nach dem Entpacken ergab sich eine Datenmenge von etwa 4 GB, die \u00fcber 260 Dateien mit dem PlayReady-Quellcode enthielt. Unter den enthaltenen Elementen befanden sich auch Warbird-Konfigurationen zur Erstellung der PlayReady-Bibliothek, Warbird-Bibliotheken zur Integration von Code-Verschleierungsfunktionen sowie statische Bibliotheken.<\/p>\n<p>Experten behaupten, dass die vorhandenen Daten ausreichen, um den Microsoft-PlayReady-Mechanismus vollst\u00e4ndig zu rekonstruieren, insbesondere den hardwarebasierten Teil. Der Beitrag wurde von Microsoft nach einer Zug\u00e4nglichkeitsdauer von 12 Stunden entfernt. Allerdings hat ein Experte namens Gowdiak die Datenpanne in Screenshots dokumentiert, die mittlerweile online einsehbar sind.<\/p>\n<p>Es ist jedoch noch unklar, welche Auswirkungen dieses Datenleck f\u00fcr Microsoft haben wird. Laut Unternehmensaussagen wird PlayReady eingesetzt, um digitale Inhalte vor unautorisiertem Zugriff zu sch\u00fctzen. Die Technologie erm\u00f6glicht es, digitale Medien zu definieren, zu integrieren und Rechte durchzusetzen. Das Datenleck wirft Fragen auf, wie gut der Kopierschutz von PlayReady tats\u00e4chlich ist und ob es nun vermehrt Angriffe auf gesch\u00fctzte Inhalte geben wird.<\/p>\n<p>Microsoft wird sich wahrscheinlich bem\u00fchen, die Auswirkungen des Vorfalls so gering wie m\u00f6glich zu halten und m\u00f6glicherweise zus\u00e4tzliche Sicherheitsma\u00dfnahmen ergreifen, um zuk\u00fcnftige Lecks zu verhindern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und ob es zu Konsequenzen f\u00fcr das Unternehmen kommen wird.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Microsoft + PlayReady + Adam Gowdiak<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Microsoft steht derzeit im Rampenlicht, da ein Datenleck gro\u00dfe Aufmerksamkeit erregt. Dabei wurden gro\u00dfe Teile des Codes des DRM-Systems PlayReady offengelegt. Dieser Code, der seit etwa 15 Jahren entwickelt wurde, war bisher ein streng geh\u00fctetes Geheimnis, da ein Zugriff darauf die M\u00f6glichkeit bietet, den Kopierschutz zu attackieren und auszuhebeln. 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